Cannabis gegen Migräne

Wirkung, Dosierung, Studien und Erfahrungen

Cannabis wird oft in Diskussionen über alternative Therapien erwähnt, insbesondere wenn es um Schmerzlinderung geht. Aber wie steht es mit Cannabis als Mittel gegen Migräne?

Unser Artikel wirft einen Blick auf die Verwendung von medizinischen Cannabis zur Linderung von Migränekopfschmerzen, seine potenziellen Vorteile und was man bei der Verwendung beachten sollte. Dazu werten wir auch Studien und Erfahrungsberichte über Cannabis bei Migräne Patienten aus. 

Wir klären im Artikel in verständlicher Sprache auf und das ohne Werbung. Du kannst im Inhaltsverzeichnis nach dieser Einleitung direkt zu den Themen springen, die dich am meisten interessieren.

Inhalte:
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    Was ist Migräne?

    Migräne ist mehr als nur ein gewöhnlicher Kopfschmerz. Sie zeichnet sich durch anhaltende, pulsierende Schmerzen aus, die meist auf einer Seite des Kopfes auftreten. Begleitend können Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Geräuschempfindlichkeit hinzukommen.

    Die Anfälle können einige Stunden bis zu mehreren Tagen andauern und werden oft durch spezifische Auslöser verschlimmert.

    Auslöser von Migräne

    Die Auslöser und Gründe für Migräne variieren stark von Person zu Person, und nicht jeder hat dieselben Auslöser. Es kann daher sehr hilfreich sein, ein Tagebuch zu führen, um persönliche Auslöser zu identifizieren. Viele Faktoren hängen jedoch mit Stress zusammen. 

    Stress:

    Stress ist einer der am weitesten verbreiteten Auslöser. Stressige Situationen können hormonelle und chemische Veränderungen im Körper bewirken, die eine Migräneattacke auslösen.

    Schlafmuster:

    Sowohl zu wenig als auch zu viel Schlaf oder Veränderungen im Schlafzyklus können Migräneattacken auslösen.

    Hormonelle Veränderungen:

    Bei Frauen können hormonelle Schwankungen, die mit der Menstruation, Schwangerschaft oder Menopause zusammenhängen, Migräneanfälle auslösen.

    Umweltfaktoren:

    Lärm, helles Licht, starke Gerüche oder Wetteränderungen sind ebenfalls bekannte Auslöser.

    Medikamente:

    Auch bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Migräne verursachen.

    Vorteile von Cannabis bei Migräne

    Cannabis bietet vielfältige Vorteile, die bei der Bewältigung von Migräne helfen können.

    Besonders hervorzuheben ist die Stressreduktion. Cannabis wirkt entspannend und kann helfen, den Stress abzubauen, der häufig Migräne auslöst.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verbesserung der Schlafqualität. Viele Migränepatienten leiden unter Schlafproblemen, die zusätzliche Kopfschmerzattacken provozieren können.

    Durch die beruhigende Wirkung von Cannabis kann dein Schlaf tiefer und erholsamer werden, was wiederum die Frequenz und Schwere der Migräne reduziert.

    Zusätzlich könnte Cannabis zur Regulierung des Serotoninspiegels beitragen, einem Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Migräne. Cannabis kann die Freisetzung von Serotonin beeinflussen, was wiederum die Migränesymptome lindern könnte.

    In dieser Hinsicht kann Cannabis nicht nur als Schmerzlinderung, sondern auch als präventive Maßnahme dienen, indem es die allgemeine Körperbalance unterstützt und die auslösenden Faktoren für Migräneattacken wie schlechten Schlaf und hohen Stress mindert. 

    Schmerzlinderung

    Cannabis enthält Wirkstoffe wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), die auf das endokannabinoide System des Körpers einwirken. Dieses System spielt eine Schlüsselrolle in der Regulierung von Schmerz. THC kann dabei helfen, Schmerzsignale im Gehirn zu blockieren, während CBD Entzündungen reduzieren kann, die oft mit Migräne verbunden sind.

