Asthma erklärt

Aufklärung, Tipps und Hilfe bei Asthma

Asthma (Asthma bronchiale) ist eine chronische Lungenerkrankung, die zu einer Überempfindlichkeit und Verengung deiner Atemwege führt. Diese Verengung kann Atemnot, Husten, Pfeifgeräusche beim Atmen und bei manchen auch Angstzustände und Stress auslösen.

Du kannst das Risiko für Asthmaanfälle durch medikamentöse Behandlung und das Vermeiden von Trigger-Faktoren wie Allergenen, Infektionen und Stress stark reduzieren. Dadurch werden Ängste und Sorgen im Zusammenhang mit Asthma vermieden oder gelindert.

In diesem Artikel erklären wir dir in verständlicher Sprache, welche Formen von Asthma es gibt, wie diese erkannt, diagnostiziert und behandelt werden. Unser Artikel ist dabei komplett Werbefrei

Übersicht:
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    Was ist Asthma?

    Definition von Asthma
    In Kürze:

    Asthma, auch Asthma bronchiale oder Bronchialasthma, ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien überempfindlich auf Reize und Umwelteinflüsse reagieren. Es kommt zu anfallsweise auftretender Atemnot infolge einer Bronchialobstruktion (akuten Verengung der Atemwege).

    Asthma genauer erklärt:

    Stell dir vor, deine Lunge wäre ein großer, verzweigter Baum. Die Bronchien sind wie die Hauptäste dieses Baumes, die die frische Luft von der Luftröhre – dem Stamm – bis hin zu den kleinsten Zweiglein und Blättern, den Lungenbläschen oder Alveolen, leiten.

    Deine Luftröhre teilt sich in zwei große Äste auf, einen für jede Lunge. Diese großen Äste heißen Hauptbronchien und sie bilden den Anfang des sogenannten Bronchialbaums. In deiner rechten Lunge teilen sie sich in drei kleinere Äste und in deiner linken Lunge in zwei. Diese Verzweigungen gehen dann weiter in noch kleinere Äste, die sogenannten Segmentbronchien, die die Luft tief in jeden Winkel deiner Lungen transportieren.

    Jetzt kommt der Teil, wo die Magie passiert: der Gasaustausch. Die feinsten Verzweigungen am Ende deines Bronchialbaums, die Bronchiolen und die winzigen Alveolen, sind dafür zuständig.

    Hier wird der Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft ins Blut abgegeben und gleichzeitig das Kohlendioxid aus deinem Blut in die Luft in den Lungen übertragen, damit du es ausatmen kannst.

    Je tiefer die Luft in deinen Lungenbaum gelangt, desto mehr kleine Zellen gibt es, die Schleim produzieren. Dieser Schleim hilft, deine Lungen sauber und feucht zu halten, indem er Staub und andere kleine Partikel einfängt

    Was passiert bei Asthma?

    In Kürze:

    Bei Asthma reagiert deine Lunge ein bisschen wie eine überempfindliche Alarmanlage: bestimmte Auslöser wie Pollen, Staub oder Stress sorgen dafür, dass sich das Bronchialgewebe entzündet, anschwillt und mehr Schleim als üblich produziert. Dadurch wird der Weg, den die Luft in deinen Lungen nehmen kann, enger – es ist, als würdest du versuchen, durch einen Strohhalm zu atmen, der langsam zugekniffen wird.

    Genauer erklärt:

    In deinen Bronchien, den Luftwegen in deinen Lungen, befindet sich eine Schicht glatter Muskeln. Stell dir diese Muskeln wie einen Gürtel vor, der um die Luftwege gelegt ist.

    Bei Asthma ziehen sich diese Muskeln zusammen (kontrahieren), besonders wenn du auf etwas reagierst, das deine Asthma-Symptome auslöst. Das enge Gefühl in deiner Brust bei einem Asthmaanfall? Das ist der Moment, wenn der „Gürtel“ zugezogen wird.

    Normalerweise halten kleine Knorpelringe deine Luftwege offen, ähnlich wie die Ringe, die einen Strohhalm offen halten. Aber je tiefer du in den Bronchialbaum kommst, desto weniger dieser stützenden Knorpel gibt es, was bedeutet, dass deine kleineren Luftwege besonders anfällig für das Zuziehen sind.

