Schlafstörungen

Das wichtigste über Schlafstörungen

Zu wenig Schlaf hat negativen Einfluss auf das Wohlbefinden sowie die körperliche und geistige Gesundheit. Erfahren Sie mehr über unterschiedliche Arten von Schlafstörungen, deren Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Schlafstörungen können die Psyche ebenso beeinflussen wie die Physis. Stimmungsschwankungen, ein Gefühl der Überforderung bis hin zur Entstehung von Depressionen können ebenso die Folge sein wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder ein geschwächtes Immunsystem.

    Schlafstörungen können mit psychischen Erkrankungen zusammenhängen und deren erste Vorboten sein. Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmissbrauch führen ebenso zu klassischen Problemen. Dazu kommen diverse körperliche Krankheiten, eine für Schlaf unpassende Umgebung oder Stress im Alltag.

    Die passende Behandlung ist abhängig von der Ursache der Schlafstörung. Bei psychischen Problemen ist die kognitive Verhaltenstherapie vielversprechend, körperliche Beschwerden lassen sich hingegen eher medikamentös beheben. In beiden Fällen bildet ein ausführliches und vertrauensvolles Gespräch mit einem Arzt/einem Therapeuten die Grundlage für das weitere Vorgehen.

    Wie wichtig ist Schlaf?

    Schlafstörungen sind nicht nur weit verbreitet, sie können sich in mehreren Gebieten sehr negativ auf unsere körperliche und geistige Gesundheit auswirken.

    Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist die Basis für einen produktiven Tag. Über einen längeren Zeitraum andauernde Schlafstörungen haben hingegen starke Auswirkungen auf Körper und Geist.

    Dabei wird grob unterschieden, ob es Probleme mit der Schlafqualität gibt oder ob sich die Beschwerden auf den Tag konzentrieren.

    So sinkt beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit nach nur einer unruhigen Nacht schon merklich. Werden die Störungen zum Dauerzustand, leidet das Gedächtnis ebenso wie andere kognitive Funktionen. Die Folge ist eine Unausgeglichenheit, welche beim Betroffenen ein Gefühl der Überforderung auslöst.

    Bleiben die Schlafstörungen unbehandelt, kann das durchaus schwerwiegende psychische Konsequenzen haben. So wird beispielsweise das Entstehen von Depressionen begünstigt. Stimmungsschwankungen nehmen zu, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit im Alltag und am Arbeitsplatz leiden.

    Nicht ausreichender Schlaf erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck oder im schlimmsten Fall sogar Herzinfarkte.

    Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes mellitus zu erkranken. Zu wenig Schlaf schwächt außerdem das Immunsystem, Betroffene sind also anfälliger für alle Arten von Infektionskrankheiten. Von der erhöhten Unfallgefahr im Alltag ganz zu schweigen.

    Ursachen für Schlafstörungen

    Die Ursachen für Schlafstörungen sind so unterschiedlich wie die Störungen bzw. die darunter leidenden Menschen selbst. Grob können sie in vier Gruppen eingeteilt werden: Psyche, Körper, Verhalten, Umwelt. So ist etwa der Großteil etwa ein Vorbote einer sich ankündigenden psychischen Erkrankung. 

    Dazu kommen Erkrankungen des Gehirns wie etwa Parkinson, Epilepsien oder Multiple Sklerose, die die Qualität des Nachtschlafs deutlich beeinflussen. Gehirntumore oder Schlaganfälle zählen ebenfalls zu Krankheiten welche den Schlaf deutlich beeinträchtigen können. 

    Auch Erkrankungen, die sich nicht direkt auf das Gehirn auswirken, können die Schlafqualität verringern. Dazu zählen beispielsweise hormonelle Erkrankungen der b, der Hypophyse und der Nebennieren. Rheumatoide Arthritis und generell alle mit Schmerz einhergehenden Krankheitsbilder beeinflussen den Nachtschlaf negativ.

    Schlafapnoe-Syndrom

    Besonders quälend für Angehörige von Betroffenen ist das Schlafapnoe-Syndrom. Die Patienten selbst bekommen davon nämlich meist nichts mit, leiden tagsüber lediglich an Müdigkeit.

    Bei einer Schlafapnoe setzt die Atmung für durchschnittlich 30 Sekunden aus, manchmal können die Pausen sogar bis zu 2 Minuten lang dauern. Am Ende dieser Pausen wird eine Weckreaktion ausgeführt, der Schlaf wird gestört, Stresshormone werden ausgeschüttet. 

    Hilfsmittel für den Schlaf: Gut oder schlecht?

    Zwar helfen geringe Mengen an Alkohol beim Einschlafen, die Schlafqualität wird aber deutlich geschmälert, durschlafen ist so gut wie unmöglich. Medikamente, die an sich nichts mit der Schlafqualität zu tun haben, können diese dennoch negativ beeinflussen. 

    Achtung, Abhängigkeit!

    Beachten Sie bei der Einnahme von Schlafmitteln unbedingt die Packungsbeilage bzw. die Anweisungen des verschreibenden Arztes! Werden diverse Präparate über einen zu langen Zeitraum eingenommen, können sich Abhängigkeiten entwickeln, die wiederum die Schlafqualität mindern.

