Schizophrenie

Angst vor Schizophrenie überwinden + Schizophrenie Formen erklärt

Bei der schizophrene Psychose Schizophrenie nehmen Betroffene Gedanken und Wahrnehmungen verändert wahr.  Viele Betroffene haben Angst vor der Schizophrenie, weshalb es wichtig ist, die Auswirkungen genau zu kennen.

Da die Schizophrenie zahlreiche verschiedene Formen haben kann sind klar Richtlinien nur schwer möglich. Im folgenden versuchen wir hilfreiche Tipps zu geben und die Vorteile einer Behandlung erläutern.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Bei einer Schizophrenie kommt es zu psychotischen Phasen. Der Verlauf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während manche Fälle sehr unkompliziert verlaufen, kann eine nicht behandelte Schizophrenie auch dramatische Folgen haben.

    Bei einer Schizophrenie treten psychotische Symptome auf. Halluzinationen, Wahnvorstellungen und desorganisiertes Denken bzw. Sprechen gehören zu den häufigsten Anzeichen.

    Jedem Menschen tut etwas anderes gut. Viele Schizophrene suchen sich ein Hobby, in dem sie voll und ganz aufgehen können. Anderen helfen gezielte Entspannungsübungen oder Yoga. In jedem Fall sollten Betroffene sich mit Tipps beschäftigen oder in extremen Fällen in Therapie begeben, um die Schizophrenie behandeln zu lassen.

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    Schizophrenie erklärt

    Was genau ist Schizophrenie eigentlich?

    Bei Schizophrenie handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene ihre Außenwelt phasenweise ganz anders wahrnehmen als normalerweise.

    Menschen, die schizophren sind, hören häufig Stimmen und fühlen sich verfolgt. Auch das Gefühl, dass andere Menschen sie beeinflussen möchten, ist ein häufiges Anzeichen für eine Schizophrenie. 

    Durch ihre veränderte Wahrnehmung legen sie auch ein anderes Verhalten an den Tag. Häufig sprechen an Schizophrenie erkrankte Menschen unzusammenhängend. Andere haben keinerlei Bezug zur Realität mehr.

    Schizophrenie tritt bei den meisten Menschen phasenweise auf, es ist allerdings auch eine anhaltende Schizophrenie möglich.

    Welche Arten von Schizophrenie gibt es?

    Abhängig davon, wie sich die Schizophrenie äußert, wird in 4 verschiedene Arten unterschieden.

    Schizophrenie Arten:

    Schizophrenie Symptome

    Wie zeigt sich eine Schizophrenie?

    Die Symptome einer Schizophrenie unterscheiden sich je nach Art der psychischen Erkrankung.

    Wer vermutet, unter schizophrenen Phasen zu leiden, sollte sich das eigene Verhalten und die eigene Wahrnehmung einmal genauer ansehen und mit den Menschen im engsten Kreis sprechen.

    So lässt sich bereits eine erste Eingrenzung vornehmen. Natürlich gilt das auch dafür, wenn Sie vermuten, dass ein Familienangehöriger oder Freund schizophren ist.

    Paranoide Schizophrenie Symptome

    Eine paranoide Schizophrenie beginnt meist in einem Alter zwischen 25 und 35 Jahren auf. Sie ist die wohl häufigste Form der Schizophrenie. Betroffene leiden unter Wahnvorstellungen und haben Halluzinationen. Üblicherweise haben sie das Gefühl, beobachtet zu werden, wobei man von Paranoia spricht. Auch Stimmen hören Betroffene häufig.

    Symptome der hebephrenen Schizophrenie

    Die hebephrene Schizophrenie tritt meist in einem Alter zwischen 15 und 25 Jahren auf. Betroffene legen ein unangemessenes Verhalten an den Tag und sind häufig fahrig bis unhöflich. Das Gefühlsleben ist auffällig und meist passt die Stimmung nicht zu der Situation.

    Schizophrenes Residuum Anzeichen

    Das schizophrene Residuum tritt nach einer akuten psychotischen Phase auf. Es handelt sich um chronische Beschwerden: Betroffene sind passiv und wirken bedrückt und antriebslos. Das erkennt man sowohl am Gesichtsausdruck und der Körperhaltung als auch an der Sprache. Auch das Interesse an Aktivitäten oder sozialen Interaktionen geht dabei verloren. Nicht selten geht ein schizophrenes Residuum mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen einher.

    Katatone Schizophrenie Symptome

    Eine katatone Schizophrenie kommt vergleichsweise selten vor und wird meist bei Menschen zwischen 15 und 25 Jahren diagnostiziert. Hier wirkt sich die psychische Erkrankung vor allem auf den Körper aus. Bewegungsauffälligkeiten, zu denen ein zielloser Bewegungsdrang, Grimassieren oder Erstarren zählen, treten auf.