    Verringerung von Übelkeit

    Ein großer Vorteil von Cannabis bei Migräne ist seine Fähigkeit, Übelkeit effektiv zu reduzieren. Übelkeit ist ein verbreitetes Symptom bei Migräne und kann das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. THC hat starke antiemetische Eigenschaften, die das Gefühl von Übelkeit signifikant mindern können.

    Diese Wirkung ist besonders wertvoll, da sie nicht nur den Kopfschmerz, sondern auch das allgemeine Unwohlsein während einer Migräneattacke verbessert. Dies ermöglicht es den Betroffenen, schneller wieder zu Kräften zu kommen und ihren Alltag früher fortzusetzen.

    Verringerung von Entzündungen

    Cannabis wirkt potenziell entzündungshemmend, was besonders relevant ist, da Migräne mit Entzündungsprozessen in Zusammenhang gebracht wird. Durch die Reduzierung dieser Entzündungen könnte Cannabis dazu beitragen, die Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen zu verringern.

    Anwendung von Cannabis bei Migräne

    Wenn du über die Anwendung von Cannabis zur Linderung deiner Migräne nachdenkst, gibt es verschiedene Methoden, die du ausprobieren kannst. Jede Methode hat ihre eigenen Besonderheiten in Bezug auf die Schnelligkeit der Wirkung und die Dauer der Schmerzlinderung.

    Rauchen von Cannabis

    Das Rauchen ist die wohl schnellste Art, die Wirkung von Cannabis zu spüren. Die Wirkstoffe, wie THC und CBD, gelangen direkt über die Lunge in den Blutkreislauf und können innerhalb weniger Minuten Linderung bieten. Diese Methode eignet sich besonders, wenn du akute Migräneattacken hast und schnell handeln musst.

    Vaporisieren

    Vaporisieren ist eine sanftere Alternative zum Rauchen. Hierbei wird das Cannabis nicht verbrannt, sondern erhitzt, bis die aktiven Inhaltsstoffe verdampfen. Diese Methode ist leichter für die Lunge und produziert weniger schädliche Nebenprodukte. Der Effekt tritt fast so schnell ein wie beim Rauchen.

    Cannabis-Öle und Tinkturen

    Diese werden unter die Zunge getropft und bieten eine kontrollierte Dosierung.

    Edibles

    Lebensmittel, die mit Cannabis versetzt sind. Sie wirken langsamer, bieten jedoch eine länger anhaltende Wirkung.

    Topische Produkte

    Cremes und Salben, die auf die Haut aufgetragen werden und bei lokalen Schmerzen helfen können.

    Dosierung und Verabreichung

    Die Dosierung von Cannabis kann variieren und sollte immer unter Berücksichtigung deiner individuellen Reaktion und den Empfehlungen des Arztes erfolgen.

    Dennoch hier einige allgemeine Richtlinien:

    Zusammenfassung von Studien

    In einer gründlichen Literaturrecherche (Quelle) wurden 12 wissenschaftliche Veröffentlichungen analysiert, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Cannabis in der Behandlung von Migräne zu bewerten. Von diesen Studien waren 7 durch Fachexperten geprüft, was bedeutet, dass ihre Qualität und Zuverlässigkeit von unabhängigen Wissenschaftlern bestätigt wurden. Interessant ist, dass nur eine dieser Studien eine randomisiert-kontrollierte Untersuchung war, der Goldstandard für klinische Studien.

    Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Cannabis Potenzial in der Behandlung von Migräne hat.

    Deutliche Reduzierung von Übelkeit und Erbrechen:

    Nach sechs Monaten regelmäßiger Anwendung von Cannabis berichteten viele Patienten von einer signifikanten Abnahme der durch Migräne verursachten Übelkeit und des Erbrechens.

    Reduktion der Migränehäufigkeit und -intensität:

    Schon nach 30 Tagen konnte eine merkliche Verringerung sowohl der Häufigkeit als auch der Schwere der Migräneanfälle festgestellt werden.

