Angst vor Mobbing überwinden

Was kann man gegen Mobbing tun? Ängste überwinden - Hilfe und Tipps

Mobbing kann sowohl in der Schulzeit als auch im späteren Berufsleben stattfinden. Wer bereits schlechte Erfahrungen als Mobbing-Opfer gemacht hat, fühlt sich dadurch verängstigt. Unweigerlich verstärkt sich die Angst vor Mobbing, was die Gefahr erhöht, wieder in die Opferrolle zu fallen. Darum ist es wichtig, die Angst und das Mobbing selbst zu bekämpfen.

Im Artikel erklären wir woher die große Angst vor Mobbing kommt und was man gegen diese Angstgefühle tun kann.

Übersicht:
    Add a header to begin generating the table of contents
    Umfrage:
    Gewählter Wert: 0
    0 = gar nicht | 10 = extrem

    Alles in Kürze

    Das wichtigste zum Thema Mobbing und der Angst davor

    Die Angst vor Mobbing, eine Form der sozialen Phobie, entwickelt sich oft durch negative Erfahrungen in der Kindheit und kann sich bis ins Berufsleben erstrecken.

    Einflussfaktoren für diese Angst sind unter anderem schwierige Familienverhältnisse, das Gefühl der Ausgrenzung und ein geringes Selbstbewusstsein.

    Typische Symptome sind vermehrte Zurückhaltung, Vermeidungsverhalten, psychosomatische Beschwerden, Schlafmangel, Konzentrationsstörungen und abnehmende Kommunikationsfähigkeit.

    Um die Angst zu überwinden, kann es hilfreich sein, ein Mobbing-Tagebuch zu führen, um die Situation besser zu verstehen, Unterstützung und Hilfe zu suchen und gegebenenfalls juristische Schritte einzuleiten.

    Selbsthilfestrategien, wie Stressbewältigung durch Entspannungstechniken, gezieltes Selbstmanagement und der Aufbau von Selbstvertrauen, sind ebenfalls wertvolle Werkzeuge im Kampf gegen die Angst.

    Unsere Selbsthilfeanleitung bietet eine umfangreiche Sammlung an Tipps und Strategien zur Überwindung von Ängsten und Phobien, einschließlich der Angst vor Mobbing, auf nahezu 40 Seiten.

    Der Ratgeber legt besonderen Wert auf die Förderung des Selbstvertrauens und bietet konkrete Techniken zur Verbesserung des Umgangs mit stressigen Situationen, zur Entspannung und zur Stärkung der eigenen Position gegenüber Mobbingangriffen.

    Die Anleitung kann besonders für diejenigen nützlich sein, die Angst vor ärztlichen oder therapeutischen Interventionen haben, oder die nicht den Weg einer Therapie einschlagen möchten, sondern nach Selbsthilfe suchen.

    Sobald der Alltag unter der Angst vor Mobbing leidet und ein inneres Verlangen nach Veränderung besteht, ohne dass eine formelle Therapie in Betracht gezogen wird, bietet sich unsere Selbsthilfeanleitung an, um die Ängste selbst in den Griff zu bekommen und wieder ein erfülltes Leben zu führen.

    Bedenken und Lösungen

    Bedenken Lösungen
    Angst, Opfer von Mobbing zu werden Aufklärung über persönliche Rechte und Ermutigung, diese durchzusetzen
    Sorge, nicht gehört zu werden Identifizieren vertrauenswürdiger Personen, an die man sich wenden kann
    Fürchtet soziale Isolation Teilnahme an Gruppenaktivitäten, um soziale Bindungen zu stärken
    Befürchtung, dass sich die Situation verschlechtert Erlernen von Konfliktbewältigungsstrategien und Anwendung von Anti-Mobbing-Praktiken
    Angst vor Vergeltungsmaßnahmen Aufklärung über geeignete Berichtsverfahren und Schutzmaßnahmen
    Sorge um die eigene psychische Gesundheit Zugang zu psychologischer Unterstützung und Stressbewältigungstechniken

    Die besten Tipps

    Wissen ist Macht:

    Informieren über Mobbing, seine Formen und Auswirkungen. Verstehen der eigenen Rechte und der Mechanismen zum Schutz vor Mobbing ist essentiell. So entsteht Selbstsicherheit und die Fähigkeit, angemessen auf Mobbing zu reagieren.

    Soziale Unterstützung suchen:

    Ein Netzwerk von Freunden, Familie und vertrauenswürdigen Kollegen kann eine starke Unterstützung gegen Mobbing bieten. Sie können helfen, die Situation objektiv zu bewerten und Mut machen, wenn es darum geht, das Mobbing zu melden oder sich dagegen zur Wehr zu setzen.

