Angst vor Klassenfahrt

Angst vor der Klassenfahrt

Schon vor der Verabschiedung haben empfindliche Kinder Angst, sich von ihren Eltern zu trennen. Doch die Angst vor Klassenfahrten lässt sich mit hilfreichen Tricks überwinden. Neben dem Fernweh kann auch Mobbing oder Aufregung ein Grund für die Ängste sein. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Ein Kind, das sich vor der Klassenfahrt fürchtet, erfindet schnell eine Ausrede. Das Vortäuschen einer Krankheit ist ein typisches Anzeichen. Empfindsame Kinder leiden tatsächlich an psychosomatischen Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Durchfall.

    Oft ist Heimweh der Grund für die Angst. Dagegen hilft ein kurzes tägliches Telefonat besser als ein strenges Telefonverbot. Auch das Lieblingsspielzeug im Gepäck lässt die Trennung weniger schlimm erscheinen.

    Ursachen der Klassenfahrtangst

    Was sind die Auslöser für die Angst vor einer Klassenfahrt?

    Die Sorgen und Ängste vor der Klassenfahrt können verschiedene Gründe haben. Einige Kinder fürchten sich vor Mobbing, andere fühlen sich einfach unwohl, wenn sie von ihren Eltern getrennt sind.

    Manche Kinder sind besonders anfällig für Heimweh. Das ist vor allem bei den Kindern der Fall, die noch keine Nacht ohne ihre Eltern verbracht haben. Übervorsichtige Eltern, die ihren Nachwuchs vor allem möglichen Gefahren beschützen wollen, können die Ängste noch zusätzlich schüren.

    In bestimmten Fällen erhöht sich die Anfälligkeit für Ängste und Heimweh:

    Wie entsteht Heimweh?

    Die Hauptursache der Angst vor Klassenfahrten ist die Angst vor Heimweh. Die Entfernung zur Heimat und die ungewohnte Umgebung verursachen ein unangenehmes Gefühl. Die Kinder fühlen sich verloren und ungeschützt – sie vermissen ihre Familie.

    Wer noch nie bei einem Freund geschlafen hat, fürchtet sich eher vor dem Unbekannten – und davor, dass die Eltern nicht in der Nähe sind. Besonders unangenehm ist die Situation, wenn sich das Kind zur Klassenfahrt gezwungen fühlt. Die betroffenen Kinder sind verletzlich und reagieren extrem gereizt auf die Veränderung.

    Anzeichen der Klassenfahrtangst

    Wie macht sich die Angst vor Klassenfahrten bemerkbar?

    Die Angst vor dem Unbekannten verändert oft das kindliche Verhalten. Das hängt mit dem erhöhten Stresspegel zusammen, der beispielsweise zu einer dramatischen Verabschiedung mit Tränen führt. Eine verstärkte Schüchternheit kann die kindliche Entwicklung beeinflussen.

    Die Angst vor Klassenfahrten zeigt sich ebenso wie die Angst vor Ablehnung in verschiedenen Symptomen.

    Häufige Symptome:
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    Tipps gegen die Klassenfahrt Angst

    Wie lässt sich die Angst vor Klassenfahrten überwinden?
    Vorheriges Training:

    Das Auswärtsübernachten lässt sich schon vor der Klassenfahrt trainieren. Ein Wochenende bei Oma und Opa, eine Übernachtung beim Freund oder bei der Freundin: Damit lernen die Kinder, dass es auch ohne die Eltern geht.

    Vor der Abreise:

    Wenn der Termin für die Klassenfahrt steht, sollte das Kind von Anfang an in die Planung einbezogen werden. In Gesprächen über den Zielort und das Programm verliert der Nachwuchs seine Scheu und gewinnt an Sicherheit. Fotos vom Aufenthaltsort wecken die Vorfreude. Erzählungen der Eltern von ihren eigenen lustigen Klassenfahrten machen neugierig auf das Abenteuer und vertreiben kleine Ängste.

    Verabschiedung:

    Am Abreisetag sind kleine Kinder oft traurig. Die Trennung fällt schwer. Eltern, die entspannt damit umgehen, helfen ihrem Nachwuchs, locker zu bleiben. Auch wenn das Kind weint, ist es wichtig, kein Drama daraus zu machen. Mitweinen verschlimmert die Situation nur noch.

    Fröhliches Winken und Wünsche für eine gute Fahrt heben die Stimmung. Wer hingegen sein Kind tränenreich verabschiedet und schon im Vorfeld sagt, wie schlimm die Zeit ohne es sein wird, weckt negative Emotionen.

    Manchmal steckt hinter den ängstlichen Kindern die Trennungsangst der Eltern. Das sollten sich die Erwachsenen bewusst machen, wenn die erste Klassenfahrt geplant wird. Bei überempfindlichen Kindern hilft gegebenenfalls ein Gespräch mit Lehrer bzw. Lehrerin.

    Akute Hilfe

    Morgens ist das Kind tapfer in den Bus eingestiegen, abends ruft es schluchzend an: „Hilfe, ich will nach Hause – hol mich ab!“ Das kann Heimweh sein, aber auch echte Angst oder die Folgen von Hänseleien. Nun ist es wichtig, dem Kind gut zuzuhören und trotzdem nicht gleich nachzugeben.

    Möglicherweise hilft es, mit dem Lehrer/der Lehrerin zu sprechen, um die Ursache für das Heimweh oder die Angst herauszufinden. Vielleicht gibt es eine gute Lösung.

    Möglicherweise hilft es, mit dem Lehrer/der Lehrerin zu sprechen, um die Ursache für das Heimweh oder die Angst herauszufinden. Vielleicht gibt es eine gute Lösung.

    Abholung nur im Notfall

    Nur in einem ernsthaften Notfall ist Abholen eine gute Problemlösung, beispielsweise wenn das Kind krank geworden ist.

    Ansonsten ist es besser, das Kind zum Durchhalten zu motivieren. Die meisten Kinder kommen mit Heimweh und anderen Herausforderungen zurecht, wenn sie etwas Mut zugesprochen bekommen. Dadurch steigt ihr Selbstbewusstsein, was auch in anderen Situationen dabei hilft, Ängste zu überwinden.

    Therapie

    Übervorsichtige Eltern und extrem ängstliche Kinder, diese Konstellation erfordert manchmal professionelle Hilfe. Eine Psychotherapie hilft dabei, die familiäre Situation zu analysieren und eventuell vorhandene Traumata zu überwinden. Dadurch sind die Angstgefühle besser zu bewältigen, ob sie sich auf Klassenfahrten und Schulkameraden beziehen oder auf die räumliche Distanz zu den Eltern.

    Psychologen finden:
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      Quellen:

      1. 5 Ways To Deal With School Trip Anxiety – Nations Classroom

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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