    Effektivität:

    Cannabis war in der Reduzierung der Migränesymptome um 51 % effektiver verglichen mit anderen getesteten Produkten.

    Nebenwirkungen:

    Bei 43,75 % der Patienten, die orale Cannabispräparate verwendeten, traten Nebenwirkungen auf, die jedoch als mild eingestuft wurden.

    Schlussfolgerung:

    Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Cannabis als mögliche Therapieoption für Personen, die unter Migräne leiden. Die Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Cannabis, insbesondere bei regelmäßiger Anwendung, effektiv bei der Reduzierung von Übelkeit und Erbrechen sowie bei der Minimierung der Migränehäufigkeit und -intensität sein kann. Diese positive Wirkung, kombiniert mit einer vergleichsweise niedrigen Rate an milden Nebenwirkungen, macht Cannabis zu einer vielversprechenden Alternative zu herkömmlichen Behandlungen.

    Erfahrungsberichte

    Für einen groben Einblick in die Erfahrungsberichte von Betroffenen haben wir im Folgenden englischsprachige wie auch deutschsprachige Erfahrungsberichte zusammengefasst. Wir haben die Berichte über Internetforen wie Reddit und deutschsprachige Gesundheitsforen zusammengefasst.

    Lebensqualität deutlich verbessert

    "Ich hatte seit meiner Jugend mit Migräne zu kämpfen und nichts schien wirklich zu helfen. Seit ich jedoch mit der Einnahme von Cannabis-Öl begonnen habe, hat sich meine Lebensqualität deutlich verbessert. Die Häufigkeit meiner Migräne hat sich halbiert und die Schmerzen sind viel erträglicher geworden."

    Skeptisch, aber positiv überrascht

    "Als jemand, der neu in der Welt des medizinischen Cannabis ist, war ich anfangs skeptisch. Aber nach einem Monat der Anwendung habe ich eine deutliche Verringerung meiner Migräneanfälle bemerkt. Es war nicht perfekt, aber die Verbesserung war signifikant."

    Erfolgreiche Reduktion von Übelkeit

    "Ich benutze medizinisches Cannabis jetzt seit sechs Monaten gegen Migräne und es hat mir enorm bei der Reduktion von Übelkeit geholfen, die ich normalerweise bei einem Anfall erlebe. Es war eine der wenigen Sachen, die wirklich geholfen haben."

    Hilfreich, aber mit Vorsicht zu genießen

    "Obwohl ich finde, dass Gras mir hilft, meine Migräneschmerzen zu lindern, habe ich festgestellt, dass ich manchmal einen 'Downer' entwickle, wenn ich es zu oft benutze. Es ist ein Balanceakt. Ich sollte es nur nehmen wenn ich gute Laune habe."

    Schnelle Hilfe bei akuten Schmerzen

    "Ich habe verschiedene Formen von Cannabis ausprobiert, von Edibles bis hin zu Tinkturen. Für mich persönlich wirken die Tinkturen am besten, da sie nicht nur die Migräneanfälle reduzieren, sondern auch schnell bei akuten Schmerzen im und am Kopf helfen."

    Wirksam, aber mit leichten Nebenwirkungen

    "Leider hatte ich nach der Einnahme von Cannabis leichte Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit und oft eine starke Müdigkeit. Die Wirkung auf meine Migräne war gut, aber die Nebenwirkungen waren etwas störend wenn ich es tagsüber nehmen wollte."

    Weniger Anfälle, verbesserte Lebensqualität

    "Cannabis hat meine Migräneattacken deutlich seltener gemacht. Ich benutze vor allem Vaporizer, weil es schnell wirkt und ich die Dosierung gut kontrollieren kann. Es hat mein Leben verändert!"

    Reduzierte Schmerzintensität, aber keine Häufigkeitsabnahme

    "Ich habe mit Cannabis gute Erfahrungen gemacht, was die Intensität meiner Migräne angeht, aber es hat bei mir nicht die Häufigkeit der Anfälle reduziert. Es ist jedoch toll, weniger Schmerzen zu haben, wenn ein Anfall kommt."

