Angst vor Jugendlichen

Ephebiphobie überwinden - Tipps und Hilfe bei Angst vor Jugendlichen und Teenangern

Viele von uns werden täglich mit Heranwachsenden konfrontiert, egal ob es sich dabei um die eigenen Kinder bzw. Schulkinder handelt oder einfach um fremde Jugendliche. Manche Menschen verspüren eine große Angst, wenn sie sich in Situationen befinden, in die auch Jugendliche involviert sind. Diese Angst wird auch als Ephebiphobie bezeichnet.

Wir klären auf woher die Ängste kommen, was die Auslöser dafür sind, wie sich sich zeigen und welche Tipps helfen können, die Angst vor Jugendlichen zu reduzieren. 

Übersicht:
    Add a header to begin generating the table of contents
    Häufige Fragen:

    Menschen, die von einer Ephebiphobie betroffen sind, haben große Angst, wenn sie auf Jugendliche treffen bzw. mit ihnen sprechen müssen. Die Phobiker meiden dann beispielsweise Einkaufszentren, Kinos oder andere Plätze, an denen sich Heranwachsende aufhalten.

    Als Ephebiphobie bezeichnet man die Angst vor Heranwachsenden bzw. Jugendlichen. Das Wort leitet sich dabei vom griechischen Begriff „ephebos“ ab, was soviel wie „Jugend“ bedeutet.

    Wie bei vielen anderen Phobien leiden Ephebiphobiker an starken Angstgefühlen, manche erleiden sogar Panikattacken, wenn sie sich in einer entsprechenden Situation befinden. Zudem können die Ängste auch von Atemnot, Zittern, Übelkeit oder Schwindel begleitet sein.

    In erster Linie helfen positive Erfahrungen. Nur wer sich gegenüber neuen öffnet kann auch davon lernen und daran wachsen. Sind die Angstgefühle sehr stark ausgeprägt, so können beispielsweise eine Kognitive Verhaltenstherapie oder eine Expositionstherapie hilfreich sein. In manchen Fällen ist auch eine medikamentöse Behandlung notwendig.

    angst-vor-jugendlichen-teenagern

    Auslöser der Teenanger-Angst

    Warum bekommt man Angst vor Jugendlichen?

    Eine Möglichkeit, warum es zum Auftreten einer Ephebiphobie kommt, sind stereotype Schemata, die mit Jugendlichen im Allgemeinen verbunden werden. Ältere Menschen vergleichen sich dann häufig mit Teenagern und bezeichnen diese als faul oder egoistisch, sie haben wenig Verständnis für die Probleme Heranwachsender bzw. wollen sich damit nicht auseinandersetzen.

    Häufige Auslöser:

    Wenn es in der Familie bereits Menschen gibt, die an einer Angststörung bzw. einer Phobie leiden, so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man im Laufe seines Lebens selbst von einer solchen betroffen ist.

    Des Weiteren kann sich eine Ephebiphobie auch aufgrund eines traumatischen Ereignisses in der Vergangenheit entwickeln, bei dem in diesem Fall ein Teenager eine wesentliche Rolle spielte.

    Daraus resultierend fürchten sich die Betroffenen dann davor, auf Jugendliche zu treffen. Vor allem in Ländern, in denen Aufstände von Heranwachsenden angeführt werden, ist ein Anstieg an Ephebiphobikern zu bemerken.

    Damit verbunden ist allerdings häufig auch eine verzerrte Wahrnehmung von jungen Menschen, was zu einer Art selbsterfüllenden Prophezeihung führt.

    Kinder übernehmen bestimmte Verhaltensweisen von ihren Eltern oder engen Bezugspersonen. Fürchtet sich ein Elternteil also vor Jugendlichen, so kann diese Angst auch auf das Kind übertragen werden.

    Kinder übernehmen bestimmte Verhaltensweisen von ihren Eltern oder engen Bezugspersonen. Fürchtet sich ein Elternteil also vor Jugendlichen, so kann diese Angst auch auf das Kind übertragen werden.

    Symptome & Anzeichen

    Wie macht sich die Angst vor Jugendlichen bemerkbar?

    Wer an einer Ephebiphobie leidet, meidet junge Menschen und weigert sich zudem, mit ihnen in Interaktion zu treten. Neben starken Angstgefühlen können auch körperliche Symptome auftreten.

    Häufige Symptome:
    Unwohlsein in leichten Fällen:

    In leichten Fällen fühlen sich Betroffene in der Anwesenheit von Jugendlichen äußerst unwohl. Es tritt ein Unbehagen auf welches dazu führt sich anders zu verhalten als üblicherweise. 

