Angst vor Diabetes

Tipps und Hilfe gegen die Angst an Diabetes zu erkranken

Bei Diabetes handelt es sich um eine weitverbreitete Stoffwechselerkrankung, die einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel verursacht. Unbehandelt können dadurch schwere Folgeschäden an Nerven und Blutgefäßen entstehen. Es kommt zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen; auch Nieren, Nerven und Augen werden angegriffen.

Verständlich, dass viele Menschen vor so einer Krankheit Angst haben. Dabei gibt es vieles, was sie tun können, um einen Ausbruch zu verhindern bzw. seine Folgen deutlich abzumildern. Am allerwichtigsten sind in diesem Zusammenhang ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung.

Wer an Diabetes erkrankt ist, muss allerdings auch nicht verzagen: Die gängigen Therapien sind sehr wirksam und erlauben ein Leben (fast) ohne Einschränkungen. Die Angst vor Diabetes ist ein großes Thema wenn Symptome auf eine mögliche Diabetes Erkrankung hindeuten. Wir klären über Diabetes und die Angst davor auf. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Diabetes Typ 1 wird von einer Autoimmunkrankheit ausgelöst, welche die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse unterbindet. Bei Diabetes Typ 2 wird zwar genug Insulin produziert, der Körper kann damit aber nicht richtig umgehen. Alle anderen Diabetes-Typen, die hauptsächlich von externen Faktoren ausgelöst werden (Infektionen, Medikamente, Alkohol etc.), sind im Diabetes Typ 3 zusammengefasst. Dann gibt es noch spezielle Formen wie etwa den Schwangerschaftsdiabetes, die zu keinem der drei Typen passt.

    Das Problem mit Diabetes-Symptomen ist, dass sie sehr unspezifisch sind. Sie lassen sich nicht eindeutig dieser einen Krankheit zuordnen. Meistens berichten Betroffene von starkem Durstgefühl, Müdigkeit, Schwäche, schlechter Wundheilung und verminderter Leistungsfähigkeit.

    Das hängt vom Diabetestyp ab. Bei Diabetes Typ 2 sind tatsächlich Heilungschancen vorhanden. Auch Medikamente wie Metformin helfen bei Diabetes Typ 2 sehr gut.

    Bei Diabetes Typ 1 hingegen nicht, da die zugrunde liegende Autoimmunerkrankung nicht geheilt werden kann.

    Grundsätzlich gilt aber, dass wir es hier mit einer sehr gut therapierbaren Krankheit zu tun haben.

    Einen Facharzt für Diabetes mellitus gibt es in Deutschland zwar nicht, sogenannte Diabetologen sind jedoch in der Regel Internisten, welche durch eine spezifische Weiterbildung Experten in Sachen Diabetes sind. Auch der Nephrologe & Kardiologe kann bei Diabetes effektiv helfen. 

    Um herauszufinden ob eine Diabetes Erkrankung vorliegt, ist der Arztbesuch unausweichlich. Über das Internet können Sie zwar erkennen ob Sie an gewissen Symptomen leiden, aber die Erstdiagnose von Diabetes muss zwingend von einem örtlichen Arzt gestellt werden. 

    Ergänzende Methoden, die man selbst durchführen kann, sind Diabetes-Teststreifen für Zuhause. Diese Methoden gelten allerdings als ungenau und können keinen Arztbesuch ersetzen

    Was ist Diabetes?

    Diabetes einfach erklärt

    Was im Volksmund als „Zuckerkrankheit“ bekannt ist, firmiert in Fachkreisen unter der Bezeichnung „Diabetes mellitus“. Es handelt sich dabei konkret um eine Gruppe unterschiedlicher Stoffwechselerkrankungen, die allesamt mit einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel einhergehen. Betroffene benötigen lebenslange medizinische Betreuung.

    Es gibt unterschiedliche Formen von Diabetes. Gemein ist ihnen allen, dass der Körper selbst nicht genügend Insulin produziert bzw. auf das gebildete Insulin nicht richtig reagiert

    Diabetes Formen erklärt

    Welche Formen von Diabetes gibt es?