    Bei einem Asthmaanfall passieren also zwei Dinge: Erstens wird der Innenraum deiner Luftwege durch Schwellung und Schleimproduktion enger, und zweitens sorgt die Kontraktion der Muskeln für eine noch stärkere Verengung.

    Das macht das Atmen schwer und führt zu den typischen Asthma-Symptomen wie pfeifendem Atem, Husten und dem Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.

    Asthma Formen

    Die unterschiedlichen Formen von Asthma erklärt

    Es wird zischen allergischem Asthma, welches durch bestimmte Allergene ausgelöst wird und oft zusammen mit anderen Allergien auftritt, und nicht-allergischem Asthma, welches durch körpereigene Reize ausgelöst wird und sich im Laufe des Lebens entwickelt, unterschieden.

    Die beiden Gruppen lassen sich in weitere Unterformen wie überempfindliches bzw. schweres Bronchialasthma, Kinderasthma, saisonales oder berufsbedingtes Asthma oder die Kategorien eosinophiles und nichteosinophiles Asthma unterteilen.

    In den meisten Fällen tritt eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma auf. Es ist wichtig, dass eine genaue Diagnose gestellt wird, um eine individuell abgestimmte Therapie entwickeln zu können.

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    Extrinsisches oder allergisches Asthma

    Ausgelöst durch bestimmte allergische Reaktionen.

    Allergisch exogenes oder extrinsisches Asthma wird durch den Kontakt des Körpers mit gewissen allergieauslösenden Stoffen in der Umwelt verursacht.

    Dabei kommt es zur Verengung und Entzündung der Bronchien durch eine allergische Reaktion. Diese wird durch die Ausschüttung von allergieauslösenden Botenstoffen wie Histamin, Bradykinin oder Leukotrienen verursacht.

    TriggerFaktoren können vielseitiger Natur sein wie Hausstaubmilben, Pollen, Tierhaare, Schimmelpilze oder bestimmte Lebensmittel.

    Die Symptome von allergischem oder nicht-allergischem Asthma unterscheiden sich nur bedingt und zeichnen sich durch Atemnot, Kurzatmigkeit, Husten und pfeifenden Atemgeräuschen aus.

    Die Exposition mit einem Allergen kann bei allergischem Asthma zu einer Sofortreaktion nach dem Einatmen oder zu einer Spätreaktion mehrere Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen führen.

    Saisonales Asthma

    Am häufigsten im Frühling, Sommer oder Herbst.

    Saisonales Asthma ist eine Form des allergischen Asthmas, die durch saisonale allergische Reize ausgelöst wird. Diese Reize können Pollen von Gräsern, Bäumen oder Kräutern sein.

    Diese Form von Asthma tritt während bestimmter Jahreszeiten wie Frühling, Sommer oder Herbst auf, wenn die saisonalen Pflanzen blühen.

    Berufsbedingtes Asthma

    Häufig ausgelöst durch Chemikalien oder Dämpfe

    Auch berufsbedingtes Asthma ist eine Form des extrinsischen oder allergischen Asthmas, die durch beruflich bedingte Allergene oder irritierende Substanzen ausgelöst wird.

    Diese Substanzen können diverse Chemikalien, Dämpfe, Staub, Rauch oder Pilzsporen sein, die bei der Arbeit inhaliert werden. Die Symptome unterscheiden sich nicht von anderen Asthma-Formen. Die Vermeidung von allergischen oder irritierenden Substanzen durch Schutzmaßnahmen und -kleidung am Arbeitsplatz kann das Risiko auf berufsbedingtes Asthma reduzieren.

    Betroffene sollten regelmäßig ihren Arzt konsultieren und die berufliche Umgebung genau überwachen, um eine weitere Verschlechterung der Lungengesundheit zu verhindern.

    Nicht-allergisches Asthma

    Intrinsisches oder nicht-allergisches Asthma

    Nicht-allergisch endogenes oder intrinsisches Asthma wird durch körperfremde Reize ausgelöst. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig erforscht.

    Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen handelt es sich beim nicht-allergischen Asthma um eine Form, bei der eine Kombination von genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielen.

    Mögliche Ursachen können Infektionen, Medikamentenunverträglichkeiten, Arzneimittelnebenwirkungen, die Exposition durch toxische oder irritierende Stoffe, körperliche Überanstrengungen sowie emotionale Stresssituationen sein. 

    Eosinophiles Asthma

    Schwere Formen des Asthmas

    Eine seltene Form des schweren Asthmas ist das eosinophile Asthma, bei dem Betroffene trotz Therapie eine Verschlechterung ihres Zustandes und starke, immer wiederkehrende Symptome beschreiben.

