Afterjucken

Jucken am Po - Ursachen und Hilfe

Afterjucken kann viele mögliche Ursachen haben und ist für die Betroffenen sehr unangenehm. Viele trauen sich nicht, einen Arzt aufzusuchen, da sie sich für ihre Beschwerden schämen oder sich vor der Untersuchung fürchten. Die meisten Faktoren, die zu Afterjucken führen, lassen sich aber gut behandeln, sodass die Symptome bald verschwinden und die Lebensqualität der Betroffenen nicht weiter eingeschränkt wird.

Wir erklären die häufigsten Ursachen für ein Jucken am Anus und geben wertvolle Tipps zur Besserung. 

Übersicht:
    Add a header to begin generating the table of contents
    Häufige Fragen:

    Viele verschiedene Ursachen kommen in Frage, beispielsweise eine falsche Hygiene, virale oder bakterielle Infektionen, Krankheiten oder Schuppenflechte.

    Oft kommt es unter anderem zu Brennen oder Schmerzen während des Stuhlganges, zu Verstopfungen oder Verletzungen der Analschleimhaut durch exzessives Kratzen. 

    Es gibt in der Apotheke zahlreiche Cremes, Zäpfchen und Sitzbäder mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkstoffen, welche Hautirritationen und das Wundheitsgefühl lindern können. Wichtig ist, nicht nur das Symptom zu behandeln, sondern die Ursache zu finden und diese zu behandeln, damit sämtliche Beschwerden aufhören und die Lebensqualität der Betroffenen nicht weiter eingeschränkt wird. 

    Definition von Afterjucken:

    Afterjucken wird im medizinischen Fachjargon als analer Pruritus bezeichnet. Der Juckreiz selbst ist keine Erkrankung, kann aber als Symptom auf eine solche hinweisen.

    Ursachen für Afterjucken

    Bei einem Juckreiz am After (Anus, Darmausgang) spielt häufig die Hygiene eine ausschlaggebende Rolle. Zum einen kann eine mangelnde Intimhygiene dazu führen, dass Reste von Kot, Urin oder Sperma zurückbleiben  und die empfindliche Haut des Afterbereichs sich entzündet.

    Derartige Hautirritationen lösen oftmals Juckreiz aus. Aber auch eine zu exzessive Reinigung des Afterbereichs kann zu Juckreiz führen. Durch zu starkes Reiben mit dem Toilettenpapier oder eine häufige Reinigung trocknet die  Haut aus, wodurch Juckreiz entsteht.

    Des Weiteren ist zu stark parfümiertes oder zu hartes Toilettenpapier eine mögliche Ursache, welche die Haut reizt und zu Allergien sowie Juckreiz führt.

    Kann die Ernährung eine Rolle spielen?

    Zudem gibt es einige Lebensmittel, die im Verdacht stehen, Juckreiz auszulösen. Darunter sind Schokolade, Tee, Bier, Kaffee und Tomaten.1Anal itching – Symptoms and causes | Mayo Clinic

    Eine falsche Ernährung kann außerdem zu Verstopfungen führen. Dadurch kommt es zu verstärktem Pressen bei der Darmentleerung, bei welcher womöglich Gefäße platzen. Verhärteter Stuhl führt zu Rissen in der sensiblen Analschleimhaut, sogenannte Analfissuren. Diese äußern sich ebenfalls durch Brennen oder Jucken in der Afterregion.

    Weitere mögliche Ursachen für ein Jucken am Anus:


    Insgesamt kommen demnach zahlreiche Auslöser für Afterjucken infrage. Um die Ursache zu finden und die richtige Behandlung anzuordnen, ist es deshalb ratsam, eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen.

    Folgen von Afterjucken

    Da viele verschiedene Ursachen zum Entstehen von Afterjucken beitragen können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und diesen zu behandeln. In den meisten Fällen ist die Ursache harmlos und lässt sich gut therapieren.

    Manchmal liegen allerdings schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs vor, die unbedingt in einem frühen Stadium erkannt werden sollten, um die Heilungschancen zu erhöhen.

    Auch Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, welche unentdeckt womöglich sogar zu Unfruchtbarkeit führen, sollten zügig medikamentös behandelt werden, um Komplikationen und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

    Weiter kann der starke Juckreiz dazu führen, dass sich die Betroffenen in der Afterregion kratzen, wodurch womöglich Wunden oder Analfissuren entstehen. Dies begünstigt schmerzhafte Infektionen im Analbereich

    Symptome von Anusjucken

    Starker Juckreiz in der Afterregion ist für die Betroffenen sehr unangenehm. Da dies eine Körperstelle ist, an der man sich im Alltag nicht ständig und schon gar nicht unauffällig kratzen kann, leidet die Lebensqualität der Betroffenen sehr darunter.

    Der Juckreiz tritt vor allem nachts und während des Stuhlgangs auf. Durch das Kratzen an den juckenden Stellen entstehen womöglich Wunden, welche zu langwierigen Beschwerden führen können. Intensives Kratzen gilt es daher dringend zu vermeiden. 

    Zudem gibt es verschiedene Symptome, die in Begleitung von Afterjucken auftreten und womöglich auf eine Erkrankung hinweisen, weshalb eine Behandlung ratsam ist. 

    Dazu zählen:

    Überwindung zur Hilfe

    Erkrankungen, die mit der Verdauung oder dem Intimbereich in Verbindung stehen, werden von vielen Menschen als sehr beschämend empfunden.

    Infolgedessen trauen sich die meisten Betroffenen nicht, sich einem Arzt anzuvertrauen und leiden im Stillen, ohne sich Hilfe zu suchen.