    Schizophrenie erkennen

    Schizophrenie diagnostizieren trotz Angst vor dem Arzt?

    Häufig fällt es Betroffenen, die Symptome feststellen, welche auf eine Schizophrenie zurückzuführen sein können, schwer, sich an einen Arzt zu wenden.

    Zwar sind psychische Erkrankungen schon lange kein Tabu-Thema mehr, dennoch fühlen sich psychisch kranke Menschen häufig nicht verstanden oder schämen sich für ihre Krankheit. 

    Wenn Sie jedoch vermuten, dass Sie oder jemand, den Sie kennen, unter Schizophrenie leidet, besteht meist genug Grund einen Arzt aufzusuchen.

    Gut zu wissen

    Bei einem spezialisierten Facharzt, der tagtäglich mit psychischen Erkrankungen wie der Schizophrenie zu tun hat, wird man Verständnis für Sie haben und Ihnen helfen. Hier herrscht kein Stigmatisierung vor.

    Ablauf einer Schizophrenie Diagnose

    Die Diagnose Schizophrenie wird erst dann gestellt, wenn Betroffene die typischen Symptome mindestens einen Monat lang aufweisen. Während Wahnvorstellungen und das Hören von Stimmen mehr Gewicht bei der Diagnose haben, sind andere Halluzinationen, zielloser Bewegungsdrang oder wirres Reden weniger typisch für eine Schizophrenie.

    Um eine Diagnose stellen zu können, wird das Verhalten der betroffenen Person beobachtet. Auch Gespräche mit Angehörigen sowie neurologische und körperliche Untersuchungen sind notwendig. Es gilt, andere mögliche Ursachen auszuschließen wie beispielsweise eine Erkrankung des Nervensystems oder die Folgen von Drogenmissbrauch.

    Facharzt der Psychiatrie empfohlen

    Da es häufig gar nicht so einfach ist, Abweichungen des normalen Verhaltens zu ermitteln, ist es wichtig, dass Sie sich von einem Facharzt der Psychiatrie untersuchen lassen und eine Psychotherapie machen.

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    Schizophrenie Tipps

    Tipps und Ratschläge bei Schizophrenie

    Eine erfolgreiche Behandlung von Schizophrenie ist vor allem mit Ihrer persönlichen Hilfe möglich. Daher geben wir bevor wir auf die professionellen Behandlungsmethoden eingehen, einige hilfreiche Tipps gegen die Schizophrenie.

    An der Behandlung beteiligen

    Je früher Sie an Schizophrenie erkranken und mit einer Behandlung durch einen erfahrenen Psychologen beginnen, desto besser stehen die Genesungschancen. 

    Eine langfristig erfolgreiche Schizophreniebehandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Medikamente allein reichen dabei nicht aus. Es ist daher wichtig, dass Sie sich über die Krankheit informieren, mit Ihren Therapeuten kommunizieren, ein gutes Unterstützungssystem aufbauen, Tipps ergreifen und sich so genau wie möglich an den Behandlungsplan halten.

    Empfehlungen wie Stressabbau, Ernährungsumstellungen und soziale Unterstützung scheinen alleine nicht so effektiv zu sein, doch in Kombination können diese Faktoren eine tiefgreifende Wirkung auf die Symptome der Schizophrenie haben. 

    Wichtig für die Beteiligung der Behandlung ist:

    Persönliche Unterstützung

    Persönlicher Kontakt ist einer der effektivsten Wege um das Nervensystem zu beruhigen und Stress zu reduzieren. Psychosen können durch Stress ausgelöst und verstärkt werden, daher ist es wichtig diesen Stress unter Kontrolle halten zu können. 

    Im Idealfall finden Sie jemanden, mit dem Sie regelmäßig persönlich in Kontakt treten können – jemanden, mit dem Sie jederzeit sprechen können und der Ihnen zuhört, ohne zu urteilen, zu kritisieren oder sich ablenken zu lassen.

    Die Unterstützung von Mitmenschen kann nicht nur helfen, Stress abzubauen, sondern auch die Aussichten der Schizophrenie zu verbessern. Dies ist auch ein Grund warum Menschen in sozialer Isolation es deutlich schwieriger haben, die Schizophrenie zu behandeln. 

    Tipps für das soziale Umfeld:

    Stress reduzieren

    Zu viel Stress erhöht auch die körpereigene Produktion des Hormons Cortisol. Ein zu hoher Cortisolspiegel kann zu psychotischen Verstimmungen und einer verstärkten Schizophrenie führen. Die Stresslinderung ist daher bei Schizophrenie eines der wichtigsten „Tools“ welches vom Patienten beeinflusst werden kann. 