    Dass es nicht nur eine Form von Diabetes gibt, ist seit Längerem bekannt. Wie sich die unterschiedlichen Varianten auf den Alltag auswirken, wissen allerdings meist nur die betroffenen selbst. Die Einteilung wurde erstmals 1965 von der Weltgesundheitsorganisation vorgenommen und hat sich seither mehrmals geändert. 

    Der aktuelle Stand sieht folgendermaßen aus:

    Diabetes Typ 1:

    Die seltenere Variante wird von einer Autoimmunerkrankung ausgelöst, die die (ausreichende) Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse verhindert. In der Drüse befinden sich sogenannte Beta-Zellen, die eigentlich für die Insulin-Produktion verantwortlich wären. Bei Diabetes Typ 1 greift das körpereigene Immunsystem genau diese Zellen an und zerstört sie. Dadurch entsteht ein Insulinmangel, der sich mit der Zeit noch verschlechtert.

    Diabetes Typ 2:

    Die am weitesten verbreitete Diabetes-Art zeichnet sich dadurch aus, dass in der Bauchspeicheldrüse zwar ausreichend Insulin produziert wird, die Zielzellen damit aber nicht richtig umgehen können. Sie werden mit der Zeit immer unempfindlicher gegenüber Insulin und entwickeln eine Insulinresistenz, sie können also die Glukose (den Zucker) nicht mehr richtig aufnehmen. Dadurch bleibt zu viel Zucker im Blut zurück, was wiederum die Bauchspeicheldrüse zu vermehrter Insulinproduktion anregt. Diese Überproduktion kann sie allerdings nicht für immer aufrechterhalten. Irgendwann ist sie erschöpft, sie produziert dann zu wenig Insulin. Die Folge ist ein Mangel, der einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel nach sich zieht.

    Früher war Diabetes Typ 2 auch als Altersdiabetes bekannt, mittlerweile erkranken aber auch immer mehr junge Leute daran.

    Diabetes Typ 3:

    Hier werden alle Diabetes-Arten gesammelt, die nicht zu den Typen 1 und 2 zu zählen sind. Unterschieden wird dabei anhand der Ursachen, wie zum Beispiel genetische Defekte, Erkrankungen, Infektionen, medikamentöse oder chemische (Alkohol etc.) Trigger. Dem Auslöser entsprechend gibt es verschiedene Unterarten der Typ 3 Diabetes (3a bis 3h).

    Schwangerschaftsdiabetes:

    Ein gänzlich eigenständiger Diabetes-Typ. Während einer Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt einer Frau drastisch. Leicht erhöhte Blutzuckerwerte sind dabei keine Seltenheit. Liegen diese aber über einer bestimmten Grenze, ist die Rede von Schwangerschaftsdiabetes. Üblicherweise normalisiert sich nach der Schwangerschaft alles wieder. Wird der Diabetes aber nicht früh genug erkannt, kann er Komplikation bei Mutter und ungeborenem Kind auslösen.

    Diabetes Auslöser

    Wodurch wird Diabetes ausgelöst?

    So wie es verschiedene Arten der Diabetes gibt, existieren je nach Krankheits-Typ auch unterschiedliche Auslöser. Manche Gründe liegen sogar noch im Dunkeln.

    Auslöser für Typ 1 Diabetes

    Wodurch wird Typ 1 Diabetes ausgelöst?

    Genetische Veranlagung:

    Typ 1 Diabetes ist eine sogenannte polygene Erkrankung. Das heißt, dass bei ihrer Entstehung mehrere verschiedene Gene beteiligt sind. Die Forschung hat bisher mehr als 20 relevante Abschnitte lokalisiert, die das Krankheitsrisiko erhöhen. Da die Gene vererbt werden, haben Menschen mit familiärer Diabetes-Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko.


    Weitere Faktoren:

    Die eine klare Ursache für Diabetes Typ 1 konnte bisher nicht gefunden werden. Bei der Entstehung der Krankheit spielen neben der genetischen Disposition aber auf jeden Fall noch weitere Faktoren eine Rolle. Dazu zählen unter anderem Virusinfektionen, Umwelteinflüsse oder ein fehlgesteuertes Immunsystem.