    Eosinophiles Asthma kann allergisch oder nicht-allergisch bedingt sein und tritt meist im Erwachsenenalter auf. Es lässt sich durch eine erhöhte Anzahl an eosinophilen Granulozyten im Blut und den Atemwegen diagnostizieren.

    Eosinophile Granulozyten gehören zu den körpereigenen Zellen des Immunsystems und sind eine Unterform der weißen Blutkörperchen. Eine übermäßige Ansammlung dieser Zellen kann zu Entzündungen und Schäden an der Lunge und den Atemwegen führen.

    Die genaue Ursache von eosinophilem Asthma ist wenig erforscht, es wird jedoch vermutet, dass es durch eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren ausgelöst wird.

    Die Symptome unterscheiden sich nicht von anderen Asthma-Formen, allerdings leiden Betroffene oft zusätzlich an chronischen Entzündungen der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhaut.

    Unkontrolliertes Asthma

    Aufklärung über schweres unkontrolliertes Asthma

    Wenn eine reguläre Behandlung keine adäquate Kontrolle der Symptome mit sich bringt, spricht man von schwerem unkontrolliertem Asthma.

    Betroffene leiden vermehrt unter Asthma-Symptomen und müssen oft zum Notfall-Inhalator greifen. Bei unkontrolliertem Asthma erhört sich die Gefahr, unter Asthma-Exazerbation (akute oder subakute Episoden von progressiver Verschlechterung der Symptome) oder einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion zu leiden.

    Asthma Anzeichen

    Welche Symptome kennzeichnen Asthma?

    Asthma kann sich durch verschiedene Symptome und Beschwerden äußern. Hierzu gehören vor allem eine Kurzatmigkeit, Atemnot, Husten, insbesondere nachts und frühmorgens, sowie Keuch-, Zisch- und Pfeifgeräusche beim Atmen (Giemen).

    Betroffene beschreiben oft ein Engegefühl im Brustkorb, Atemnot bei körperlicher Anstrengung oder in Ruhezuständen. Es können auch Atembeschwerden während oder nach emotionalen Ereignissen auftreten.

    Je nach Schwere der Asthma-Erkrankung können die Symptome variieren und in Schüben oder chronisch auftreten. Die Krankheitszeichen können sich mit der Zeit auch verändern.

    Häufige Asthma Symptome:

    Welcher Arzt bei Asthma?

    Welcher Arzt behandelt und diagnostiziert Asthma?

    Besteht der Verdacht auf eine Asthma-Erkrankung, sollte ehestmöglich ein Lungenfacharzt oder ein Pneumologe aufgesucht werden. Dieser wird nach einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung und weiteren diagnostischen Tests eine Diagnose stellen und einen geeigneten Behandlungsplan empfehlen. 

    Ärzte, die Asthma diagnostizieren können, sind:

    Asthma diagnostizieren

    Wie funktioniert die Asthma-Diagnose?

    Eine ärztliche Diagnose wird in der Regel mit der Anamnese gestartet, um die Krankengeschichte zu eruieren und andere Krankheiten auszuschließen. Zusätzlich werden weitere körperliche Untersuchungen, Lungenfunktionstests, ein Allergietest und eine Blutuntersuchung durchgeführt.

    Körperliche Untersuchung:

    Bei der körperlichen Untersuchung liefern trockene Nebengeräusche beim Atmen, eine zentrale Zyanose (Blaufärbung der Haut bzw. Schleimhäute) und Untersuchungen der Lunge erste Erkenntnisse.

    In weiteren Lungenfunktionstests wird die Fähigkeit des Patienten, Luft aus und in die Lungenflügel zu atmen, gemessen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Ausatemkapazität und dem Residualvolumen (Restluft in der Lunge nach dem Ausatmen).

    Sie zeigen, ob die Lungenfunktion und das Lungenfüllvolumen eingeschränkt sind und können mittels Luftstrom Asthma bestätigen. Die Lungenfunktion wird mithilfe von Spirometrie oder ergänzend mit einer Ganzkörperplethysmografie und einer Peak-Flow-Messung beurteilt.

    Provokationstest:

    Beim Provokationstest wird die Lungenfunktion während der Inhalation einer körpereigenen Substanz (Methacholin oder Histamin) gemessen, die bei Asthmatikern zu einer Verengung der Bronchien führt.

