Angst vor Therapeuten

Tipps und Hilfe um die Angst vor Therapeuten zu überwinden

Die Angst vor Therapeuten hindert Menschen daran, sich bei psychischen Problemen professionelle Hilfe zu suchen. Häufig steckt die Angst vor Verurteilung oder Unverständnis dahinter.

Wir klären auf, wo die Auslöser der Ängste liegen und wie Sie die Angst vor Psychotherapeuten überwinden können.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Die Angst vor Therapeuten und Psychologen kann verschiedene Ursachen haben. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit können genau so dafür verantwortlich sein, wie die Angst davor, sich zu öffnen oder traumatische Erlebnisse erneut zu durchleben. 

    Ja, die Angst vor Therapeuten kann überwunden werden. In leichten Fällen kann es schon genügen, Entspannungsübungen durchzuführen und sich vorab mit dem behandelnden Therapeuten telefonisch zu besprechen.

    Wer die Angst überwindet, hat zudem die Chance, an seinen ursprünglichen Problemen zu arbeiten und diese mit Hilfe eines Therapeuten zu lindern.

    Die Angst vor Therapeuten ist bei vielen Menschen vorhanden. Ob es nur die Angst vor dem Unbekannten ist, oder eine tiefgehende Angst dahintersteckt, unterscheidet sich allerdings stark. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn Sie noch nie bei einem Therapeuten waren und sich am Anfang unbehaglich fühlen.

    Angst vor einer Therapie

    Wie macht sich die Angst vor Therapeuten und Psychologen bemerkbar?

    Bei psychischen Belastungen hilft es vielen Menschen, einen Therapeuten aufzusuchen. Mit Hilfe eines solchen Experten werden Probleme analysiert und gemeinsam bearbeitet. Das verspricht vielen Menschen Linderung

    Doch was ist, wenn die Angst vor einem Besuch bei einem Therapeuten dem im Weg steht?

    Sich zu öffnen und über private Details zu sprechen, fällt nicht allen Menschen leicht. Aus verschiedenen Gründen kann das zu einer Angst führen, die nicht oder nur sehr schwer überwunden werden kann. 

    Häufige Symptome der Angststörung:

    Aber auch andere Merkmale, die typische für Angstsituationen sind, können auftreten. Wie stark sie verspürt werden, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

    So schaffen es einige Betroffene, ihre Angst zu überwinden und trotz des Unwohlseins einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

    Andere verspüren eine so große Angst, dass ihnen dies nicht möglich ist. Da Angst ein individuelles Empfinden ist, äußert sie sich bei jedem Menschen anders.

    Kann sich die Angst auch auf andere Ärzte beziehen?

    Ob die Angst vor Therapeuten auch direkt einer Arztphobie gleicht, ist individuell. Wer Angst vor dem Besuch bei einem Therapeuten hat, weil es ihm schwerfällt, über intime Angelegenheiten zu sprechen, wird wahrscheinlich keine Probleme mit einem Besuch beim Zahnarzt haben.

    Wer dies Angst allerdings aufgrund von generellem Misstrauen oder traumatischen Erlebnissen hat, kann auch vor anderen Ärzten Angst haben. Es ist zudem möglich, dass sich die Angst verschlimmert und sich nach einer Weile ausweitet. Das ist aber eher die Ausnahme.

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    Gründe und Auslöser

    Warum hat man Angst vor Therapeuten und psychologischen Psychotherapeuten?

    Wieso Betroffene Angst vor Therapeuten haben, kann ganz verschiedene Ursachen haben. Es kommt in vielen Fällen auch darauf an, wieso ein Therapeut aufgesucht werden soll. Möchten Sie sich Ihrer Angst stellen, kann es sinnvoll sein, wenn Sie der Ursache Ihrer Angst auf den Grund gehen.

    Angst vor offenen Gesprächen

    Wer noch nie bei einem Psychotherapeuten war, begibt sich in unbekanntes Terrain. Einem fremden Menschen gegenüber zu sitzen und über private und intime Probleme zu sprechen, fällt oftmals schwer.

    Die Angst, sich zu öffnen und über die eigenen Schwächen zu sprechen, ist häufig der Grund dafür, dass eine Psychotherapie herausgezögert wird. Dadurch wird die Angst immer größer und baut sich über die Zeit auf. 