    Auslöser für Typ 2 Diabetes:

    Wodurch entsteht Diabetes Typ 2?

    Genetische Veranlagung:

    Auch beim Entstehen von Typ 2 Diabetes spielt die genetische Prädisposition eine große Rolle. Allerdings müssen hier einige andere Faktoren dazukommen, damit die Krankheit auch wirklich ausbricht.


    Ungesunder Lebensstil:

    Wer nicht auf seinen Körper achtgibt, der riskiert das Entstehen einer Typ 2 Diabetes. Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel sind allesamt Trigger für das Ausbrechen der Krankheit. Legen bereits Kinder einen derart ungesunden Lebensstil an den Tag, können auch sie bereits an Typ 2 Diabetes erkranken.

    Auslöser für Typ 3 Diabetes:

    Wodurch entsteht Diabetes Typ 3?

    Einflüsse von außen:

    Eine Typ 3 Diabetes entsteht oft durch externe Faktoren wie etwa Virusinfektionen, Chemikalien oder Medikamente.


    Körperliche Gründe:

    Neben den Einflüssen von außen spielen auch Gendefekte und Autoimmunerkrankungen eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entstehung von Typ 3 Diabetes.

    Diabetes Symptome

    Wie macht sich Diabetes bemerkbar?

    Das grundlegende Problem mit Diabetes-Symptomen ist, dass sie eher unspezifisch sind. Das heißt, sie treten zwar deutlich auf, führen aber nicht sofort und unweigerlich zur Diagnose „Diabetes“. Sie könnten in Wahrheit auf viele andere Krankheiten bzw. Mängel hinweisen.

    Die grundlegenden Symptome ähneln sich bei allen bekannten Diabetes-Arten stark, in manchen Punkten unterscheiden sich die unterschiedlichen Ausformungen dann aber doch.

    Symptome von Typ 1 Diabetes:

    Woran erkennt man Diabetes Typ 1?

    Bei all diesen Symptomen handelt es sich im Fall von Diabetes um Anzeichen dafür, dass er Körper nicht mehr mit dem Insulinmangel klarkommt. Die Krankheit selbst ist da schon längst ausgebrochen.

    Symptome von Typ 2 Diabetes:

    Woran erkennt man Diabetes Typ 2?

    Das Tückische an Typ 2 Diabetes ist, dass die Krankheit zunächst unbemerkt verläuft. Die Symptome sind nicht sonderlich auffällig, ihre Ursache suchen die meisten Betroffenen im Älterwerden.

    Die Symptome einer Typ 3 Diabetes unterscheiden sich nicht von jenen der anderen beiden Varianten. Das zentrale Merkmal der Krankheit besteht ja in allen drei Fällen: der erhöhte Blutzuckerspiegel. 

    Verdacht auf Diabetes

    Es besteht Verdacht af Diabetes? Was tun?

    Der Hausarzt ist der erster Ansprechpartner bei Verdacht auf Diabetes. Anschließend folgen Überweisungen an Spezialisten. Als Lotse im Gesundheitswesen ist der Hausarzt, also entweder der praktische Arzt oder Arzt für Allgemeinmedizin, auch bei Verdacht auf Diabetes der richtige Arzt. 

    Mit einem Diabetes Test kann die Zuckerkrankheit diagnostiziert werden. Dabei wird festgestellt, ob der Patient im nüchternen Zustand auffällig hohe Blutzuckerwerte aufweist, die auf eine Diabetes-Erkrankung schließen lassen. Zur Verfügung stehen dabei zahlreiche Testmethoden, wobei sich der klassische Bluttest bewährt und als Standarddiagnoseverfahren etabliert hat. 

    Kommen dabei keine eindeutigen Ergebnisse heraus, führt der Arzt zusätzlich einen Glukose-Toleranztest oder einen HbA1c-Test durch.

    Angst vor Diabetes lindern

    Wie lässt sich die Angst vor Diabetes verhindern?

