Laufsucht

Süchtig nach Joggen

Laufsucht ist ein Phänomen, bei dem das regelmäßige Joggen über das normale Maß hinausgeht und zwanghafte Züge annimmt.

Unser Artikel klärt in einfacher Sprache auf, was es für Anzeichen gibt, welche Auslöser existieren und was du selbst dagegen tun kannst. Unsere Informationen sind  schnell zu lesen und ganz ohne Werbung. Du kannst im Inhaltsverzeichnis direkt zu den Themen springen, die dich interessieren.

Inhalte:
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    Definition Laufsucht

    Die Laufsucht bezieht sich auf ein zwanghaftes Verhalten, bei dem das Laufen nicht mehr nur als Hobby oder zur Freude ausgeübt wird, sondern eine dominierende Rolle im Alltag einnimmt. Es handelt sich um eine Verhaltenssucht, bei der das Laufen zum zentralen Lebensinhalt wird und oft zu Lasten anderer Lebensbereiche geht.

    Sucht im Allgemeinen bezeichnet eine zwanghafte Abhängigkeit von einer Substanz oder Aktivität, die das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert. Suchtverhalten wiederholt sich regelmäßig, da es kurzfristig ein Gefühl von Glück oder Entlastung bietet, langfristig jedoch oft zu negativen Konsequenzen führt.

    Bei der Laufsucht ist dieser Mechanismus ähnlich: Das Laufen löst die Freisetzung von Endorphinen und anderen chemischen Stoffen im Gehirn aus, was zu einem temporären Hochgefühl führt, das süchtig machen kann.

    Hobby und Freude am Laufen

    Freizeitaktivität:

    Laufen als entspannende Aktivität, die Spaß macht und ohne Druck ausgeführt wird.

    Flexible Planung:

    Integration des Laufens in den Alltag, ohne dass andere Verpflichtungen darunter leiden.

    Sehr strenges Training

    Zielorientiertes Training:

    Regelmäßiges und strukturiertes Training mit spezifischen Zielen, wie z.B. die Teilnahme an einem Marathon.

    Gesundheitsbewusstsein:

    Trotz intensiver Trainingseinheiten bleibt die Gesundheit im Fokus, Pausen und Erholungsphasen werden eingehalten.

    Zwanghaftes Training mit Suchtverhalten

    Übertraining:

    Laufen wird auch bei Schmerzen, Verletzungen oder extremen Wetterbedingungen fortgesetzt.

    Soziale und berufliche Nachteile:

    Das Laufen nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass soziale Beziehungen und berufliche Verpflichtungen darunter leiden.

    Psychischer Druck:

    Das Gefühl von Angst oder Unruhe, wenn ein Lauf ausfallen muss.

    anzeichen-laufsucht-symptome

    Anzeichen einer Laufsucht

    Wenn du dich fragst, ob dein Laufverhalten noch gesund ist oder ob du vielleicht schon Tendenzen zur Laufsucht entwickelst, gibt es einige klare Anzeichen, die darauf hindeuten können.

    Ein strenger Trainingsplan allein bedeutet nicht unbedingt eine Sucht; Disziplin und Ehrgeiz sind in vielen Sportarten notwendig und gesund.

    Aber es gibt Warnsignale, die zeigen, dass aus einer Leidenschaft möglicherweise eine Sucht geworden ist.

    1. Ignorieren von Verletzungen

    Du läufst weiter, auch wenn du verletzt bist und eigentlich Ruhe brauchen würdest. Das Weiterlaufen trotz Schmerzen kann ein ernstes Warnsignal sein.

    2. Vernachlässigung von Krankheiten

    Du ziehst deine Laufschuhe auch an, wenn du krank bist – selbst bei einer Erkältung oder schlimmeren Gesundheitszuständen, wo Ruhe angebracht wäre.

    3. Laufen trotz wichtiger Verpflichtungen

    Laufen bekommt immer Vorrang, selbst wenn wichtige familiäre oder berufliche Termine anstehen. Du hast das Gefühl, dass du diese Termine vernachlässigen musst, um deinem Laufplan zu folgen.