    Auch der Gedanke an eine Behandlung ist für viele sehr unangenehm und beschämend. Vor allem Männer vermeiden deshalb den Besuch eines Proktologen, während Frauen durch regelmäßige Untersuchungen eines Gynäkologen derartige Arztbesuche bereits kennen und eher dazu bereit sind.

    Es ist wichtig, die Ursache für die Symptome zu finden, damit diese behandelt wird und die Beschwerden aufhören.

    Zudem können nur mit einer Behandlung ernsthafte Erkrankungen früh entdeckt und rechtzeitig behandelt werden, sodass keine Komplikationen entstehen. 

    Tipps gegen Afterjucken

    Die richtige Hygiene

    Es ist wichtig, weiches und unparfümiertes Toilettenpapier zu nutzen, damit die Haut im Afterbereich nicht unnötig gereizt wird. Des Weiteren reicht es völlig, den Intimbereich zweimal täglich mit Wasser zu reinigen. Cremes und Lotionen mit Duftstoffen können allergische Reaktionen auslösen, wodurch Hautirritationen und Juckreiz entstehen. 

    Richtige Nahrung

    Verstopfungen und harter Stuhl können zu Analleiden führen. Durch regelmäßige Bewegung und eine ballaststoffarme Ernährung mit wenig Fleisch und viel Gemüse wird der Stuhl weicher und verschiedenen Verdauungsproblemen vorgebeugt.

    Linderung des Juckreiz

    Rezeptfreie Cremes oder Zäpfchen aus der Apotheke bieten Linderung bei juckender Haut. Entzündungshemmende und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe können die Beschwerden verbessern. Wichtig ist dennoch, die Ursache abzuklären, damit die Wurzel des Problems behandelt wird und nicht nur die Symptome, die dadurch ausgelöst werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder auftreten oder sich sogar verschlimmern. 

    behandlung-afterjucken

    Behandlung von Afterjucken

    Ein vorübergehendes Jucken der Afterregion ohne weitere Begleitsymptome ist vermutlich harmlos und braucht nicht untersucht werden.

    Wenn das Jucken allerdings nicht wieder verschwindet und weitere Beschwerden dazu kommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die richtige Anlaufstelle für Afterjucken ist ein Proktologe oder Dermatologe

    Schritt 1) Aufklärendes Gespräch

    In einem Gespräch werden verschiedene Fragen zu der Häufigkeit des Stuhlgangs und der Beschaffenheit des Stuhls gestellt. Sexual- und Hygieneverhalten sind in diesem Zusammenhang ebenfalls relevant. 

    Schritt 2) Untersuchung

    Danach folgt oft die Untersuchung der Afterregion. Manchmal wird zusätzlich noch eine Stuhlprobe genommen und auf Bakterien analysiert. Wenn der Arzt die Ursache gefunden hat, kommen je nach Auslöser der Beschwerden verschiedene Behandlungen infrage. 

    Schritt 3) Therapie

    Sind Hämorrhoiden für die Symptome verantwortlich, werden diese operativ entfernt oder verödet. In manchen Fällen helfen auch Medikamente gegen Hämorrhoiden.

    Leidet der Betroffene unter Madenwürmern, helfen vor allem Medikamente. Bei Verstopfungen und anderen Verdauungsbeschwerden bringt neben einer Medikation auch meist eine Ernährungsumstellung Linderung.

    In jedem Fall werden die Ärzte mit den Patienten eine angemessene Behandlung besprechen, um die jeweilige Ursache zu heilen, sodass die Beschwerden bald gelindert werden. 

    Schnelle Hilfe finden

    Besonders Themen, die mit Leiden im Intimbereich zusammenhängen, sind oft sehr schambehaftet. Infolgedessen trauen sich Betroffene nicht, sich einem Arzt anzuvertrauen.

    Da sich Beschwerden ohne Behandlung oft verschlimmern und zu Komplikationen führen können, ist es wichtig, die Ursache der Symptome zu finden und diese zu behandeln.

    So ist es über Online Arztsuchen wie von jameda.de möglich, geeignete Ärzte im Umkreis zu suchen. Dabei lassen sich Ärzte auch nach Bewertungen sortieren. 

    Online Videosprechstunden

    Wer sich vor dem Besuch einer Arztpraxis zu sehr fürchtet oder dafür schämt, hat andere Optionen. Online-Praxen bieten die Möglichkeit einer digitalen Sprechstunde.

    Für viele Betroffene ist es angenehmer, einem fremden Spezialisten ihre Probleme über den Handy- oder Laptopbildschirm zu schildern, statt ihrem bekannten Arzt in der Praxis gegenüber zu sitzen und sich dort untersuchen zu lassen.

    Mithilfe von Handyaufnahmen können Bilder von der Analregion gemacht dem Arzt zugesendet werden. Dadurch ist eine Untersuchung vor Ort zwar nicht immer überflüssig aber es können zumindest wichtigste Ursachen mit einem Arzt abgeklärt werden

    Der Experte kann anhand der Bilder und des Diagnosegesprächs die Ursache finden und problemlos ein Rezept zusenden, welches der Patient in der nächsten Apotheke einlöst. Somit wird die Problemlösung schneller, einfacher und deutlich weniger unangenehm. Medikamente können auch per Express-Versand zugeschickt werden. Im Zweifelsfall kann auch ein Spezialist vor Ort weiterempfohlen werden. 

    Übersicht:
      Add a header to begin generating the table of contents

      Beitrag gefallen? Jetzt teilen:

      Facebook
      Twitter
      LinkedIn
      WhatsApp
      Telegram
      Email
      afterjucken
      Für volle Größe anklicken

      Quellen:

      1. Anal itching – Symptoms and causes | Mayo Clinic
      2. Itchy bottom – NHS

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

      Scroll to Top