    Zusammenfassung:

    Cannabis wird zunehmend als mögliche Option für die Behandlung von Migräne betrachtet, besonders für diejenigen, die mit traditionellen Medikamenten keine Linderung finden.

    Es kann helfen, die Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen zu reduzieren, und viele Nutzer berichten über eine deutliche Abnahme von Begleitsymptomen wie Übelkeit und Erbrechen.

    Die Wirkstoffe in Cannabis, wie THC und CBD, interagieren mit dem körpereigenen endokannabinoiden System, was zur Regulierung von Schmerz und Entzündung beiträgt.

    Diese Interaktionen können erklären, warum Cannabis bei einigen Menschen wirksam Schmerzen lindert und Entzündungsreaktionen mindert.

    Obwohl Cannabis kein Wundermittel ist und nicht bei jedem gleich wirkt, könnte es eine wertvolle Alternative sein, besonders wenn herkömmliche Behandlungen versagen oder nicht vertragen werden.

    Die wissenschaftliche Forschung deutet darauf hin, dass Cannabis bei richtiger Dosierung und Anwendung die Lebensqualität verbessern kann, ohne dabei schwere Nebenwirkungen zu verursachen.

    Daher ist es für viele Menschen mit Migräne einen Versuch wert, besonders in Anbetracht der personalisierten Anpassung von Dosierung und Konsumform, die es ermöglicht, individuelle Behandlungspläne zu erstellen.

    Cannabis über Online-Rezept

    Wenn du Schwierigkeiten hast, persönlich einen Arzt aufzusuchen, vielleicht wegen Zeitmangels, Stress oder sogar Angststörungen, kannst du Cannabis auch über ein Online-Rezept beziehen.

    Seriöse Anbieter wie DoktorABC ermöglichen es dir, die gesamte Diagnose und Beratung online durchzuführen. Nach einer sorgfältigen Überprüfung deiner Gesundheitsdaten und einer Konsultation durch einen qualifizierten Arzt, kann dir das benötigte Cannabis direkt nach Hause geschickt werden.

    Diese Option bietet eine bequeme, diskrete und sichere Möglichkeit, Zugang zu Cannabis als Behandlungsoption zu erhalten, ohne dass du deine Komfortzone verlassen musst.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Medical Cannabis for the Treatment of Migraine in Adults: A Review of the Evidence – doi.org
      2. Efficacy and Safety of Medical Marijuana in Migraine Headache – doi.org
      3. Medical Cannabis, Headaches, and Migraines: A Review of the Current Literature – ncbi.nlm.nih.gov
      4. Medical Cannabis for the Treatment of Migraine in Adults: A Review of the Evidence – frontiersin.org
      5. Chapter 41 – Medical cannabis and use in migraine – doi.org
      6. Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine – jpain.org
      7. Cannabis for Migraine – headacheaustralia.org.au
      8. Patterns of medicinal cannabis use, strain analysis, and substitution effect among patients with migraine, headache, arthritis, and chronic pain in a medicinal cannabis cohort – thejournalofheadacheandpain.biomedcentral.com
      9. New High for Migraine Treatment? Trial Looks at Effectiveness of THC, CBD – health.ucsd.edu
      10. Characterization of the biochemical and behavioral effects of cannabidiol: implications for migraine – thejournalofheadacheandpain.biomedcentral.com
      11. Cannabis for migraine treatment: the once and future prescription? An historical and scientific review – sciencedirect.com
      12. Cannabis Use May Lead to Rebound Headaches in Chronic Migraine Patients – ccjm.org
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      Matthias Wiesmeier

      Dieser Artikel wurde von Matthias Wiesmeier verfasst. Selbstständiger Schriftsteller und Webdesigner seit 2005. Fachbereiche: Gesundheit, Psychologie, Sport.

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      Autor und Überprüfung:

      Autor: Matthias Wiesmeier – Medizinische Überprüfung: Thomas Hofmann

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