    Es gibt gewisse Risikofaktoren für das Ausbrechen einer Diabetes-Erkrankung. Dazu zählen unter anderem Übergewicht, mangelnde Bewegung, falsche Ernährung, Rauchen, Schlafmangel oder psychischer Stress. Allesamt Aspekte, mit denen in unserer hektischen, industrialisierten Welt jeder schon einmal zu tun hatte.

    Für wen diese Aufzählung allerdings nach Alltag klingt, der hat ein erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Diese Menschen leiden meist vermehrt an einer Angst vor Diabetes.

    Lindern lässt sich diese am besten auf zwei Arten: Kontrolle und Vorsorge.

    Tipps gegen die Angst vor Diabetes

    Grundlageninfos einholen:

    Informieren Sie sich zum Beispiel über Ihre Familiengeschichte. Gab/gibt es nahe Verwandte, die an Diabetes leiden? Wenn ja, besteht eine nicht unwesentliche Chance, dass Sie auch daran erkranken könnten. Falls nicht, stehen Ihre Chancen gut.


    Blutwerte messen:

    Bei Diabetes Typ 1a lassen sich Antikörper gegen Insulin im Blut nachweisen, teilweise sogar Jahre vor Krankheitsausbruch. Außerdem gibt es die Möglichkeit, seinen Glukosespiegel im Blut und im Urin bestimmen zu lassen. Sehen die Ergebnisse gut aus, lässt sich die Angst dadurch dämpfen. Bekommen Sie schlechte Nachrichten, können Sie zumindest zeitnah mit der passenden Therapie beginnen und so wieder Lebensqualität zurückbekommen.


    Mehr Bewegung:

    Übergewicht zählt zu den größten Risikofaktoren in Sachen Diabetes. Durch mehr Bewegung stärken Sie nicht nur Ihr Herz-Kreislauf-System, sondern reduzieren auch Ihr Übergewicht. Zudem setzt Sport Glückshormone frei, was wiederum Ängste abbauen kann.


    Gesündere Ernährung:

    Verzichten Sie, soweit sinnvoll, auf die gleichzeitige Kombination von Fett und Zucker. Die meisten Menschen nehmen deutlich zu viel davon zu sich. Wer sich gesünder ernährt, z. B. Lowcarb oder Keto-Methode, der tut nicht nur sich und seinem Körper etwas Gutes, sondern senkt bei genetischer Vorbelastung auch das Risiko eines Diabetes-Ausbruchs.


    Angst überwinden:

    Die meisten Menschen kennen Ihren Körper eigentlich recht gut und haben ein Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt. Manche verzichten dann aber aus Angst vor schlechten Nachrichten auf den Gang zum Arzt. Dabei ist Diabetes heute sehr gut behandelbar. Betroffene haben im Alltag nur sehr geringe Einschränkungen zu fürchten. Ein Arztbesuch kann also nur positive Auswirkungen haben. Wer den Gang in eine Praxis aus Schamgefühlen nicht antreten möchte, der hat die Möglichkeit, eines der unzähligen Online-Medizinangebote in Anspruch zu nehmen.

    Wer sich umfassend mit Diabetes beschäftigt, der nimmt dieser Erkrankung viel von ihrem Schrecken.

    Information, Änderung des Lebensstils und die Zusammenarbeit mit Ärzten oder Therapeuten sorgen gemeinsam dafür, dass die Einschränkungen im Alltag so gering wie möglich sind und niemand mehr Angst vor Diabetes haben muss.

    Arztbesuche bei Diabetes

    Welche Arzttermine sind bei Diabetes nützlich?

    Der Bluttest beim Arzt ist bekannteste Standardmethode zur Diagnose der Diabetes-Erkrankung.

    Bei der Blutabnahme sollten Patienten nüchtern erscheinen, damit der Wert der Nüchtern-Glukose zweifelsfrei festgestellt werden kann. Die Blutprobe wird anschließend entweder ins Labor geschickt, oder bereits in der Praxis analysiert- sofern ein entsprechendes Gerät zur Verfügung steht. Kurze Zeit später kann das Ergebnis mit dem Arzt besprochen werden. 

