Blut im Urin

Angst vor einem Belastungs-EKG

Ist Blut im Urin zu sehen, kann das erst einmal für einen großen Schrecken sorgen. Ursachen für das Phänomen gibt es viele. Während manche davon harmlos sind, gibt es auch deutlich ernstere Gründe für den verfärbten Urin.

Eine Abklärung durch einen Arzt ist daher in jedem Fall mehr als ratsam. Angst vor einer Untersuchung sollte nicht bestehen, auch das Schamgefühl sollte in diesem Fall keine zu große Kontrolle über den Körper haben. Eine zeitnahe ärztliche Abklärung kann bei ernsten Erkrankungen entscheidend für den Heilungsprozess sein. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Blut im Urin kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig sind entzündete Harnwege oder auch Entzündungen oberhalb der Harnleiter (z. B. Nieren, Nierenbecken, Blase) die Auslöser für blutigen Urin. Genauso kann Blut im Urin aber auch durch harmlosere Bedingungen entstehen. Genaueres gilt es mit einem Arzt abzuklären.

    Ist Blut im Urin vorhanden, gilt es die Situation immer ernst zu nehmen und sich von einem Arzt untersuchen zu lassen. Auch dann, wenn das Blut von allein wieder verschwindet.

    Im besten Fall handelt es sich um eine harmlose Ursache, in manchen Fällen deutet das Blut im Urin aber auch auf eine Erkrankung hin, die umgehend einer Behandlung bedürft. Eine Untersuchung ist daher immer ratsam.

    Ja, auch eine Blasenentzündung kann für Blut im Urin verantwortlich sein. Weitere Symptome sind dann Schmerzen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang. Blasenentzündungen werden in der Regel recht effektiv mit Antibiotika behandelt.

    Häufige Ursachen von Blut im Urin

    Von Blut im Urin (Hämaturie) wird dann gesprochen, wenn im Urin vermehrt rote Blutkörperchen zu finden sind. Ist das Blut mit bloßem Auge sichtbar, bezeichnet man dies als Makrohämaturie.

    Es kommt in manchen Fällen aber auch vor, dass das Blut nicht mit bloßem Auge zu sehen ist, aber dennoch vorhanden ist. Das Blut lässt sich dann nur mit einem Mikroskop nachweisen. Hier spricht man von Mikrohämaturie.

    Hinweis:

    Roter Urin bedeutet aber nicht immer auch zwangsläufig, dass es sich um blutigen Urin handelt. Die Verfärbung kann auch durch den Konsum von Lebensmitteln wie Rote Bete, Blaubeeren oder Rhabarber entstehen und ist dann absolut harmlos. Zudem können auch Muskelverletzungen zu rotem Urin führen, da Muskeleiweiß dabei in die Blutbahn und in den Urin gelangen kann, wodurch das Urin rötlich verfärbt wird.

    Häufige Ursachen für Blut im Urin

    Blut im Urin kann ein Symptom für vielerlei Krankheiten sein. In manchen Fällen handelt es sich dabei aber um gut behandelbare Erkrankungen, die keinen bösartigen Verlauf haben. 

    Zu den häufigsten Ursachen gehören:

    Eine Untersuchung durch einen Arzt klärt die Ursache ab und ermöglicht eine dementsprechende Behandlung des Problems. Während Entzündungen meist gut heilbar sind, weisen Tumore schon eine größere Ernsthaftigkeit auf.

    Die Ursachen können sich bei Frauen und Männern zudem auch speziell unterscheiden:

    Blut im Urin bei der Frau

    Bei Frauen kann bei Blut im Urin die Ursache in einer Endometriose liegen. Bei dieser handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhautgewebe an den falschen Stellen ansiedelt und dadurch als Symptom Blut im Urin auslösen kann. Eine weitere Ursache, die nur bei Frauen auftritt, ist das Flankenschmerz-Hämaturie-Syndrom. Dabei handelt es sich aber um seine sehr seltene Krankheit, die vorwiegend junge Frauen betrifft.

    Blut im Urin beim Mann

    Bei Männern gibt es einige Ursachen, die bei Blut im Urin infrage kommen. Dazu zählen Prostataentzündungen, Samenblasenentzündungen, Prostatavarizenblutung und Prostatakrebs.

    Blut im Urin: Was tun?

    Lässt sich die Verfärbung des Urins nicht durch Lebensmittel begründen, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

    Auch wenn sonst keine weiteren Symptome vorhanden sind. Nur ein Arzt kann feststellen, ob es sich tatsächlich um Blut im Urin handelt und ob eine ernst zu nehmende Erkrankung vorliegen könnte.

    Der erste Ansprechpartner bei Blut im Urin ist der Hausarzt. Gegebenenfalls leitet dieser die Betroffenen dann zu einem entsprechenden Facharzt weiter. 

    Wieso ist ein Arztbesuch bei Blut im Urin so wichtig?

    Ein Arztbesuch ist deshalb wichtig, weil nur so die auslösende Ursache für das Blut im Urin ermittelt werden kann. Dabei muss es sich zwar nicht um eine bedrohliche Erkrankung handeln, in vielen Fällen ist das Blut im Urin auf völlig harmlose Gründe zurückzuführen.

