Angst vor Schwangerschaft

Tokophobie: Die Angst vor der Schwangerschaft und der Geburt – Selbsthilfe Tipps

Eigentlich ist eine Schwangerschaft kein Grund zur Panik, dennoch macht der Gedanke an einer Schwangerschaft und die Geburt einigen Frauen Angst. Ein Gefühl von Respekt sind während der Schwangerschaft absolut verständlich. Eine in ihrem Ausmaß oft unterschätzte Erkrankung ist jedoch die Schwangerschaftsphobie, die mit panischen Angstgefühlen einhergeht und bislang ein Tabuthema ist.

Wir klären im Artikel über die Angst vor der Tokophobie auf und geben Tipps wie die Angst vor der Schwangerschaft und der Geburt gelindert werden kann.

Übersicht:
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    Schwangerschaftsängste erklärt

    Einfache kurze Aufklärung zur Tokophobie / Gravidophobie

    Tokophobie, oder Angst vor Schwangerschaft und Geburt, ist eine ernste, oft unterschätzte Angststörung.

    Die betroffenen Frauen empfinden intensive Ängste nicht nur vor Schwangerschaft und Geburt, sondern auch vor dem Muttersein, die weit über normale Besorgnisse hinausgehen.

    Medizinisch werden drei Formen unterschieden: Primäre Gravidophobie (ohne bestimmten Auslöser), Sekundäre Schwangerschaftsphobie (ausgelöst durch traumatische Erlebnisse) und Postpartale Depressionen.

    Symptome können ständige innere Unruhe, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Schweißausbrüche, Verspannungen, Atemprobleme, Herzrasen und Panikattacken sein. Traumatische Erfahrungen, negative Assoziationen mit Schwangerschaft und Geburt, sowie psychische Probleme können die Angst verstärken.

    Unser Selbsthilfe eBook kann eine wertvolle Hilfe für Frauen sein, die an Tokophobie leiden. Es bietet nützliche Tipps und Strategien zur Überwindung von Ängsten und Phobien auf rund 40 Seiten. Dies kann insbesondere für diejenigen hilfreich sein, die Angst vor professioneller Hilfe haben oder nach Selbsthilfeoptionen suchen.

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    Bedenken und Lösungen:

    Bedenken Lösungen
    Angst vor Schmerzen während der Geburt Kurse zur Geburtsvorbereitung, die Techniken zur Schmerzlinderung beibringen, wie Atemtechniken und Entspannungsübungen
    Befürchtungen hinsichtlich möglicher Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt Eine gute Aufklärung und medizinische Betreuung, um die realistischen Risiken zu verstehen und Früherkennungsuntersuchungen durchführen zu lassen
    Angst vor der Verantwortung der Elternschaft Eltern-Kind-Kurse, Gespräche mit anderen Eltern, und psychologische Beratung können hilfreich sein
    Angst vor Veränderungen des Körpers Informationen über die natürlichen Veränderungen während der Schwangerschaft und postnatale Fitness- und Ernährungspläne können hilfreich sein
    Sorgen über die Auswirkungen auf die Karriere Beratung über Mutterschaftsrechte und flexible Arbeitsmodelle

    Die besten Tipps:

    Psychotherapie:

    Die Arbeit mit einem erfahrenen Therapeuten kann besonders hilfreich sein. Er oder sie kann Sie durch Techniken wie kognitive Verhaltenstherapie führen, die Ihnen helfen, Ihre Ängste zu erkennen und zu hinterfragen, und Strategien zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen.

    Entspannungsübungen und Achtsamkeit:

    Regelmäßige körperliche Aktivität, Yoga und Meditation können helfen, Stress abzubauen und die Angst zu mindern. Das Erlernen von Atemtechniken kann ebenfalls hilfreich sein, insbesondere bei Panikattacken.