    4. Schuldgefühle bei ausgelassenen Laufeinheiten

    Du fühlst dich schuldig oder ängstlich, wenn du mal nicht laufen gehst. Dieses Gefühl kann dich den ganzen Tag über begleiten und deine Stimmung deutlich beeinflussen.

    5. Übermäßige Beschäftigung mit dem Laufen

    Du verbringst extrem viel Zeit mit Planung, Durchführung und Nachbereitung deiner Läufe. Das Laufen und alles, was damit zusammenhängt, nimmt einen unverhältnismäßig großen Teil deines Lebens ein. Du findest kaum noch andere Gesprächsthemen.

    6. Soziale Isolation

    Du meidest soziale Aktivitäten oder reduzierst den Kontakt zu Familie und Freunden, um mehr Zeit für das Laufen zu haben.

    7. Ständige Steigerung der Laufintensität

    Du steigerst ständig das Pensum und die Intensität deiner Läufe, selbst wenn eine Pause angebracht werde. Du fühlst dich sehr schlecht wenn du dich mal nicht steigern kannst – ein typisches Zeichen für Toleranzentwicklung, wie es auch bei Suchterkrankungen vorkommt.

    8. Stimmungsschwankungen

    Deine Stimmung ist stark abhängig davon, ob du gelaufen bist oder nicht. Tage ohne Laufen können zu Niedergeschlagenheit und Reizbarkeit führen.

    9. Medikamentenmissbrauch

    Möglicherweise betreibst du sogar Medikamentenmissbrauch, um deine Schmerzen zu unterdrücken oder sogar deine Leistung mittels Doping zu verbessern. Obwohl du weißt, dass dieses Verhalten schädlich ist, begehst du trotzdem diesen Missbrauch.

    10. Über dein Limit

    Obwohl du bereits körperoch total erschöpft bist udn al Limit bist, übetreittrst du diese Grenzen weiterhin und willst dein Körper ans Absolute Limit bringen. Sgoar medizische Ratschlöge öder gesundheitliche Probleme werden ginorneiret. Du überschritest dein Limit offenscihtlich obeohl du weißt das dir das Lauftrainign mittlerweiel merh shadet als hiflt.

    Auslöser der Laufsucht

    Die Entwicklung einer Laufsucht beginnt oft harmlos, meist mit der Motivation, fit zu sein, entweder um abzunehmen oder aus reiner Freude am Sport. Was als gesunde Aktivität startet, kann sich jedoch schleichend zu einer Sucht entwickeln.

    Oft wird dieser Prozess durch das sogenannte „Runner’s High“ angetrieben, das intensive Gefühl von Euphorie und Glück, das durch die Freisetzung von Endorphinen während des Laufens entsteht.

    Diese biochemische Reaktion kann so verlockend sein, dass sie zu einer treibenden Kraft hinter dem zwanghaften Bedürfnis zu laufen wird.

    Motivation Gewicht

    Viele beginnen mit dem Laufen, um Gewicht zu verlieren. Dieses Ziel kann motivierend sein und zu regelmäßigem Training führen. Allerdings kann die ständige Sorge um das Körpergewicht und das Erreichen bestimmter Zielwerte zu einem obsessiven Verhalten führen, bei dem das Laufen nicht mehr nur ein Mittel zur Gewichtskontrolle ist, sondern zum zentralen Lebensinhalt wird.

    Motivation sportliche Leistung

    Der Wunsch, sportliche Leistungen zu verbessern, kann ebenfalls ein Auslöser sein. Das Setzen und Erreichen immer höherer Ziele kann süchtig machen. Der stetige Drang, sich selbst zu übertreffen, kann dazu führen, dass vernünftige Grenzen des Trainings überschritten werden und das Laufen zu einer Sucht wird.

    Runner's High

    Das Runner's High beschreibt ein Gefühl intensiver Euphorie, das durch die langanhaltende, strenge körperliche Aktivität ausgelöst wird. Diese Endorphinfreisetzung kann so befriedigend sein, dass Läufer süchtig danach werden, dieses Hochgefühl immer wieder zu erleben. Die Suche nach diesem Zustand kann zu exzessivem Laufen führen.

