Logophobie

Angst vor dem Sprechen und öffentlichen Reden

Die Logophobie beschreibt die Angst vor dem Sprechen und reden in der Öffentlichkeit. Fälschlicherweise wird die Logophobie auch unter Lampenfieber oder Redehmmungen bezeichnet. Bei einer Phobie vor dem Reden handelt es sich allerdings nicht nur um Schüchternheit sondern um tatsächliche Ängste

Wer unter dieser Redestörung leidet, entwickelt oft krankhafte Vorstellungen. Menschen mit dieser seelisch bedingten Erkrankung brauchen meist eine zielorientierte und individuelle Therapie. Wir geben Tipps zur Besserung und klären auf wie eine Linderung der Logophobie erfolgen kann. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Die Logophobie ist eine Angststörung, die den Redefluss hemmt. Oft tritt diese Angst vor dem Reden nicht als eigenständiges Krankheitsbild auf, sondern zusammen mit weiteren Sprech- und Stimmstörungen.

    Charakteristische Symptome für die Angst vor dem Sprechen sind eine besonders leise, monotone oder hohe Sprechstimme. Der Redefluss ist unregelmäßig und es kommt zu Sprechblockaden. Das kann bis zum Stottern führen. Ein zu schneller Atem, eine trockene Kehle und eine unkontrollierte oder übermäßig angespannte Mimik sind weitere typische Begleiterscheinungen bei Logophobie.

    Wer Angst vor dem Sprechen hat, kann selbst etwas dagegen unternehmen. Sprachübungen und Entspannungstechniken helfen dabei, die freie Rede zu trainieren. Eine Psychotherapie führt die Betroffenen zu den Ursachen, beispielsweise zu Versagensangst. Die Logopädie konzentriert sich auf die Verbesserung der Sprechtechnik.

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    Angst vor dem Sprechen

    Merkmale einer Logophobie

    Wer unter Logophobie leidet und in Kürze eine Präsentation halten soll, fühlt sich einem starken Druck ausgesetzt und strebt nach Vermeidung. Das Angstgefühl löst einen Fluchtreflex aus. Die Situation ist zwar ungefährlich, doch Angstpatienten fühlen sich bedroht: So kommt es zu einer übertriebenen Stressreaktion.

    Die übertriebene Angst vor Publikum ist eng mit der Sprechangst verknüpft. Die Betroffenen können ihre Rede nicht angemessen vortragen und fühlen sich in Gefahr. Mit der Angst im Nacken beginnen sie zu stottern oder verstummen ganz.

    Das Gefühl des Unbehagens verursacht Herzrasen, Schweißausbrüche und Zittern. Um diese Symptome zu verbergen, sprechen die Logophobiker besonders schnell und leise.

    Sie vermeiden Blickkontakt und neigen zu unkontrollierten Grimassen und ruckartigen Bewegungen. Der Drang, wegzulaufen, lässt sich nur schwer unterdrücken.

    Sprechangst und Leistungsangst

    Die Logophobie ist auch als Sprechangst, Redehemmung oder Publikumsangst bekannt. Oft steckt eine hohe Erwartungshaltung dahinter. Leistungsdruck von außen und der eigene Perfektionismus erschweren die Situation.

    Warum hat man Sprechangst?

    Auslöser der Angst vor dem Sprechen

    Die Ursachen für die Redeangst liegen oft in der Kindheit. In der Schule vermeiden ängstliche Kinder, ein Referat vor der Klasse zu halten. Sie halten sich bei Diskussionen zurück und fürchten, ausgelacht zu werden.

    Die Logophobie kann sich auf das spätere Arbeitsleben auswirken. Wer unter dieser Angststörung leidet, ergreift sicherlich keinen Beruf im Lehramt. Auch öffentliche Auftritte oder ein Vortrag vor anderen Menschen stellen für die Angstpatienten eine Bedrohung dar.

    Neben unangenehmen Erfahrungen in der Vergangenheit sind folgende Ursachen möglich:
    Wenn Schüchternheit den Sprachfluss hemmt

    Wer von Natur aus relativ schüchtern ist, bei dem besteht ein höheres Risiko einer sozialen Phobie. Die eigene Schüchternheit begünstigt Sprachstörungen, die wiederum die Logophobie verstärken können. Stottern ist ein typisches Erscheinungsbild für Sprechangst und ähnliche Angststörungen, ebenso wie das abrupte Verstummen – Mutismus genannt.