    Unser Selbsthilfe-E-Book:

    Dieser Leitfaden ist allgemein für Menschen mit Phobien und Ängsten geeignet. Er enthält weitere Informationen zu den Ursachen und Behandlungen von Ängsten, praktische Übungen und Schritte zur Selbsthilfe, sowie Möglichkeiten, Unterstützung zu finden. Das E-Book ist ein wertvolles Tool, um sich aktiv in die eigene Heilung einzubringen und die Kontrolle über die eigene psychische Gesundheit zu übernehmen.

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    Schwangerschaftsphobie

    Merkmale der Tokophobie / Gravidophobie

    Die Schwangerschaftsphobie nennt sich auch „Tokophobie„, was sich aus den griechischen Wörtern für Schwangerschaft (toko) und Angst (phobos) ableiten lässt.

    Betroffene Frauen haben dabei nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor der Geburt und dem Muttersein eine teils massive Angst. Dabei handelt es sich um mehr als nur eine Angst vor möglichen Schwangerschaftsbeschwerden oder dem Geburtsschmerz.

    Extremfälle:

    Schlimmstenfalls führt diese Angst dazu, dass betroffene Frauen sich selbst Schaden zufügen (z. B. Schläge in den Unterleib, Alkohol- oder Drogenkonsum).

    In der Psychiatrischen Klinik Queen Elizabeth wurde im Jahr 2000 eine Studie mit 1200 Schwangeren durchgeführt, bei der sich zeigte, dass jede sechste Frau unter einer Angststörung im Zusammenhang mit Schwangerschaft und/oder Geburt litt.1Tokophobia: an unreasoning dread of childbirth. A series of 26 cases | doi.org

    Formen der Gravidophobie

    Was gibt es für Formen der Schwangerschaftsangst?

    Es ist absolut natürlich und nachvollziehbar, wenn gerade Erstgebärende einen gewissen Respekt und etwas Angst vor der Geburt haben. Sobald diese Angst zur Krankheit wird, unterscheidet die Medizin drei Formen:

    1. Primäre Gravidophobie

    Bei dieser Form handelt es sich um eine lebenslang bestehende Angststörung, der kein bestimmter Auslöser zugrunde liegt. Entstehen kann die Phobie durch Angst vor Geburtskomplikationen, Zweifel am Muttersein oder durch Angst vor Behandlungsfehlern.

    2. Sekundäre Schwangerschaftsphobie

    Ein traumatisches Erlebnis (z. B. eine schwierige Geburt) ist häufig Auslöser für diese Form der Schwangerschaftsangst. Auch traumatische Kindheitserinnerungen können als Ursache in Frage kommen.

    3. Postpartale Depressionen

    In einigen Fällen kann aus dem bekannten Baby Blues eine Depression entstehen. Aus dieser wiederum kann sich eine Schwangerschaftsangst entwickeln.

    Angst oder Phobie?

    Normale Angstgefühle oder panische Angststörung vor der Schwangerschaft?

    Eine allgemeingültige Bewertung bestimmter Schwangerschaftsängste ist in der Psychologie kaum möglich. Daher ist es schwierig, eine normale Angst von einer Phobie abzugrenzen. Die Übergänge sind mitunter fließend, zudem können Ängste ab- oder zunehmen.

    Der wohl entscheidendste Unterschied zeigt sich darin, wie die Betroffene mit der Angst umgeht. Lässt sich eine Frau trotz gewisser Ängste nicht von einer Schwangerschaft abhalten und geht sie die Ängste mit Hilfe eines Arztes oder einer Hebamme an, dann können diese Ängste als normal eingestuft werden.

    Dauerhafte Angst während der Schwangerschaft?

    Leidet die Betroffene hingegen dauerhaft unter der Angst und tut alles dafür, nicht schwanger zu werden (z. B. dauerhafte Einnahme von Verhütungsmitteln, Sterilisation schon in jungen Jahren), ist die Angst krankhaft.