    Tipps zur Stresslinderung bei Schizophrenie:

    Schlechten Einfluss vermeiden

    Einfache Änderungen für einen gesunden Lebensstil anstelle von negativen Einflüssen, können einen großen Einfluss haben. Der Verzicht von schlechten Einflüssen kann entscheidend für das Wohlbefinden und die Anzahl und Intensität der Symptome sein.  

    Vermeiden Sie:
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    Schizophrenie Behandlung

    Wie wird Schizophrenie behandelt?

    Je nach Schweregrad und entsprechend den Bedürfnissen des Betroffenen sind verschiedene Behandlungsmethoden bei einer Schizophrenie möglich.

    Man richtet sich dabei ganz nach der betroffenen Person aus, wobei dies bei der ersten akuten Psychose nicht immer möglich ist.

    Eine Behandlung muss gemeinsam geplant werden, wofür die akuten Symptome zunächst abklingen müssen. 

    Folgendes verhilft schizophrenen Personen zu einem positiven Verlauf:

    Hilfe bei Schizophrenie

    Die Unterstützung durch die Menschen in Ihrem Umfeld ist sehr wichtig, wenn Sie an Schizophrenie erkrankt sind. Das bedeutet auch, dass Sie für Angehörige, Freunde oder Kollegen da sein sollten, falls diese unter Psychosen leiden.

    Es hilft Betroffenen, wenn ihnen Menschen einfach nur emotional zur Seite stehen und zuhören, wenn sie reden möchten. Auch eine Hilfe im Alltag ist gern gesehen.

    Eine gute Ergänzung ist Psychoedukation. Hier lernen Angehörige, aber auch die Erkrankten selbst, wie sie mit der Schizophrenie am besten umgehen.

    Dort können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und lernen alles über Behandlungsmethoden und die Anzeichen der Erkrankung.

    Psychotherapie bei Schizophrenie

    Eine Psychotherapie kann die Beschwerden verbessern und hilft dabei, dass Betroffene mit der psychischen Erkrankung selbst besser umgehen können.

    Eine kognitive Verhaltenstherapie sowie eine Familientherapie sind gute Ansätze. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Phase man eine Therapie beginnt. Selbst während einer akuten Psychose ist die Psychotherapie sehr hilfreich.

    Medikamente gegen Schizophrenie?

    Ergänzend zur Therapie werden häufig Medikamente verschrieben. Sogenannte Antipsychotika helfen dabei, dass die Beschwerden abklingen. Außerdem schützen sie auf lange Sicht gesehen vor Rückfällen. Jedoch ist nicht für jeden die Einnahme von Medikamenten die beste Lösung, da diese häufige Nebenwirkungen mit sich bringen können.

    Wer aufgrund seiner Schizophrenie sein bisheriges Leben aufgeben musste, kann mit einer Soziotherapie wieder zurückfinden.

    Verschiedene Angebote helfen dabei, dass Betroffene wieder ein eigenständiges Leben führen können. Das hat den großartigen Nebeneffekt, dass es die Symptome lindern kann.

    Professionelle Hilfe erhalten

    Auch wenn sich in den letzten Jahren einiges getan hat, um allgemeines Verständnis für psychisch Kranke zu vermitteln, wird dennoch nach wie vor wenig über Schizophrenie gesprochen. Daher können die Hemmungen häufig groß sein, bei entsprechenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen.

    Vielleicht haben auch Sie mit einem Schamgefühl oder einem Gefühl der Verwirrung zu kämpfen, wenn Sie vermuten, dass bei Ihnen eine Psychose vorliegen könnte.

    Trotzdem sollten Sie all Ihren Mut zusammennehmen und einen Facharzt aufsuchen. Dort wird man Ihnen Verständnis entgegenbringen und helfen.

    Mit den richtigen Behandlungsmethoden kann eine diagnostizierte Schizophrenie eingedämmt werden. Zwar ist Schizophrenie bis heute noch nicht heilbar, doch ein Facharzt kann Ihnen helfen, die Symptome zu kontrollieren und Rückfälle zu vermeiden.

    Arztsuche über das Internet

    Eine Schizophrenie sollte nur von einem Facharzt für psychische Erkrankungen behandelt werden.

    Wenn also der Verdacht auf eine Schizophrenie besteht, sollten Sie einen geeigneten Therapeuten suchen. Wir empfehlen derzeit hierfür die Suche auf Therapie.de

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Schizophrenie – Wikipedia
      2. Schizophrenia – Symptoms and causes – Mayo Clinic

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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