    Hinzu kommt, dass die Angst vor Verurteilung und Unverständnis oft schwer wiegt. Der Besuch bei einem Therapeuten hat immer einen Grund – ist dieser für den Betroffenen mit Scham verbunden, kann das eine große Hürde darstellen. 

    Traumata als Auslöser

    Im Rahmen einer Psychotherapie wird an einem konkreten Problem gearbeitet. Das kann bei Patienten alte Wunden aufreißen. Häufig begeben sich Menschen in Therapie, weil die Folgen aus einem bestimmten Problem einfach zu groß werden. Um diese zu lindern, wird an dem Problem gearbeitet.

    „Arbeit“ ist in diesem Zusammenhang ein passender Begriff, denn Therapie ist für Patienten Arbeit. Sie ist emotional anstrengend und kann auch Dinge beinhalten, die lange verdrängt wurden. Wer sich nicht bereit fühlt, sich seinen Problemen und Erinnerungen zu stellen, verspürt Angst vor Therapeuten.

    So kann es auch sein, dass sich eine Angst vor Druck aufbaut. Um Probleme zu lösen, muss über diese gesprochen werden. Wer noch nicht bereit dafür ist, kann die Angst entwickeln, von einem Therapeuten dazu gedrängt zu werden. 

    Angst vor dem Befund

    Im Rahmen einer Psychotherapie wird mit der Zeit wahrscheinlich eine Diagnose gestellt. Die Angst kann sich auch darauf beziehen: Einige Patienten haben Angst davor, eine psychische Erkrankung zu haben. Gefühle wie Scham, Versagen oder Schwäche spielen dabei häufig auch eine Rolle. 

    Dies kann auch familiär begründet sein. Treten im familiären Umfeld vermehrt psychische Krankheiten auf, kann sich daraus die Angst entwickeln, ebenfalls davon betroffen zu sein. 

    Schlechte Erfahrungen

    Auch wer in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Therapeuten gemacht hat, kann eine Angststörung entwickeln. Therapeuten strahlen eigentlich Einfühlsamkeit und Empathie aus. Es kann aber auch vorkommen, dass Patient und Therapeut nicht zusammen harmonieren. Der Patient fühlt sich in manchen Fällen sehr unwohl und unverstanden.

    Daraus entsteht schnell die Angst, dass alle Psychotherapeuten diese Eigenschaft mit sich bringen. Um nicht erneut enttäuscht und verurteilt zu werden, entwickelt sich die Angst davor, erneut einen Therapeuten aufzusuchen.

    Es kann auch sein, dass Erfahrungen von Freunden oder der Familie diese Angst auslösen. Hat eine Vertrauensperson schlechte Erfahrungen bei einem Therapeuten gemacht und berichtet fortwährend davon, kann das Ängste auslösen.

    Folgen der Therapeutenangst

    Mögliche Folgen einer unbehandelten Angst vor Psychotherapeuten

    Wer einen Therapeuten aufsuchen möchte, hat ein Problem, an dem er arbeiten möchte. Steht die Angst dem aber im Weg, bleibt das ursprüngliche Problem unbehandelt.

    Das kann gravierende Folgen haben: Wer Trauer oder Depressionen auf die leichte Schulter nimmt, schadet seiner Psyche damit schwer. 

    Die Vermeidung der Psychotherapie ist somit eine schlimme Folge. Hinzu kommt, dass sich die Angst mit der Zeit immer weiter aufbaut und verschlimmert. Die Gedanken befinden sich in einem Teufelskreis, der immer weiterläuft. 

    Folgen durch das Aufschieben der Behandlung:
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    Tipps gegen die Angst vor Therapeuten

    Methoden um die Angst vor Therapeuten und Psychologen zu überwinden

    Sie möchten einen Therapeuten aufsuchen, haben aber große Angst davor?

    Zunächst sollten Sie wissen, dass Sie damit nicht alleine sind. Es geht vielen Menschen so. Die gute Nachricht ist, dass Sie die Angst überwinden können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

    Die Behandlung bei einem Therapeuten ist wohl nur für die wenigsten Menschen ein angenehmer Termin. Manche Probleme können alleine aber nicht gelöst werden und benötigen den Rat eines Experten.