    Angst vor der Geburt

    Wenn die Schwangerschaftsphobie sich nur auf die Angst vor der Geburt konzentriert

    Eine Angst vor der Geburt ist ein häufiges Symptom bei Frauen mit Tokophobie, der spezifischen Phobie, die durch eine übermäßige und irrationalen Angst vor Schwangerschaft und Geburt gekennzeichnet ist.

    Die Angst vor der Geburt kann unterschiedliche Ursachen haben, wie z.B. negative Erfahrungen aus der Vergangenheit, schlechten Erfahrungsberichten anderer Frauen, unzureichende Informationen über den Geburtsvorgang oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

    Die Symptome der ständigen Angst vor der Geburt können vielfältig sein und reichen von körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Schweißausbrüchen oder Übelkeit bis hin zu emotionalen Symptomen wie Angstzuständen, Panikattacken oder Depressionen.

    Auch Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten können auf eine ständige leichte Angst vor der anstehenden Geburt hinweisen.

    Geburtsvorbereitungskurse können eine gute Möglichkeit sein, um die Angst vor der Geburt zu reduzieren.

    In diesen Kursen erhalten werdende Eltern Informationen über den Geburtsvorgang und lernen Atem- und Entspannungstechniken, die ihnen während der Geburt helfen können.

    Auch die Möglichkeit, sich mit anderen werdenden Eltern auszutauschen, kann dabei helfen, die Angst zu reduzieren.

    Alternative Geburtsmethoden wie Hypnobirthing oder Wassergeburt können eine gute Option für Frauen mit Angst vor der Geburt sein. Bei Hypnobirthing lernen Frauen, durch Selbsthypnose und Visualisierungstechniken den Geburtsvorgang positiv zu beeinflussen.

    Bei einer Wassergeburt können Frauen in warmem Wasser entspannen und die Schwerkraft reduzieren.

    Bedenken und Lösungen bei der Geburt

    Bedenken Lösungsansätze
    Angst vor Schmerzen und Komplikationen Psychotherapie, Geburtsvorbereitungskurse, Alternative Geburtsmethoden
    Angst vor dem Unbekannten, Angst vor Kontrollverlust Geburtsvorbereitungskurse, Informationsmaterialien, Gespräche mit Geburtshelfern
    Angst vor körperlicher Belastung und Schmerzen Entspannungstechniken, alternative Geburtsmethoden, Schmerzmedikamente
    Angst vor nicht selbstbestimmter Geburt Gespräche mit Geburtshelfern, Erstellung eines Geburtsplanes, Unterstützung durch Geburtspartner
    Angst vor ähnlichen Erfahrungen Psychotherapie, Gespräche mit Geburtshelfern, positive Geburtsgeschichten von Frauen in ähnlicher Situation
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    Gründe für die Angst in der Schwangerschaft

    Wie entsteht eine Schwangerschaftsphobie und wodurch werden Ängste vestärkt?

    Die Gründe für Sorgen und Ängste können sehr unterschiedlich sein. Gerade eigene Kinder sind ein recht komplexes Thema und oft wird das Mutterwerden oder Muttersein mit negativen Dingen verknüpft.

    Traumatische Erfahrungen

    Traumatische Erfahrungen sind vor allem für die sekundäre Form der Angststörung ursächlich. Sie entwickeln sich in der Schwangerschaft und bei der Geburt des ersten Kindes. Gab es schwere Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt, kann ein Trauma die Folge sein. Ängste zeigen sich dann erst, wenn sich Betroffene ein weiteres Kind wünschen und vor möglichen Komplikationen eine enorme Angst haben.

    Auch ein sexuelles Trauma wie Missbrauch in der Kindheit kann Ängste auslösen, führt dann aber zur primären Form der Schwangerschaftsangst.

    Schwangerschaft wird als etwas "Schlechtes" gesehen

    Erfahren Frauen bereits im Kindesalter durch Berichte ihrer eigenen Mütter oder anderer Frauen von schlimmen oder bedrohlichen Ereignissen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, können diese so prägend sein, dass die primäre Schwangerschaftsphobie entsteht.