    Symptome der Redeangst

    Anzeichen einer Sprechangst

    Die Sprechangst entsteht durch das Gefühl einer Gefahr, auch wenn diese in der Wirklichkeit nicht existiert. Im Körper steigt der Energielevel rapide an, was zu den folgenden Symptomen führt:

    Bei Logophobie treten weitere sprachtypische Probleme auf, beispielsweise Sprechblockaden, verzögerte Wortfindung, Unterbrechungen und zu schnelles Tempo. Die Trockenheit im Mund lässt die Angstpatienten ständig schlucken oder räuspern.

    Auch das Zucken der Gesichtsmuskeln scheint außer ihrer Kontrolle zu liegen. Eine steife, angespannte Körperhaltung oder nervöses Zappeln sind ebenfalls Anzeichen für ein gestörtes Sprechverhalten.

    Vermeidung

    Vor dem Schulreferat spielt das Kind krank, vor der Präsentation meldet sich der Verantwortliche kurzfristig ab, sodass jemand anders einspringen muss: Dieses Vermeidungsverhalten soll die angstauslösende Situation einfach vorbeigehen lassen. Doch wer sich an eine solche Vermeidungsstrategie gewöhnt, bei dem verstärkt sich der Stress nur noch. Ohne eine gewisse Übung im Sprechen wachsen die Probleme immer weiter an.

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    Angst vorm Sprechen als Kind

    Redeangst und Mutismus bei Kindern

    Sprechen ist eine der wichtigsten und komplexesten Fähigkeiten, die der Mensch erlernt. Schon im Vorschulalter spielt die verbale Kommunikation eine enorm große Rolle. Doch psychische Probleme können eine krankhafte Sprechangst auslösen, sodass die Kinder in schwierigen Situationen verstummen.

    In der Schulzeit erhöht sich der Stress, nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Kommunikation mit anderen Kindern. Grundsätzlich ist die Sprachkompetenz der Kinder normal entwickelt, doch es fehlt die Fähigkeit, sie einzusetzen.

    Oft reden die Kinder in einem vertrauten Umfeld ganz normal, doch in einer unbekannten Situation bringen sie kein Wort heraus. Dieser Mutismus wird oft von weiteren ablehnenden Gesten begleitet, beispielsweise von einem gesenkten Kopf.

    Anzeichen für Mutismus bei Kindern:
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    Tipps gegen Redeangst

    Tipps zur Überwindung der Logopobie

    Für Kinder und Erwachsene mit Logophobie gibt es verschiedene Strategien, die bei der Angstbewältigung helfen können. Diese lassen sich in Eigenregie oder im Rahmen einer klassischen Psychotherapie durchführen.

    In speziellen Kursen zum öffentlichen Reden lernen die Betroffenen, mit ihrer Angst umzugehen und sich auf Reden vorzubereiten. Einige dieser Kurse und Workshops wenden sich direkt an Logophobiker.

    Wer sich alleine seiner Redeangst stellt, findet wertvolle Tipps für die verschiedenen Redesituationen:

    Therapie der Logopobie

    Professionelle Hilfe bei einer Logopobie

    Bei einer schwerwiegenden Logophobie im Erwachsenenleben oder bei einer Redeangst im Kindesalter ist professionelle Hilfe nötig. Nur mit einer einfühlsamen Begleitung lässt sich die Kommunikationsangst überwinden.

    Die Logopädie zielt darauf ab, das Sprechen zu trainieren und eventuelle Sprachstörungen zu beheben. Wenn psychische Leiden Auslöser für die Angststörung sind, empfiehlt sich eine Psychotherapie

    Psychotherapeutischer Ansatz

    Um die Logophobie zu bewältigen, empfehlen professionelle Psychologen und Therapeuten eine kognitive Verhaltenstherapie. Mit dieser Therapie lässt sich feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Sprechangst handelt oder um die Angst, ausgelacht zu werden.

    Die Psychotherapie beinhaltet auch Hinweise, wie sich die negativen Glaubenssätze umwandeln lassen. Dies wirkt sich auf die Stärkung des Selbstbewusstseins aus und verbessert das Redeverhalten und damit auch die Lebensqualität.

    Ergänzend zur Therapie können die Psychotherapeuten Medikamente verschreiben. Diese dienen vor allem dazu, die Nervosität und Angstsymptome zu lindern.

    Wer seine Schamgefühle überwindet, kann durch eine Therapie nur profitieren. Deshalb stellen wir auch einen hilfreichen Ratgeber zur Selbsthilfe bei einer Arztphobie zur Verfügung.

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Logophobie – Wikipedia
      2. Lexikon der Psychologie – : – Logophobie – www.spektrum.de

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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