    Besteht ein Verdacht auf allergisch bedingtes Asthma, wird das Blut auf Immunglobulin E (IgE) Antikörper untersucht. Menschen mit Allergien weisen einen erhöhten IgE-Wert auf. Verschiedene Teststoffe können in die Haut eingeritzt (Pricktest) oder bei direktem Allergie-Verdacht über spezifische Antikörper (RAST-Test) im Blut nachgewiesen werden.

    Weitere Verfahren:

    Zusätzlich können bildgebende Verfahren wie Computertomografie oder Röntgenaufnahmen des Brustkorbs weitere Informationen über die Lunge, mögliche Infektionen, Fehl- oder Neubildungen geben und andere Ursachen ausschließen.

    Untersuchungen:

    Asthma-Diagnoseverfahren im Detail:

    Es werden Fragen zu Symptomen, dem Krankheitsverlauf und eventuellen Risikofaktoren gestellt. Seit wann und unter welchen Umständen treten die Symptome auf und gibt es in der Familie eine Geschichte von allergischen Reaktionen oder Asthma?

    Betroffene werden auf mögliche körperliche Anzeichen wie veränderte Atemgeräusche, Hyperämie im Rachenbereich oder Zyanose untersucht. Zusätzlich erfolgt eine Lungenuntersuchung.

    Lungenfunktionstests messen die Fähigkeit des Patienten, Luft aus und in die Lungenflügel zu atmen. Sie zeigen, ob die Lungenfunktion und das Lungenfüllvolumen eingeschränkt sind und können durch Messen des Luftstroms Anzeichen von Asthma bestätigen.

    Um allergisches Asthma zu diagnostizieren oder auszuschließen, werden ein Allergietest (Pricktest) und eine Blutuntersuchung durchgeführt. Damit können die Substanzen, auf die ein Betroffene allergisch reagiert, eruiert werden.

    Dieses medizinische Verfahren wird verwendet, um die Funktion der Lunge und die Empfindlichkeit der Bronchien bei Patienten mit (Verdacht auf) Asthma oder anderen Lungenerkrankungen zu überprüfen. Hierbei wird ein Trigger-Stoff (Histamin, Methacholin) inhaliert und die Reaktion der Bronchien beobachtet.

    Bildgebende Verfahren können zusätzliche Informationen über die Lunge, mögliche Infektionen, Fehl- oder Neubildungen geben und andere Ursachen ausschließen.

    Gut zu wissen

    Asthma wird in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese (Patientengeschichte), körperlicher Untersuchung, Lungenfunktionstests und eventuellen allergischen Tests diagnostiziert. Ein Provokationstest kann zusätzlich durchgeführt werden, um die Diagnose zu bestätigen oder auszuschließen.

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    Asthmaanfall

    Was genau ist ein Asthmaanfall?

    Asthma-Patienten leiden unter einer chronisch entzündeten Bronchialschleimhaut, wodurch diese angeschwollen und damit der Durchflussquerschnitt der Atemluft verengt ist.

    Bei einem Asthmaanfall wirken verschiedene Reize auf den Körper, wodurch die Bronchialschleimhaut weiter anschwillt und die Bronchialmuskulatur verkrampft. Es kommt zu einer plötzlichen und oft schwerwiegenden Verschlechterung der Symptome.

    Die Atemwege sind stark verengt und eine Überproduktion von Schleim erschwert das Atmen. Infolge entwickelt sich Kurzatmigkeit oder akute Atemnot mit Erstickungsangst, die wiederum zu Panik und zu verstärkter Atemnot führen kann.

    Mit Medikamenten, Atemübungen und atemerleichternden Stellungen können Betroffene rechtzeitig gegensteuern, um aus diesem Kreislauf auszubrechen.

    Ein Asthmaanfall kann durch verschiedene Faktoren wie Infektionen, Umweltreizstoffen, psychische Faktoren oder körperliche Anstrengung ausgelöst werden. Die Behandlung sollte schnell und effektiv stattfinden und Patienten stets einen Asthma-Notfallplan parat haben.

    Asthmaanfall sofort verhindern

    Wie wird ein akuter Asthmaanfall behandelt?

    Im Falle eines Asthmaanfalls ist es wichtig, den eigenen Asthma-Notfallplan zu befolgen und schnellstmöglich die verordneten Notfallmedikamente einzunehmen. 