    Ein weiteres, eher gesellschaftliches Problem: für viele Menschen passt Elternschaft scheinbar kaum noch in den Zeitgeist. Frauen verlieren nicht selten den Mut, wenn ihnen vermittelt wird, dass Kinder nicht nur den Körper, sondern auch die Karriere "ruinieren".

    Psychische Probleme

    Schwangerschafts- und Geburtsangst kann zudem ein Symptom für andere psychische Probleme (z. B. generelle Angst- und Zwangsstörungen) sein. Mit einem Kind gehen immerhin große Veränderungen einher. Vieles lässt sich nicht vorausplanen und mitunter muss auch mal die Kontrolle "abgegeben" werden. Bei Frauen, die ohnehin unter psychischen Problemen leiden, kann eine Schwangerschaft das empfindliche Gleichgewicht zusätzlich stören.

    Anzeichen der Schwangerschaftsphobie

    Wie macht eine übersteigerte Angst in der Schwangerschaft bemerkbar?

    Während der Schwangerschaft sind Bedenken, Sorgen und eine gewisse Angst davor, ob man der neuen Aufgabe tatsächlich gewachsen ist, keine Seltenheit.

    Sorgt die Angst allerdings für so starke Einschränkungen, dass eine Schwangerschaft nicht nur vermieden, sondern sogar frühzeitig beendet wird, könnte es sich um eine Phobie handeln. Die Symptome ähneln dabei denen anderer Angststörungen.

    Häufige Symptome:

    Ängste während der Schwangerschaft

    Die häufigsten und bekanntesten Ängst während einer Schwangerschaft

    Im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft können Frauen von ganz unterschiedlichen – oft normalen – Ängsten geplagt werden.

    Was ist, wenn das Baby krank ist?

    Vor allem ältere Frauen haben sie: die Angst, ein krankes oder behindertes Kind zur Welt zu bringen. Eigentlich ist sie aber unbegründet, denn die meisten Kinder kommen kerngesund zur Welt. Außerdem gibt es inzwischen sehr gute frühdiagnostische Methoden und somit erste orientierende Untersuchungen zur kindlichen Gesundheit.

    Ist das Ziehen im Bauch für Kind und Mutter gefährlich?

    Die klare Antwort: Nein. Mit Schmerzen im Bauch geht während der Schwangerschaft oft eine gewisse Panik einher. Werdende Mütter fragen sich dann, ob diese gefährlich sind. Doch keine Sorge. Die Schmerzen sind normal und weder für Baby noch Mutter gefährlich. Sie entstehen durch die sich ausdehnende Gebärmutter. Hebamme und Frauenarzt können beratend zur Seite stehen und erklären, auf welche Warnsignale werdende Mütter achten sollten.

    Wie schmerzhaft ist eine Geburt?

    Eine Geburt ohne Schmerzen gibt es nicht. Das steht fest. Gründliche Vorsorge, Schwangerschaftsgymnastik, Atemübungen und eine vertraute Person während der Geburt können diese jedoch erträglicher machen. Bei Ängsten kann auch ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Und obwohl eine Geburt kein Spaziergang ist, haben schon viele Frauen diesen Weg geschafft.

    Wird mein Körper nach der Schwangerschaft ruiniert sein?

    Diese Frage sollten sich Frauen eigentlich nicht stellen, denn ihr Körper vollbringt etwas Wundervolles. Dennoch wird sie gestellt. Angeblich soll es Frauen geben, deren Körper nach Schwangerschaft und Geburt genauso straff wie vorher aussieht. Ist es nicht so, sollten Frauen sich nicht schlecht fühlen. Schwangerschaft und Geburt sind Schwerstarbeit. Nach der Geburt sollten Dingen wie Dehnungsstreifen keine Bedeutung geschenkt werden.

    Werde ich eine gute Mutter sein?