    Sind die Ergebnisse des Bluttests – aus welchen Gründen auch immer – unklar, dann bittet der Arzt normalerweise zum sogenannten Glukose-Toleranztest. Bei diesem Test muss der Patient eine Zuckerlösung trinken, wobei der Arzt währenddessen kontrolliert, wie der Stoffwechsel mit dem zugeführten Zucker umgeht.
     

    Mithilfe eines HbA1c-Tests kann der durchschnittliche Blutzuckerwert der vergangenen acht Wochen festgestellt werden. Hierbei handelt es sich um einen Langzeittest, der allerdings seine Tücken hat. Schließlich ergeben zu niedrige und zu hohe Blutzuckerwerte, die sich die Waage halten, einen optimalen Durchschnittswert.

    Der HbA1c-Test sollte daher niemals als einziger Test durchgeführt werden. In Kombination mit anderen Methoden stellt er allerdings eine hilfreiche Ergänzung dar.

    Da das Herz-Kreislaufsystem nicht selten Schäden durch die Zuckerkrankheit erleidet, ist es im Verlauf fast immer notwendig, einen Kardiologen aufzusuchen. Mittels Herzkatheter, Sonografie oder EKG können Rückschlüsse auf mögliche Arterienverkalkungen oder sonstige Gefäßschäden gezogen werden.

    Viele an Diabetes, Typ 1 oder Typ 2, Erkrankte erleiden während ihrer Krankheitsgeschichte Nierenschäden. Deshalb sollte möglichst frühzeitig auch ein Facharzt für Urologie oder Nephrologie, also Nierenheilkunde, konsultiert werden.

    Der Nierenspezialist kann dabei helfen, den Blutzucker optimal einzustellen und damit Spätschäden an den Nieren zu verhindern. Insbesondere eine langjährig nicht erkannte Zuckerkrankheit kann zu Schädigungen der peripheren Nerven führen.

    Spätestens dann, wenn ein entsprechender Verdacht auf eine Nervenschädigung besteht, sollte ein Neurologe aufgesucht werden. Durch spezielle Untersuchungen kann der Nervenarzt das Ausmaß der Schädigungen schnell feststellen und gezielte Therapien einleiten.
     

    Wer an einem Diabetes oder an einer Vorstufe, dem sogenannten Prä-Diabetes leidet, sollte wenigstens einmal jährlich einen Augenarzt aufsuchen.

    Der Ophthalmologe richtet sein Augenmerk insbesondere auf den Augenhintergrund eines Patienten und kann bereits frühzeitig auch kleinste Gefäßschäden an der Netzhaut feststellen, welche durch die Zuckerkrankheit verursacht werden können.

    Bei Diabetikern treten im Vergleich zu Stoffwechselgesunden vermehrt Entzündungen in der Mundhöhle auf. Die sogenannte Parodontitis ist also eine häufige Folgeerkrankung bei Diabetikern mit langjährigem Krankheitsverlauf.

    Zur Prophylaxe aber natürlich auch zur Therapie ist es daher sinnvoll, regelmäßig einen Zahnarzt aufzusuchen.

    Manche Zahnärzte verfügen auch über entsprechende Fachweiterbildungen, um zuckerkranke Patienten optimal betreuen und versorgen zu können. Wird eine Parodontitis nicht rechtzeitig durch einen Zahnarzt behandelt, so erhöht sich die Insulinresistenz. Dies kann wiederum die Einstellung des Blutzuckers auf ein annehmbares Maß zusätzlich erschweren kann.

    Deshalb sollten Diabetiker, auch wenn zunächst keine Beschwerden in der Mundhöhle oder an den Zähnen wahrnehmbar sind, regelmäßig Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrnehmen. Die deutsche Gesellschaft für Diabetologie empfiehlt darüber hinaus in ihren Leitlinien eine professionelle Zahnreinigung zweimal jährlich vornehmen zu lassen, dadurch sinkt das Risiko für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen.

    Eine professionelle Fußpflege durch einen Podologen sollte ebenfalls immer in die ganzheitliche Therapie von Diabetikern mit einbezogen werden. Denn als Fußspezialist kann der Podologe typische Veränderungen durch die Zuckerkrankheit frühzeitig erkennen und mittels fachgerechter Beratung, Behandlung und Pflege versorgen. Auch die Beratung zum optimalen Schuhwerk für Diabetiker kann sich als äußerst hilfreich herausstellen.