    Betroffene sollte Ruhe bewahren und versuchen, tief und langsam zu atmen. Eine aufrechte Sitzposition kann die Lunge zusätzliche entlasten und zur Entspannung der verkrampften Bronchien führen.

    Falls die Symptome nicht innerhalb weniger Minuten nach Einnahme des Notfallmedikaments nachlassen, sollte der Notarzt gerufen oder eine Notaufnahme aufgesucht werden.

    Asthmaanfall vorbeugen

    Wie lässt sich ein Asthmaanfall langfristig verhindern?

    Asthmaanfälle können durch die Identifizierung der auslösenden Ursachen und Faktoren langfristig unter Kontrolle gebracht oder verhindert werden.

    Akute Anfälle können durch allergische Reaktionen, bestimmte Arten von Umweltbelastungen (kalte Luft, Tabakrauch etc.), psychische Faktoren (Stress, starke Emotionen), körperliche Anstrengung und Infektionen ausgelöst werden. Durch die gezielte Vermeidung diese Faktoren wird das Risiko eines Asthmaanfalls stark reduziert.

    Eine bewusste und gesunde Lebensweise kann das Risiko von Asthmaanfällen weiter senken. Dazu zählen eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Sport, Vermeidung von Umweltbelastungen sowie eine Verringerung des körperlichen und emotionalen Stresslevels.

    Um den Zustand der Atemwege langfristig zu verbessern und das Risiko eines Anfalls auf Dauer zu verringern, ist eine regelmäßige medikamentöse Therapie in Zusammenarbeit mit einem Arzt unbedingt erforderlich. Ärzte verschreiben in der Regel Inhalatoren mit bronchodilatierenden Wirkstoffen (Beta-2-Agonisten) oder kortikoidhaltige Präparate.

    In schweren Fällen ist eine intensivere Behandlung mittels Kontrolltherapie notwendig, um den Zustand der Atemwege zu stabilisieren.

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    Asthma Behandlung

    Wie wird Asthma behandelt?

    Asthma wird durch eine Kombination aus medikamentöser Therapie und Veränderungen des Lebensstils behandelt, kann aber nicht geheilt werden.

    Regelmäßige ärztliche Untersuchungen und genaues Befolgen des Therapieplans sind unerlässlich. Die Vermeidung von Auslösern und regelmäßige Bewegung können die Linderung der Symptome positiv beeinflussen. Ein Asthmaanfall sollte frühzeitig erkannt und angemessen behandelt werden.

    Liste der Behandlungsmöglichkeiten:
    Gut zu wissen

    Eine effektive Behandlung der Asthma-Symptome wird durch eine Kombination aus Medikamenten und Veränderungen des Lebensstils erreicht. Ein Arzt sollte den Therapieplan regelmäßig anpassen und überwachen. Die Vermeidung von TriggerFaktoren und regelmäßige Bewegung wirken sich positive auf den Verlauf der Krankheit aus. Die medikamentöse Behandlung umfasst bronchodilatierende Inhalatoren, Kortikosteroide, Leukotrien-Antagonisten und allergiebezogene Therapien.

    Medikamentöse Behandlung

    Medikamentöse Hilfe bei Asthma:

    Die meisten Asthma-Patienten werden medikamentös eingestellt und können dadurch nahezu uneingeschränkt am täglichen Leben teilhaben.

    Die Medikamente (Asthmasprays) lindern die Symptome und beugen einem Asthmaanfall vor. Es gibt zwei Gruppen von Asthma-Medikamenten: die symptomatischen Reliever (bronchienerweiternd) und die antientzündlichen Controller.

    Die sogenannten bronchodilatierenden Medikamente (Reliever) werden als schnelles Bedarfs- oder Notfallmedikament eingesetzt, um akute Beschwerden zu lindern.

    Die entzündungshemmenden Medikamente (Controller) dienen der Langzeittherapie und werden dauerhaft eingenommen, um die Erkrankung und die damit verbundenen Symptome zu lindern.

    Symptomatische Medikamente (Reliever) werden in der Regel durch Inhalation verabreicht und beinhalten kurz- und schnellwirksame Beta-2-Sympathomimetika – sogenannte schnell wirkende Bronchodilatatoren wie Bambuterol, Fenoterol, Salbutamol, Terbutalin etc. – um die Atemwege im Falle eines Asthmaanfalls binnen weniger Minuten zu erweitern und die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur zu lösen. Sie haben jedoch keinen Einfluss auf die Entzündungsreaktion des Bronchialgewebes.