    Viele Frauen haben große Angst, eine schlechte Mutter zu sein oder die Verantwortung nicht stemmen zu können. Wichtig zu wissen: es gibt keine perfekte Mutter. Es gibt auch kein Patentrezept für das optimale Funktionieren einer Familie. Erst nach der Geburt finden sich Frauen in ihrer Rolle als Mutter ein. Der Vater sowie Familie und Freunde können sie dabei unterstützen.

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    Tipps gegen Ängste in der Schwangerschaft

    Was hilft gegen eine Schwangerschaftsphobie?

    Ob eine Frau ein Kind bekommen möchte, liegt in ihrer eigenen Entscheidung. Besteht der Kinderwunsch trotz Angststörung, ist jedoch meist professionelle Hilfe erforderlich.

    Eine psychotherapeutische Behandlung ist in Extremfällen ratsam, denn es ist wichtig, über die Probleme zu sprechen.

    Frauen sollten sich außerdem ihrem Partner anvertrauen, auch Familie und Freunde sowie Hebamme und Gynäkologe können zu Vertrauenspersonen werden.

    Ängste überwinden

    Ängste eingestehen und überwinden

    Die Schwangerschaftsangst können Frauen bei bestehendem Kinderwunsch durchaus überwinden. Neben Vertrauenspersonen im familiären Umfeld oder aus dem Freundeskreis, der Hebamme, dem Gynäkologen oder einem Psychotherapeuten beschäftigen sich auch Frauengesundheitszentren mit dem Thema und bieten Hilfestellung.

    Ganz wichtig ist, das Tabu zu brechen und darüber zu reden. Hilfe bei Ängsten vor oder während der Schwangerschaft finden Frauen unter anderem auch beim Deutschen Hebammen-Verband2Hebammen Verband Informationen für Eltern | hebammenverband.de
    , bei Schatten & Licht e. V. 3Schatten & Licht e.V. | schatten-und-licht.de
    sowie bei der Deutschen Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e. V. 4Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe DGPFG e.V. | dgpfg.de

    Selbsthilfe

    Ängste und Stress durch Selbsthilfe lindern

    Einige Frauen können auch selbst etwas tun, um ihre Schwangerschaftsangst zu überwinden. Folgende Übungen und Methoden können helfen:

    Das können betroffene Frauen selbst tun:
    Muskelentspannungsübungen

    Übungen zur Entspannung der Muskeln können körperliche Beschwerden wie Verspannungen oder Panikattacken verhindern. Denn nicht selten sind es angespannte Muskeln, die einem die Energie und Lebensfreude oft unbemerkt rauben.

    Psychosomatische Übungen

    Ängste haben oft einen tiefen und emotionalen Hintergrund. An diesem Punkt setzen psychosomatische Übungen an. Schwangerschaftsgymnastik sowie Gespräche mit der Hebamme können helfen, Ängste aufzulösen.

    Akupunkturbehandlung

    Bei extremen körperlichen Beschwerden kann – wenn keine Angst vor Nadeln besteht – Akupunktur hilfreich sein. Die Nadeln auf der Haut können dazu beitragen, den Kreislauf aus Angst und Schmerz zu durchbrechen.

    Mit Gleichgesinnten sprechen

    Manchmal kann ein Gespräch mit Gleichgesinnten wahre Wunder vollbringen. Selbsthilfegruppen sind wichtige Anlaufstellen, um über Ängste und Erfahrungen zu sprechen.

    Selbsthilfe anwenden

    Für all jene, die sich zunächst nicht trauen, einen Arzt oder Therapeuten wegen ihrer Schwangerschaftsphobie aufzusuchen, gibt es auch alternative Wege, sich der Angst zu stellen. Es lohnt sich, zuerst eine Methode der Selbsthilfe in Erwägung zu ziehen.

    Unsere speziell entwickelte Selbsthilfe-Anleitung gegen Phobien und Ängste kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein.