    Unser eBook:

    Es hilft allgemein bei der Bewältigung von Phobien und Ängsten, einschließlich der Angst vor Mobbing. Durch verschiedene Techniken und Strategien kann der Umgang mit diesen Ängsten erleichtert und das Selbstbewusstsein gestärkt werden. Es ist ein hilfreicher Begleiter auf dem Weg zur Überwindung der Angst vor Mobbing.

    phobien-und-aengste-cover
    Selbsthilfe Buch bei Phobien und Ängste

    • Über 50 Seiten ✔
    • Verständliche Sprache ✔
    • Selbsthilfe Strategien ✔
    • Tipps für Sofort-Hilfe ✔
    • Softcover-Buch: 19,00 EUR ✔
    • E-Book: 9,99 EUR ✔
    • ➡️ JETZT BESTELLEN

    Angst gemobbt zu werden

    Warum hat man Angst vor Mobbing?

    Eine soziale Phobie wie die Angst vor Mobbing beginnt oft schon in der Kindheit. Mobbing kann sowohl im Unterricht, in der Schulpause, als auch in der Freizeit erfolgen. Einige Kinder müssen dabei mehr einstecken als andere und entwickeln somit eine ständige Angst davor gemobbt zu werden.

    Eine Gruppenbildung ist dabei relativ normal, es wird immer ein paar „Außenseiter“ geben. Doch manche Schüler scheinen sehr oft die Zielscheibe von Häme und Spott zu sein.

    Die Angst vor Mobbing lässt sich als eine Art der Gelotophobie definieren, denn oft steckt darin die Angst vor der eigenen Lächerlichkeit. 

    Familiärer Einfluss:

    Durch schwierige Familienverhältnisse verstärken sich diese Angstgefühle noch. Wenn die Eltern das Kind vernachlässigen oder zu streng sind, fühlt es sich unverstanden. Umso mehr wünscht es sich, Freunde zu finden, doch andere Kinder nutzen solche Schwachstellen gerne aus.

    Ängste können ins Berufsleben übertragen werden:

    Später, bei der Arbeit, setzt sich oft auch die psychische Gewalt fort. Manche Menschen kommen erst dann mit Mobbing in Kontakt.

    Vermeintliche Misserfolge schwächen ihre Selbstsicherheit. Dadurch werden sie empfindlicher gegenüber dem Spott ihrer Kollegen. 

    Habe ich Angst vor Mobbing?

    Warnzeichen für Mobbing und die damit einhergehende Angst

    Eine zunehmende Zurückhaltung ist oft das erste Signal, dass etwas nicht stimmt. Die Betroffenen möchten nicht darüber sprechen, weil sie sich selbst verantwortlich fühlen und schämen.

    Typische Anzeichen:

    Das typische Mobbing-Opfer

    Im Allgemeinen sind es Menschen im starken Abhängigkeitsverhältnis, die zum Opfer werden. Alleinerziehende, Berufseinsteiger aber auch ältere Arbeitnehmer lassen sich schnell verunsichern. Die Täter scheinen zu spüren, mit wem sie es machen können. Ein ängstliches Wegzucken, schnell den Kopf einziehen – diese körperlichen Signale weisen auf ein Fluchtverhalten hin, über das sich die Aggressoren gerne lustig machen. Darum brauchen die Mobbing-Opfer Unterstützung, um ihre Minderwertigkeitsgefühle zu überwinden und selbstbewusst zu reagieren.

    tipps-gegen-mobbing

    Tipps gegen die Angst vor Mobbing

    Was kann man gegen die Angst vor Mobbing unternehmen?

    Ist die Angst vor Mobbing berechtigt oder übertrieben? Ein Mobbing-Tagebuch hilft dabei, die Situation zu erkennen. Die Dokumentation der Schikanen ist deshalb ein wichtiger erster Schritt zur Besserung.

    Zudem lassen sich damit die einzelnen Fakten analysieren:
    Berechtige Angst von Mobbing betroffen zu sein?

    Bei einer berechtigten Angst ist es wichtig, die Mobbing-Situation direkt zu lösen. Mit dem Mobbing-Tagebuch lässt sich feststellen, ob es sich um eine typische Mobbinghandlung handelt oder ob die eigene Angst größer ist als das Problem selbst. In manchen Fällen fühlen sich die vermeintlichen Opfer zwar ausgelacht, doch die Kollegen amüsieren sich über ganz andere Dinge.

    Realistische Einschätzung:

    Indem die Betroffenen aufschreiben, wovor sie sich fürchten und was die Kollegen tun, können sie die Situation besser beurteilen. Für eine realistische Einschätzung ist eventuell ein Gespräch mit einem vertrauten Kollegen sinnvoll.