    Schlafumgebung beachten

    Nicht jede Umgebung ist für guten Schlaf geeignet. Zu großer Lärm, zu viel Licht, die unpassende Temperatur, all das kann den Nachtschlaf negativ beeinflussen. Auch unregelmäßige Schlafzeiten, ein üppiges Abendessen, Schichtarbeit oder Überanstrengungen (sehr intensiver Sport!) haben Auswirkungen.

    Vom Alltag abschlaten

    Wer Probleme dabei hat, seinen Alltag am Abend hinter sich zu lassen und Probleme mit ins Bett nimmt, der schläft verständlicherweise ebenfalls schlecht.

    Um Schlafstörungen im klassischen Sinn handelt es sich dabei allerdings nicht, da sie situationsbezogen auftreten. Halten die Probleme länger an oder verschwinden sie nach Lösung der zugrunde liegenden Situation nicht, wird aber definitiv zu einer ärztlichen Abklärung geraten.

    Arten von Schlafstörungen

    So wie es unterschiedliche Gründe für Schlafstörungen gibt, existieren klarerweise auch mehrere Arten der Störung selbst.

    Schlafwandeln

    Beim Schlafwandeln erwachen Betroffene nicht vollständig aus der Tiefschlafphase. Daraus resultierend setzen sich die Schlafwandler in Bewegung, die Ausmaße dieser Bewegung variieren allerdings stark. Manchmal bleibt es bei einem kurzen Aufsetzen, andere Menschen führen tatsächlich weitaus komplexere Handlungen aus. Daran erinnern können sich die Betroffenen in der Regel nicht.

    Insomnie

    Insomnie ist die „klassische“ Schlafstörung. Betroffen sind alle Phasen – also Ein- und Durschlafen, dazu wachen Patienten sehr früh auf und können nicht mehr einschlafen. Zusätzlich wird der Schlaf nicht als erholsam empfunden.

    Albträume

    Ständige Albträume können die Schlafqualität ebenfalls stark negativ beeinflussen. Allein der Gedanke daran bzw. die Angst davor, dass die Albträume in der kommenden Nacht wieder eintreten können, macht es schwierig, überhaupt einzuschlafen. Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen.

    Unruhiger Schlaf

    Wer unter unruhigem Schlaf leidet, der empfindet den Nachtschlaf nicht als angenehm und erholsam. Nächtliche Unruhe wird oft begleitet von Schweißausbrüchen, Schwindel, Zittern, Herzklopfen etc. Besonders bekannt sich beispielsweise das sogenannte Restless-Legs-Syndrome (RLS). Ein unangenehmes Gefühl in den unteren Extremitäten verhindert nicht nur das Einschlafen, sondern hat auch zur Folge, dass unkontrollierte Bewegungen ausgeführt werden, welche die Schlafqualität deutlich verringern.

    Angst vor dem Schlaf

    Angst vor dem Schlaf – auch Hypnophobie genannt – hindert den Betroffenen daran, überhaupt einzuschlafen. Die Ursachen können vielfältig sein. Die Angst vor wiederkehrenden Albträumen zum Beispiel. Die Angst davor, nicht mehr aufzuwachen oder – die andere Variante – aus unerfindlichen Gründen mitten in der Nacht schweißgebadet aufzuwachen.

    Wie können Schlafstörungen behandelt werden?

    Ausschlaggebend für die Behandlungsart einer Schlafstörung ist deren Ursache. Bei organischen Erkrankungen (Schlafapnoe etc.) sind andere Maßnahmen zu setzen als bei psychischen Problemen. Als Basis dient in beiden Fällen ein ausführliches und aufklärendes Gespräch mit Spezialisten.

    Haben die Schlafstörungen ihren Ursprung in psychischen Problemen, ist die kognitive Verhaltenstherapie der vielversprechendste Ansatz. Dabei wird versucht, die spezifischen Probleme des Patienten zu ergründen und Gewohnheiten entsprechend zu ändern. Apropos Gewohnheiten: Manchen Betroffenen hilft es bereits, alles rund um den Schlaf so weit wie möglich zu standardisieren (geregelte Schlafenszeit, passende Temperatur, entspannendes Ritual).

    Möglich ist natürlich auch die medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Probleme als Begleiterscheinungen von Depressionen oder Angststörungen auftreten. Medikamente dürfen aber immer nur in genauer Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Bei pflanzlichen Präparaten ist dies nicht notwendig, allerdings hält sich hier auch die Wirksamkeit in Grenzen.

    Besserung durch professioneller Hilfe

    Wichtig ist zunächst, die Störungen als tatsächliches Problem anzuerkennen, welches einer Lösung bedarf. Darauf folgt die Konsultierung eines Spezialisten. Mit ihm gemeinsam wird versucht, die Ursache(n) zu ermitteln und einen spezifisch passenden Lösungs-/Therapieansatz herauszuarbeiten.

    Um Ihnen die Suche nach einem passenden Therapeuten und/oder spezialisierten Arzt zu erleichtern, arbeiten wir aktuell am Aufbau einer umfassenden Datenbank. Sobald diese fertiggestellt wurde, finden Sie dort alle relevanten Angebote in Ihrer Nähe. Noch sind die Arbeiten aber nicht ganz abgeschlossen. Bis es so weit ist, können wir Ihnen das Portal von jameda.de empfehlen.

    Auch über das Internet können Psychologen und Coachings für eine Besserung des Schlafs helfen. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Belastungs-EKG – Wie funktioniert es? | Praxis KardioMUC
      2. Belastungs-EKG: Was es sagt und was nicht | Kardiologie.org

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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