    Motivation Therapie

    Für viele ist Laufen eine Form der Therapie – es hilft, Stress abzubauen und Probleme zu verarbeiten. Diese therapeutische Wirkung ist gesund, solange sie in Maßen genossen wird. Problematisch wird es jedoch, wenn das Laufen die einzige Methode zur Stressbewältigung wird. Alternativen wie Meditation oder andere Formen der Entspannung sollten auch erlernt werden, um eine gesunde Balance zu wahren und nicht in eine Abhängigkeit vom Laufen zu geraten.

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    Tipps gegen die Laufsucht

    Um die Laufsucht zu bekämpfen, könntest du beginnen, dich, so hart es klingt, zu zwingen, weniger zu laufen. Doch das klingt einfacher, als es getan ist.

    Damit du die Sucht eindämmen kannst, geben wir dir im Folgenden einige Tipps. Diese könnten dir dabei helfen, die Laufsucht zu drosseln. Ziel ist es, ein gesundes Verhalten zu deinem Sportverhalten, deinem Dopaminhaushalt und deinem Körper wiederherzustellen.

    Sport im Fitnessstudio

    Du könntest dich dazu zwingen, ausschließlich im Fitnessstudio zu trainieren. Die festgelegten Öffnungszeiten und die Trainingspläne, die du dir von Trainern erstellen lässt, könnten dich dazu bringen, dich an vorgegebene Regeln zu halten. Gleichzeitig kann dies auch motivierend wirken, deine gesetzten Ziele zu erreichen und einzuhalten. Im Fitnessstudio hast du den Vorteil, dass du offen und ehrlich über deine Thematik sprechen kannst, ohne das Risiko, missverstanden zu werden – im Gegensatz zu Gesprächen mit einem Therapeuten oder Psychologen, der möglicherweise nicht direkt mit sportbezogenen Suchtthemen vertraut ist.

    Für diesen Ansatz solltest du natürlich ein Studio wählen, wo auch Trainer anwesend sind. Dies ist beispielsweise bei Premium Fitnessstudio von highclassfitness.de der Fall. Weiter Studios in deiner Nähe findest du über Google Maps, wo du gezielt nach Studios suchen kannst, die auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind und das passende Betreuungsangebot bieten.

    Wettkämpfe nur im Urlaub

    Du könntest dich darauf beschränken, nur im Urlaub an deine Grenzen zu gehen und zuhause nur sanftes Training zu machen. Es ist gesünder, täglich nur etwa 50% deiner maximalen Leistung beim Sport zu geben und dafür nur bei besonderen Anlässen 100% zu erreichen. Diese Methode hilft, Übertraining und Verletzungen zu vermeiden und sorgt dafür, dass du langfristig gesund und leistungsfähig bleibst.

    Auf www.hardworkpaysoff.de beschreibe ich dir in meinem Buch, wie erfolgreich es sein kann, täglich nur mit mäßiger Intensität zu trainieren. So bleibt es möglich, zu besonderen Gelegenheiten, beispielsweise im Urlaub, voll an deine Grenzen zu gehen. (Quelle: Matthias Wiesmeier)

    Nur gemeinsam laufen gehen

    Du könntest dich darauf festlegen, nur mit Freunden oder einer Laufgruppe zu laufen. Wenn du es dir verbietest, alleine zu laufen, schaffst du automatisch ein System, das dich zu gelegentlichen Pausen zwingt, besonders wenn deine Laufpartner nicht verfügbar sind. Dieser Ansatz fördert soziale Interaktionen, die nicht nur die Motivation steigern können, sondern auch verhindern, dass du zu oft und zu intensiv trainierst. So bleiben die Lauftreffen ausgewogen und gesundheitsförderlich.

    Selbsthilfe bei Süchten und Zwängen

    Du könntest dich darauf festlegen, nur mit Freunden oder einer Laufgruppe zu laufen. Wenn du es dir verbietest, alleine zu laufen, schaffst du automatisch ein System, das dich zu gelegentlichen Pausen zwingt, besonders wenn deine Laufpartner nicht verfügbar sind. Dieser Ansatz fördert soziale Interaktionen, die nicht nur die Motivation steigern können, sondern auch verhindern, dass du zu oft und zu intensiv trainierst. So bleiben die Lauftreffen ausgewogen und gesundheitsförderlich.