    Unterstützung & Hilfe suchen:

    Mit Verbündeten lassen sich die vermeintlichen und realen Angriffe der anderen genauer betrachten. In vielen Firmen gibt es eine Beratungsstelle, beispielsweise beim Betriebsrat. Wenn das Mobbing eindeutig ist, können die Betroffenen auch juristische Hilfe suchen.

    Soziale Unterstützung ist für das seelische Gleichgewicht unverzichtbar. Wenn die Familie über den Stress bei der Arbeit Bescheid weiß, fühlen sich die Betroffenen getröstet. Im gemeinsamen Gespräch finden sie eine Möglichkeit, sich zu wehren und die Angst zu überwinden. Dabei kommt es vor allem darauf an, das eigene Ohnmachtsgefühl zu bewältigen und aktiv zu werden.

    Aktiv gegen Mobbing-Angreifer

    Bei einer begründeten Angst ist aktives Handeln nötig, damit der Mobber aufhört, die anderen zu schikanieren. Die folgenden Ratschläge lassen sich auf verschiedene Situationen anwenden.

    Mobbing ansprechen

    Oft lässt sich das Problem durch eine offene, zielführende Aussprache mit dem Aggressor klären. Dabei sollte eine dritte Person anwesend sein, um die Stimmung zu entschärfen.

    "Nein" und "Stop" erlernen

    Ein deutliches „Nein“ lässt sich trainieren, ebenso wie eine eindeutige Ansage. Verbale Reaktionen auf Mobbing sorgen für Klarheit. „Sachlich und direkt sagen, wo das Problem liegt“. Ist eine gewisse Grenze erreicht, ist es wichtig für ein klares "Stop" zu sorgen.

    Persönliche Ansprache beim Täter

    Manche Aggressoren fühlen sich durch Gegenworte nur noch angestachelt. Hier hilft eine ruhige, aber bestimmte Sprache. Wenn die Angreifer nicht zuhören, ist es auch möglich, die eigene Meinung in einer Mail oder einem Brief darzulegen, um Fairness einzufordern. Darin kann auch eine ruhige Warnung enthalten sein, den Mobbing-Vorfall an die Geschäftsführung zu melden. Oft hilft hierbei allerdings kein drohender Wortlaut sondern eine entschärfende Wortwahl. Mobbing kann nur funktionieren, wenn sich die Angreifer stark fühlen. Durch eine Isolierung des Mobbers lässt seine Macht jedoch nach.

    Schlagfertigkeit üben

    Wenn auf einen verbalen Angriff keine Reaktion erfolgt, fühlen sich die Mobber oft enttäuscht und hören damit auf. Manchmal können aber auch schlagfertige Antworten helfen – das hängt vom Charakter der Aggressoren sowie von der Art des Mobbings ab. Eine Prise Humor und die Fähigkeit über sich selbst zu lachen, können dabei ebenfalls hilfreich sein.

    Soziale Unterstützung

    Wer Verbündete hat, wird seltener zum Opfer. Mit sozialer Unterstützung sind die Betroffenen weniger angreifbar. Es kann hilfreich sein sich in einer kleiner Gruppe zusammen zu tun, denn gemeinsam ist man immer stärker und weniger verwundbar.

    Sich selbst stärken

    In einigen Schulen und Firmen gibt es Psychotherapeuten und Anti-Mobbing-Beauftragte. Diese Vertrauenspersonen unterstützen Mobbingopfer, ihre Ängste zu bewältigen. Ohne eine solche Hilfe können die Betroffenen ebenfalls aktiv werden.

    Mobbing kann nur funktionieren, wenn sich die Angreifer stark fühlen. Durch eine Isolierung des Mobbers lässt seine Macht jedoch nach.

    Therapie der Mobbingangst

    Professionelle Therapie gegen die Angst

    Eine psychologische Beratung hilft, das Mobbing-Problem genau zu erkennen. Um den Mobber einzuschüchtern, kann es auch sinnvoll sein, einen Rechtsanwalt zu konsultieren.

    Stärke durch Verhaltenstherapie:

    Die persönlichen Schwächen sollten keine Quelle für Spott und Mobbing sein. Falls die Selbsthilfe nicht zur Besserung führt, ist eventuell eine Verhaltenstherapie nötig.

    Bei einer Verhaltenstherapie erlernen die Betroffenen neue Verhaltensmuster, die dazu führen, dass die angstauslösenden Situationen ihre bedrohliche Wirkung verlieren. 

    Wer hierfür Kontakt mit einem Therapeuten aufnehmen möchte, kann auch die Google Ärztesuche nutzen. Wer eine Online Beratung wünscht, kann den Therapeuten nach der Möglichkeit fragen. 