    Manch einer fühlt sich auch ständig unter Beobachtung oder hat das Gefühl ausgelacht werden zu können. Wissen die Jugendlichen und Kinder etwas, was ich nicht weiss? Wieso werde ich nicht respektiert?

    Häufig sind diese Gedanken völlig unbegründet und Kinder, sowieso Jugendliche haben ihre eigenen Humor, der in den aller meisten Fällen nicht persönlich gerichtet ist. 

    Angst vor Gewalt:

    Manche Erwachsene fürchten sich vor unbegründeter Gewalt, ausgehend von den Jugendlichen. Aufgrund dieser Angst vermeiden Sie Plätze die häufig mit Gewalt von Jugendlichen in Verbindung gebracht werden. Dies können Bahnstationen oder Spielplätze umliegend an Schuldgebäuden sein. 

    Tipps gegen die Ephebiphobie

    Tipps gegen die Angst vor Jugendlichen

    Eine Ephebiphobie kann das alltägliche Leben stark beeinflussen, vor allem dann, wenn Eltern Angst vor ihren eigenen Kindern entwickeln. Dann kann es helfen, sich einem Freund oder einer anderen Bezugsperson anzuvertrauen, um über seine Gefühle und Ängste zu sprechen.

    Sich mit angstmachenden Situationen konfrontieren

    Versuchen Sie außerdem, sich ganz langsam an Situationen heranzuwagen, die Ihnen Angst machen. Schauen Sie beispielsweise am Anfang Dokumentationen, in denen auch Heranwachsende zu Wort kommen, oder laden Sie sich eine App wie TikTok auf Ihr Smartphone, um Videos, die von Jugendlichen gemacht wurden, anzusehen. Im Laufe der Zeit können Sie sich dann auch an Plätze begeben, an denen sich Jugendliche gerne treffen. Beobachten Sie die Heranwachsenden und machen Sie sich Notizen über die Gefühle.

    Selbstvertrauen aufbauen

    Auch Sport, verschiedenste Entspannungstechniken, Journaling oder positive Visualisierungen können hilfreich sein, um das Selbstvertrauen zu stärken und sich mit seinen Ängsten zu konfrontieren.

    Behandlung einer Ephebiphobie

    Professionelle Hilfe einholen

    Sind die Symptome sehr stark ausgeprägt, so empfiehlt es sich, einen Therapeuten zu konsultieren. Zur Behandlung stehen dann verschiedenste Ansätze zur Auswahl.

    Bei dieser Form der Therapie lernen die Betroffenen, ihre irrationalen Gedanken durch rationale zu ersetzen. Der Therapeut unterstützt seine Klienten dabei, zu analysieren, was sie fühlen, wenn sie auf Heranwachsende treffen, und hilft ihnen außerdem, die Gründe dafür herauszufinden. Oftmals müssen die Patienten auch ein Tagebuch führen, in dem sie ihre Gedanken in bestimmten Situationen festhalten.

    Im Rahmen einer Expositionstherapie werden die Betroffenen ganz langsam und in einem kontrollierten Setting mit dem Objekt ihrer Angst – in diesem Fall Jugendlichen – konfrontiert. Sehr bald beginnt man dann zu realisieren, dass das Schlimmste nur in sehr seltenen Fällen eintritt und die Ängste meist unbegründet sind.

    MBSR oder Stressreduktion durch Achtsamkeit ist ein achtwöchiges Programm, das bei Menschen, die an Ängsten, Stress oder Depressionen leiden, zum Einsatz kommt. Im Zuge der Behandlung spielt auch die Achtsamkeitsmeditation eine wesentliche Rolle, die dabei helfen kann, Ängste zu reduzieren.

    Bei sehr starken Angstsymptomen werden oftmals auch Medikamente eingenommen. Die Einnahme sollte aber immer mit einem Fachmann abgesprochen werden, da Arzneimittel nur die Symptome, nicht aber die Phobie selbst lindern.

    Hilfe finden und annehmen:

    Wer sich von einem Therapeuten gegen die Angst vor Jugendlichen helfen lassen möchte, kann über die Arztsuche auf Jameda einen geeigneten Psychologen in unmittelbarer Nähe finden. Auf Rückfrage kann dieser Therapeut eventuell auch eine Online-Beratung anbieten.

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

    Übersicht:
      Add a header to begin generating the table of contents

      Beitrag gefallen? Jetzt teilen:

      Facebook
      Twitter
      LinkedIn
      WhatsApp
      Telegram
      Email
      Ephebiphobie-angst-vor-teenager-jugendliche
      Für volle Größe anklicken

      Quellen:

      1. Fear of Youth Phobia – Ephebiphobia or Hebephobia – fearof.net

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

      Scroll to Top