    Professionelle Therapie

    Falls dir die bisherigen Tipps nicht ausreichen und auch ein Selbsthilfebuch nicht das gewünschte Ergebnis bringt, um deine Laufsucht zu reduzieren, solltest du über eine professionelle Therapie nachdenken. In diesem Fall sind Therapeuten oder Psychologen tatsächlich die richtigen Ansprechpartner. Dabei werden unterschiedliche Ansätze verfolgt, um dein Verhalten zu therapieren.

    Kognitive Verhaltenstherapie

    Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine effektive Methode, um Suchtverhalten zu behandeln. Sie hilft dir, die Gedanken und Muster zu erkennen und zu verstehen, die dein Laufverhalten beeinflussen. In der Therapie lernst du, negative Denkmuster zu identifizieren und durch positive zu ersetzen. Zum Beispiel, wenn du normalerweise den Drang verspürst zu laufen, um Stress abzubauen, könntest du lernen, andere, weniger intensive Formen der Bewegung zu nutzen oder alternative Entspannungstechniken anzuwenden.

    Gesprächstherapie

    Diese Therapieform ermöglicht es dir, über deine Gefühle und Gedanken zu sprechen und zu verstehen, wie diese dein Suchtverhalten beeinflussen. Es ist eine gute Möglichkeit, emotionale Unterstützung zu erhalten und tiefere Einblicke in deine Motivationen und Ängste zu gewinnen.

    Gruppentherapie

    Hier teilst du deine Erfahrungen mit anderen, die ähnliche Herausforderungen haben. Dies kann sehr unterstützend wirken, da du siehst, dass du nicht allein bist und von den Erfahrungen anderer lernen kannst.

    Familientherapie

    Manchmal ist es hilfreich, die Familie in den Therapieprozess einzubeziehen, besonders wenn familiäre Dynamiken eine Rolle in deinem Suchtverhalten spielen.

    Zusammenfassung:

    Laufen ist grundsätzlich eine gesunde Aktivität, die viele Vorteile für körperliche und geistige Gesundheit bietet.

    Wenn dein Laufverhalten jedoch zwanghaft wird und mehr gesundheitsschädigend als fördernd wirkt, könnte es sich um eine Laufsucht handeln. Die Anzeichen dafür sind klar: Übertraining trotz Verletzungen oder Krankheiten, Vernachlässigung anderer Lebensbereiche und das Gefühl von Schuld oder Angst, wenn man nicht laufen kann.

    Wenn du solche Anzeichen bei dir erkennst, solltest du das ernst nehmen. Unsere Tipps können einen ersten Anhaltspunkt bieten, wie du mit der Situation umgehen kannst.

    Von der Umstellung deiner Trainingsroutine bis hin zur Nutzung von Fitnessstudios oder Abmachungen, wie dem Training in einer Gemeinschaft, aber nicht mehr außerhalb, können dir helfen, ein gesünderes Verhältnis zum Laufen zu entwickeln.

    Solltest du jedoch feststellen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen und die Sucht dein Leben weiterhin stark beeinträchtigt, könnte unser Selbsthilfebuch eine geeignete Unterstützung bieten. Es erklärt die Mechanismen hinter Suchtverhalten und bietet Strategien, wie du aus der Sucht herausfinden kannst. Ein professioneller Therapieansatz ist ebenfalls eine Option, falls du spürst, dass du allein nicht weiterkommst.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Running Addiction: 7 Signs You Are Addicted To Running – marathonhandbook.com
      2. Why is Running Addictive? The Science Behind Runner’s High … rundure.com
      3. Are You Addicted to Running? 8 Warning Signs to Consider – runsmartonline.com
      4. Running addiction – doi.org
      5. Running and exercise addiction explained by an expert – womensrunning.co.uk
      6. Running addiction: measurement and associated psychological characteristics – pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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      Matthias Wiesmeier

      Dieser Artikel wurde von Matthias Wiesmeier verfasst. Selbstständiger Schriftsteller und Webdesigner seit 2005. Fachbereiche: Gesundheit, Psychologie, Sport.

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      Autor und Überprüfung:

      Autor: Matthias Wiesmeier – Medizinische Überprüfung: Thomas Hofmann

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