    Kontrollierende Medikamente (Controller) werden verwendet, um die Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege und somit die Anfälligkeit für Asthmaanfälle auf lange Sicht zu verringern und die chronischen Beschwerden der Betroffenen zu lindern. Entzündungshemmende Medikamente lassen das Bronchialgewebe abschwellen und reduzieren die Schleimproduktion in den Atemwegen. Diese Medikamente können in Form von Inhalatoren, Tabletten oder Injektionen verabreicht werden und werden täglich eingenommen. Controller beinhalten Kortikosteroide (entzündungshemmend), Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (blockieren Stoffe, die Entzündungen verursachen) langwirksame Beta-2-Sympathomimetika sowie allergiebezogene Therapien.

    Nichtmedikamentöse Behandlung:

    Hilfe bei Asthma ohne Medikamente:

    Wenn du Asthma hast, gibt es neben Medikamenten auch Möglichkeiten, wie du durch Anpassungen in deinem Lebensstil deine Symptome beeinflussen kannst.

    Eine Gewichtsreduktion, regelmäßige körperliche Betätigung und eine gesunde Ernährung können einen großen Unterschied machen und oft die Symptome verringern.

    Zusätzlich kann Atemtraining in Form von Atemphysiotherapie sehr hilfreich sein. Es verbessert nicht nur die Sauerstoffversorgung deines Körpers, sondern fördert auch deine körperliche und emotionale Entspannung.

    Nikotin unbedingt vermeiden:

    Etwas, das du unbedingt vermeiden solltest, ist Nikotin. Als jemand mit Asthma solltest du Tabakprodukte meiden und das Einatmen von Zigarettenrauch vermeiden. Rauch kann deine Symptome deutlich verschlimmern und sogar zu starken Asthmaanfällen führen.

    Es gibt auch spezielle Schulungen zum Thema Asthma. In diesen Asthmaschulungen lernst du, wie Asthma deinen Körper beeinflusst, welche Behandlungsformen und Hilfsmittel es gibt und du kannst all deine Fragen stellen und Unklarheiten beseitigen,

    Asthma vorbeugen

    Kann eine Erkrankung an Asthma verhindert werden?

    Es gibt jedoch Maßnahmen, die das Risiko, an einem Asthmaanfall und an schweren Symptomen zu leiden, reduzieren: die Vermeidung bekannter Auslöser, regelmäßige körperliche Bewegung, ausreichender Schlaf, Vermeidung von Zigarettenrauch und eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

    Asthmatiker sollten vor allem zu Obst, Gemüse und Vollkornprodukten greifen und vor übermäßigem  Zucker- und Salzkonsum absehen.

    Die wichtigsten Punkte, um Asthma-Symptome zu lindern bzw. einem Anfall vorzubeugen, sind die regelmäßigen ärztlichen Kontrollen und die genaue Befolgung des Therapieplans.

    Hausmittel gegen Asthma:

    Kann man mit Hausmitteln Asthma vorbeugen?

    Besonders bei allergischem Asthma können verschiedene Hausmittel helfen, die Symptome zu reduzieren. Kurkuma und Ingwer wirken entzündungshemmend und können das Atmen erleichtern.

    Magnesium kann beruhigend auf die Bronchialmuskulatur wirken und zur Senkung des Blutdrucks und so zur Entspannung der Blutgefäße beitragen, was eine abschwellende Wirkung auf das Bronchialgewebe haben kann.

    Auszüge und Tees diverser Heilkräuter wie Isländisch Moos, Fenchel oder Spitzwegerich können schleimlösend wirken und dadurch das Atmen erleichtern. Diese Mittel sollten aber stets in Absprache mit einem Arzt und nur ergänzend angewandt werden.

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    Angst vor Asthma überwinden

    Wie lassen sich die Schamgefühle und die Angst vor Asthma überwinden?

    Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten Bedenken, Schamgefühle und Ängste immer ansprechen und sich eine unterstützende und sichere Umgebung schaffen.

    Das erleichtert den Umgang und die Akzeptanz der Krankheit und kann helfen, mögliche Ängste zu überwinden. Da jeder Mensch anders reagiert, ist es nicht möglich, eine einheitliche Lösung für alle Betroffenen zu finden.