    Haben Sie Angst vor der Behandlung, sind Sie damit nicht alleine. Viele Menschen fühlen sich nervös und schämen sich, über ihre Probleme und Erlebnisse zu sprechen. Das ist ganz normal und menschlich.

    Sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten über diese Angst und schildern Sie, wie Sie sich fühlen. Eine verständnisvolle Reaktion zeigt Ihnen, dass Sie die Angst überwinden können.

    In vielen Fällen ist es auch einfach die Zeit, die hilft. Nach ein paar Terminen fühlen sich viele Patienten wohler und schaffen es, sich langsam zu öffnen.

    Viele Tipps finden Sie auch in unserer Selbsthilfe bei einer Arztphobie:

    Entspannungsübungen

    Wenn Sie vor dem Besuch bei Ihrem Psychotherapeuten angespannt und nervös sind, können Sie es mit Entspannungsübungen versuchen. Angst liegt uns häufig schwer auf den Schultern. Dann kann es helfen, sie buchstäblich abzuschütteln. Schütteln Sie dafür einfach ihre Arme oder auch Ihre ganzen Körper und werfen die Angst damit ab.

    Auch eine kontrollierte Atmung kann helfen. Atmen Sie tief ein und konzentrieren sich auf das lange Ausatmen. Diese Übung hilft Ihnen in allen Situationen, in denen Sie Angst verspüren. 

    Ängste hinterfragen

    Um die Angst zu mindern, kann es helfen, wenn Sie sich fragen, wo diese herkommt. Verspüren Sie die Angst, weil Sie Angst vor Verurteilung haben? Dann sollten Sie rational hinterfragen, ob diese Angst begründet ist. Therapeuten haben eine professionelle Ausbildung und wissen, wie Sie mit Patienten und Problemen umgehen müssen.

    Die Angst vor Unverständnis des Psychotherapeuten ist in den meisten Fällen unbegründet. Führen Sie sich vor Augen, dass ein Therapeut jeden Tag Patienten in Behandlung hat und Sie nicht die einzige Person sind, die hier ihre Probleme offenbart. 

    Telefonisches Vorgespräch

    Leiden Sie unter starker Angst, der Sie sich (noch) nicht stellen können, sollten Sie dies dem Therapeuten mitteilen. Rufen Sie an und schildern die Situation. Das gibt Ihnen zum einen die Möglichkeit, die Behandlung erstmal am Telefon zu starten, bis Sie bereit für einen Termin vor Ort sind.

    Zum anderen lernen Sie den Therapeuten auf diese Weise schon einmal kennen. In der Regel wird bereits bei der ersten Terminvereinbarung kurz besprochen, wieso Sie sich in Behandlung begeben möchten. Erwähnen Sie dabei ruhig, dass Sie Angst haben und sich vor dem Termin unwohl fühlen. 

    Möglicherweise mindert die Reaktion des Therapeuten darauf schon Ihre Angst. Sie sehen, dass er oder sie Verständnis dafür hat und einfühlsam mit Ihnen umgeht. Wichtig ist, dass Sie ganz offen sagen, wie Sie sich fühlen. Nur dann geben Sie dem Therapeuten oder der Therapeutin die Chance, darauf einzugehen und Sie zu beruhigen. 

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    Passenden Therapeuten finden

    Die Wahl es richtigen Therapeuten und Psychologen

    In manchen Fällen kann es hilfreich sein, einen genau für Sie passenden Therapeuten zu finden. Sympathie kann durchaus auch eine Rolle spielen, insbesondere wenn es um intime Probleme (z.B. Sexualität) geht. 

    Hilfreich für die Suche nach passenden ist z.B. die Ärztesuche auf Jameda. Auf diesem Portal lassen sich Ärzte bewerten und somit auch gut abschätzen, welche Ärzte gut ankommen und wo eher schlechte Erfahrungen gesammelt werden. 

    Therapeut gefunden? Dann kann dieser auch nach einer Online-Beratung gefragt werden.

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Fear of Psychology and Psychotherapy | guidetopsychology.com

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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