    In manchen Fällen liegen aber auch schwerwiegendere Erkrankungen vor, die behandelt werden müssen. Erfolgt keine Behandlung, verschlimmern sich die Krankheiten oft und lösen weitere unangenehme Symptome aus. In den schlimmsten Fällen ist eine Heilung dann nur noch bedingt möglich, beispielsweise bei Tumoren, die durch Krebs verursacht werden.

    Liegt eine Entzündung der Harnwege oder der Blase vor, gilt es ebenfalls schnell zu handeln, da sie sich unbehandelt zu einer Nierenentzündung weiterentwickeln kann und dann deutlich schmerzhafter und problematischer ist. Zudem können die Nieren dann auch irreversible Langzeitschäden davontragen.

    Untersuchungen bei Blut im Urin

    Die Diagnose bei Blut im Urin ist vorerst sehr harmlos. In der Regel wird nach einer ausführlichen Anamnese zuerst eine Urinprobe entnommen, bei der festgestellt wird, ob es sich tatsächlich um rote Blutkörperchen im Urin handelt.

    Oft wird auch gleich durch einen Schnelltest überprüft, ob sich Eiweiß im Urin befindet oder ob die Entzündungswerte hoch sind und somit eine Entzündung im Körper vorliegt. All diese Aspekte geben bereits erste Indizien über mögliche Ursachen.

    In vielen Fällen reicht die Untersuchung des Urins allerdings nicht aus, um eine vollständige Diagnose zu stellen. Daher werden weitergehende körperliche Untersuchungen durchgeführt, beispielsweise eine Sonografie der Nieren oder der Blase.

    Auch eine Blasenspiegelung ist eine weitere Option für die Diagnose. Je nach vermuteter Diagnose kann es auch vorkommen, das Betroffene an einen Urologen bzw. einen Gynäkologen oder einem Nephrologen (Facharzt für Nieren- und Hochdruckerkrankungen) überwiesen werden.

    Behandlung bei Blut im Urin

    Ist die Ursache festgestellt, wird eine dementsprechende Behandlung eingeleitet. Die Behandlung selbst hängt dabei ganz von der Ursache ab, eine Diagnose ist daher umso wichtiger.

    Handelt es sich beispielsweise um eine Blasenentzündung, wird Antibiotika verschrieben. Sind Medikamente die Auslöser für das Blut im Urin, werden diese nach Absprache mit dem Arzt abgesetzt oder gewechselt.

    Je nach Ursache ist auch ein spezieller Facharzt für die Behandlung zuständig. 

    Üblicherweise handelt es sich dabei um folgende Fachärzte:

    Ängste vor der Behandlung überwinden

    Ist Blut im Urin vorhanden, ist es wichtig, der Sache auf den Grund zu gehen. Ein Arztbesuch ist daher unumgänglich. Grund zur Panik gibt es dabei allerdings nicht, in den meisten Fällen sind die Auslöser für das Blut im Urin nicht bösartig und dadurch gut behandelbar.

    Trotzdem ist es immer gut, auf Nummer sicherzugehen. Hinzu kommt, dass die Untersuchung durch den Arzt meist weder schmerzhaft noch unangenehm ist.

    Durch eine Urinprobe wird erst einmal festgestellt, ob es sich bei der Verfärbung des Urins tatsächlich um Blut handelt. Oft kann hier bereits Entwarnung gegeben werden, da es für Urinverfärbung viele verschiedene Gründe gibt und eine rote Verfärbung somit nicht immer nur durch Blut entsteht.

    Handelt es sich tatsächlich um Blut, werden weitere Untersuchungen eingeleitet, bei denen Sie allerdings auch nichts zu befürchten haben. Meist handelt es sich dabei um Abtastung des Körpers oder Sonografien.

    Wichtig ist, dass Sie offen mit dem Arzt sprechen und alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Dieser kann nur helfen und die Situation verbessern.

    Hinweis

    Betroffene sollten die Situation dennoch ernst nehmen und sich vom behandelnden Arzt auch nicht abwimmeln lassen. Seriöse Ärzte nehmen die Probleme ihrer Patienten ernst und gehen den Ursachen penibel auf den Grund. Ist dies bei Ihrem behandelnden Arzt nicht der Fall bzw. fühlen Sie sich nicht ernst genommen, sollten Sie über einen Arztwechsel nachdenken und sich von einem anderen Arzt erneut untersuchen lassen.

    Blut im Urin: Abklärung ja, Angst nein!

    Eine Untersuchung durch einen Arzt ist mehr als ratsam, da das Problem erst dann behandelt werden kann, wenn die Ursache ermittelt wurde.

    Hinzu kommt das manche Erkrankungen wie beispielsweise Entzündungen sich ohne passende Behandlung mit der Zeit verschlimmern und dadurch noch mehr Leiden auslösen. Eine Diagnose ist daher unumgänglich für eine rasche und unkomplizierte Genesung.

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    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Blut im Urin (Hämaturie): Was Sie wissen sollten | Apotheken Umschau
      2. First Aid Treatment for Hematuria – WebMD
      3. Blood in Urine: Causes, Treatment, Diagnosis & More | healthline

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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