    Eine Kombination aus medizinischer Behandlung, Unterstützung von Freunden und Familie und positiven Verhaltensänderungen kann helfen, die Symptome zu linden und dadurch Angst und Schamgefühle abzulegen.

    Folgende Schritte können bei der Bewältigung helfen:
    Wissen:

    Informiere dich gründlich über Asthma und seine Auslöser. Das Verständnis darüber, was in deinem Körper passiert, kann Ängste und Vorurteile abbauen.

    Kommunikation:

    Sei offen zu deinen Freunden, deiner Familie und Fachleuten. Es ist wichtig, dass du deine Bedenken und Ängste ansprichst und besprichst, um sie überwinden zu können. Die Unterstützung deiner Familie und Freunde kann dir die Angst nehmen, dass du den Alltag nicht meistern kannst.

    Hilfe annehmen:

    Es gibt viele Gruppen und Organisationen, die sich darauf spezialisiert haben, Menschen mit Asthma zu unterstützen. Sich bewusst zu machen, dass du nicht allein bist und dich mit anderen auszutauschen, kann sehr ermutigend sein.

    Positives Denken:

    Versuche, eine positive Einstellung zu bewahren und dich auf deine Stärken zu konzentrieren. Auch wenn es manchmal schwierig erscheint, kann eine positive Haltung entscheidend für den Verlauf deiner Erkrankung sein.

    Therapie:

    Eine wirksame medizinische Therapie und das Meiden von Auslösern können die Symptome deutlich lindern und somit auch deine Angstzustände und Schamgefühle reduzieren.

    Hilfe annehmen

    Ärzte finden und Hilfe annehmen

    Da Asthma eine unheilbare Erkrankung ist, ist es besonders wichtig für dich, einen erfahrenen und verständnisvollen Arzt zu finden. Einige Ärzte haben sich sogar auf die Behandlung von Patienten spezialisiert, die besonders ängstlich sind, und können dir helfen, deine Ängste und Schamgefühle zu überwinden. Sie unterstützen dich dabei, eine positive Beziehung zu deinem Körper und deiner Erkrankung aufzubauen. Es ist wichtig, dass du deine Bedenken und Sorgen immer offen und ehrlich ansprichst, damit du die bestmögliche Unterstützung und Behandlung erhalten kannst.

    Versuche nicht, Symptome wie Hustenanfälle zu unterdrücken, denn das kann deinen Zustand verschlechtern. Ein natürlicher und offener Umgang mit deiner Erkrankung erleichtert den Alltag und kann die Beschwerden lindern.

    Ängste überwinden?

    Auf unserer Website findest du Informationen, die Fragen, Unsicherheiten und Ängste zu bestimmten Krankheiten und Symptomen aufarbeiten. Unser Ratgeber zum Thema „Arztphobie“ kann dir helfen, mit Schamgefühlen und Bedenken umzugehen, sodass du dich mit dem Problem nicht alleine fühlst und es überwinden kannst.

    Die Bewältigung deiner Ängste ist entscheidend, um eine professionelle und gezielte Behandlung in Anspruch nehmen zu können. 

    Asthma Online Hilfe

    Behandlung von Asthma über das Internet

    Wenn du zum Beispiel wegen einer Arztphobie Schwierigkeiten hast, einen Arztbesuch wahrzunehmen, gibt es auch die Möglichkeit, deine Asthma-Erkrankung online behandeln zu lassen.

    Online-Kliniken wie EuroClinix oder Dokteronline bieten seit knapp 20 Jahren die Möglichkeit, Medikamente über das Internet zu bestellen.

    Somit muss der Arzt nicht persönlich besucht werden und das Medikament kann innerhalb von 24 Stunden zugeschickt werden. Dieser Service kostet zwar etwas, ist aber für viele extrem praktisch. Du sparst nicht nur Zeit, sondern profitierst auch von mehr Diskretion.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Asthma: Symptoms, Treatment, and Prevention – Healthline
      2. Asthma in children – cdc.gov
      3. Exercise-induced bronchoconstriction (EIB). (n.d.). – acaai.org
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      Matthias Wiesmeier

      Dieser Artikel wurde von Matthias Wiesmeier verfasst. Selbstständiger Schriftsteller und Webdesigner seit 2005. Fachbereiche: Gesundheit, Psychologie, Sport.

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      Autor und Überprüfung:

      Autor: Matthias Wiesmeier – Autorin: Laura Schiller | Medizinische Überprüfung: Thomas Hofmann

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