    Selbsthilfe gegen Mobbingangst

    Wenn man die Ängste selbst überwinden möchte

    Manchmal ist der erste Schritt der schwerste, besonders wenn es darum geht, einen Arzt oder Therapeuten wegen Mobbingängsten aufzusuchen. Hier kann Selbsthilfe ein guter Anfang sein.

    Unsere Selbsthilfe-Anleitung gegen Phobien und Ängste kann dabei ein wertvoller Helfer sein.

    Nach dem Erwerb steht die Anleitung sofort zum Download bereit. Keine versteckten Kosten, nur eine einmalige Zahlung. Sie kann digital gelesen oder ausgedruckt werden, so wie es dir am liebsten ist.

    Verschiedene Methoden funktionieren für verschiedene Menschen. Lass dich nicht entmutigen und suche weiterhin nach Lösungen, die dir helfen. Du musst dich wegen Mobbing nicht hilflos fühlen.

    FAQ über Mobbing

    Fragen und Antworten über Mobbing

    Meistens sind negative Erlebnisse in der Schule und im Job für die Mobbing-Angst verantwortlich. Dazu kommt oft ein mangelndes Selbstwertgefühl. Menschen, die sich unsicher fühlen, leiden eher unter sozialen Ängsten als selbstbewusste Personen.

    Mobbing führt zu innerem Stress und löst das Gefühl aus, ein Versager zu sein. Daraus kann sich eine regelrechte Angst vor der Arbeit oder vor der Schule entwickeln. Die psychosomatischen Beschwerden führen in vielen Fällen zu lang andauernden Krankschreibungen.

    Wer gemobbt wird, kann sich dagegen auflehnen, um der Opferrolle zu entkommen. Ein offenes Gespräch mit den aggressiven Mitschülern oder Kollegen und ggf. einer Vertrauensperson hilft, die Lage zu klären. Dafür brauchen die Betroffenen aber ein gewisses Selbstbewusstsein. Auch Außenstehende können eingreifen, wenn sie das Mobbing direkt mitbekommen.

    Die rechtlichen Konsequenzen von Mobbing variieren je nach Land und Art des Mobbings. In einigen Fällen kann Mobbing als Belästigung, Körperverletzung oder Nötigung angesehen werden und strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Bei Cyber-Mobbing können auch Datenschutzverletzungen oder Verleumdung eine Rolle spielen.

    Wenn Sie jemanden kennen, der gemobbt wird, ist es wichtig, Unterstützung und Verständnis zu zeigen. Hören Sie der betroffenen Person zu und ermutigen Sie sie, sich jemandem anzuvertrauen, z. B. einem Lehrer, Elternteil oder Vorgesetzten. Bieten Sie an, sie bei der Suche nach professioneller Hilfe zu begleiten, wenn nötig.

    Mobbing kann sich in verschiedenen Formen zeigen, aber einige Anzeichen können sein:

    • plötzliche Verhaltensänderungen,
    • Rückzug aus sozialen Aktivitäten,
    • Verschlechterung der schulischen oder beruflichen Leistungen,
    • Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden.

    Mobbing kann aus verschiedenen Gründen entstehen, darunter Machtdemonstration, Neid, Unsicherheit oder der Wunsch, jemanden zu kontrollieren. Mobber können auch selbst Opfer von Mobbing oder Missbrauch sein und dieses Verhalten an andere weitergeben.

    Mobbing kann Menschen jeden Alters, Geschlechts und Hintergrunds betreffen, jedoch sind Kinder und Jugendliche besonders anfällig, da sie sich in einer Phase der Persönlichkeitsentwicklung befinden und möglicherweise noch nicht über die Fähigkeiten verfügen, um angemessen damit umzugehen.

    Es gibt verschiedene Arten von Mobbing, dazu zählen: verbales Mobbing (Beleidigungen, Spott, Gerüchte), soziales Mobbing (Ausgrenzung, Manipulation von Beziehungen), physisches Mobbing (Schubsen, Schlagen) und Cyber-Mobbing (Beleidigungen, Belästigung, Ausgrenzung über digitale Plattformen).

    Übersicht:
      Add a header to begin generating the table of contents

      Beitrag gefallen? Jetzt teilen:

      Facebook
      Twitter
      LinkedIn
      WhatsApp
      Telegram
      Email
      angst-vor-mobbing
      Für volle Größe anklicken

      Quellen:

      1. How a Mindset of Fear Contributes to Bullying – www.psychologytoday.com

      Autoren, Überprüfung und Gestaltung:

      Autorin: Julia Dernbach

      Medizinische Überprüfung: Thomas Hofmann

      Einarbeitung und Gestaltung: Matthias Wiesmeier

      Nach oben scrollen