    Diabetes Behandlung

    Wie lässt sich Diabetes behandeln?

    Behandeln lassen sich alle Arten von Diabetes, heilen hingegen nicht. Während bei einem Typ 2 Diabetes durchaus gute Chancen gegeben sind, ist bei einer Typ 1 Variante der Stoffwechsel oder die Insulinproduktion derart geschädigt, dass es dafür nach aktuellem Stand der Medizin keine Heilung gibt.

    Dank moderner Therapiemethoden können Betroffene allerdings ein beschwerdefreies Leben führen.

    Diabetes Typ 1 Therapie

    Wie wird Diabetes Typ 1 behandelt?

    Bei einem Typ 1 Diabetes ist Insulin der zentrale Faktor in der Behandlung. Der vorliegende Mangel lässt sich durch die Gabe von Insulin via Spritze, Pen oder Insulinpumpe zumindest kurzfristig beheben.

    Wie stark die Dosis sein muss, hängt von zahlreichen anderen Faktoren ab. Dazu zählen etwa die Ernährung, die Fitness, eine andere Krankheit (z. B. Infektion) oder eine Schwangerschaft.

    Diabetes Typ 2 Therapie

    Wie wird Diabetes Typ 2 behandelt?

    Bei Typ 2 Diabetes steht hingegen vielmehr eine Umstellung des Lebensstils im Fokus. Die ist natürlich bei Typ 1 ebenso förderlich, bei Typ 2 können ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung hingegen bereits ausreichen, den Blutzucker unter den kritischen Grenzwert zu senken. Gelingt dies nicht, gibt es immer noch die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung.

    Grundsätzlich fußt eine umfassende Diabetes-Therapie auf folgenden drei Säulen: Änderung der Lebensgewohnheiten, Information/Kontrolle und Medikation.

    Änderung der Lebensgewohnheiten:

    Regelmäßige Bewegung und auf Diabetes abgestimmte Ernährung sind in Kombination sehr wirksam. Die Änderungen im Lebensstil werden gemeinsam mit den behandelnden Ärzten erarbeitet.


    Information/Kontrolle:

    Diabetespatienten erhalten in speziellen Schulungen alle Informationen über den richtigen Umgang mit der Krankheit im Alltag. Besonders wichtig ist dabei, zu erlernen, wie man den Blutzucker selbstständig messen und kontrollieren kann. Üblicherweise umfasst eine derartige Schulung mehrere Termine.


    Medikation:

    Bei Typ 1 Diabetes ohnehin nötig, bei Typ 2 erst dann, wenn sich die Glukose-Zielwerte nicht mehr über einen gesunden Lebensstil erreichen lassen.

    Online Hilfe gegen Diabetes

    Online-Behandlung bei Diabetes? Kann das funktionieren?

    Das Angebot an Online-Gesundheitsdienstleistern ist mittlerweile enorm angewachsen. Sie finden im Netz quasi alles, was Sie auch in einer normalen Arztpraxis bzw. einer Apotheke erwartet.

    Wer also Angst vor einem Praxisbesuch hat oder aus anderen Gründen das Aufsuchen des Hausarztes scheut, der findet online viele gute Alternativen.

    Online Kliniken mit Rezept Service

    Medikamente zur Diabetes Therapie online bestellen

    Wer bereits die Diagnose „Diabetes“ bekommen hat, der weiß meist, welche Medikamente er benötigt. Der Gang zum Arzt, nur um ein Präparat nachzubestellen, ist vielen Menschen zu aufwendig.

    Zum Glück gibt es bereits seit 2004 viele Online-Kliniken wie etwa euroClinix oder Dokteronline, bei denen man via Fragebogen eine Online Diagnose starten kann. Konnte ein Rezept ausgestellt werden erfolgt die Lieferung der Antidiabetika mit Express-Kurierdiensten.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Belastungs-EKG – Wie funktioniert es? | Praxis KardioMUC
      2. Belastungs-EKG: Was es sagt und was nicht | Kardiologie.org

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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