    Sie erhalten sofortigen Zugang nach Erwerb, ganz ohne versteckte Kosten – lediglich eine einmalige Zahlung ist erforderlich. Unsere Anleitung kann digital auf Ihrem bevorzugten Gerät gelesen oder, falls Sie ein physisches Exemplar bevorzugen, auch ausgedruckt werden. Es ist eine praxisorientierte und leicht zugängliche Möglichkeit, um mehr Kontrolle über Ihre Ängste zu erlangen und aktiv an deren Überwindung zu arbeiten.

    Bedenken Sie jedoch, dass es kein Ersatz für professionelle Hilfe ist, wenn Ihre Phobie ernsthafte Auswirkungen auf Ihr Leben hat.

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    FAQ zur Tokophobie

    Häufige Fragen und Antworten über die Schwangerschatsphobie

    Mit dem Begriff Tokophobie (Gravidophobie genannt) bezeichnen Mediziner eine krankhafte und oft panische Angst vor Schwangerschaft und Geburt.

    Zu den Symptomen von Tokophobie können Angstzustände, Panikattacken, Depressionen, Schlafstörungen und eine generelle Vermeidung von Schwangerschaft und Geburt gehören.

    Die Symptome bei einer Gravidophobie (Tokophobie) sind sehr unterschiedlich und äußern sich in Form von Bluthochdruck, Schweißausbrüchen, Verspannungen, psychosomatischen Kopfschmerzen, Atemproblemen und Panikattacken.

    In harmlosen Fällen bleibt es bei einer schwächeren Symptomen, welche sich in Form von Unwohlsein, ständigen Rückfragen, Schlafstörungen, Einschlafproblemen und einer inneren Unruhe zeigt.

    Die Gründe für eine Schwangerschaftsphobie (auch Gravidophobie oder Tokophobie genannt) sind sehr unterschiedlich. In vielen Fällen liegen tiefere psychologische Probleme oder traumatische Erlebnisse der Angst zugrunde.

    Besonders schlechte Erfahrungen im engeren Freundeskreis können die eigenen Ängste vor der Schwangerschaft verstärken. Berichte von Fehlgeburten oder einem plötzlichen Kindstod, werden häufig ins Unterbewusstsein gespeichert und können in manchen Fällen zu einer Angststörung führen.

    Zu den Behandlungsmöglichkeiten für Tokophobie gehören Psychotherapie, Medikamente, Entspannungstechniken und Hypnotherapie. Die Wahl der Behandlung hängt von der Schwere der Symptome und dem individuellen Bedarf des Patienten ab.

    Ja, es ist möglich, die Angst vor Schwangerschaft zu überwinden. Mit der richtigen Behandlung und Unterstützung können Betroffene lernen, ihre Angst zu bewältigen und sich auf die Schwangerschaft und Geburt vorzubereiten und Ängste ablegen.

    Ja, eine ausgeprägte Tokophobie kann zu Problemen während der Schwangerschaft und Geburt führen. Eine unbehandelte Tokophobie kann zu Komplikationen wie einer vernachlässigten Schwangerschaft, einem Kaiserschnitt oder sogar einer Verweigerung der Geburt führen.

    Bis zu einem gewissen Grad ist es normal, vor der Schwangerschaft und Geburt Angst zu haben. Aber wenn die Angst überwältigend wird und das tägliche Leben beeinträchtigt, könnte es sich um Tokophobie handeln. In diesem Fall ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Tokophobia: an unreasoning dread of childbirth. A series of 26 cases | doi.org
      2. Hebammen Verband Informationen für Eltern | hebammenverband.de
      3. Schatten & Licht e.V. | schatten-und-licht.de
      4. Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe DGPFG e.V. | dgpfg.de

      Autoren, Überprüfung und Gestaltung:

      Autorin: Julia Dernbach

      Medizinische Überprüfung: Thomas Hofmann

      Einarbeitung und Gestaltung: Matthias Wiesmeier

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