Angst vor Inflation

Tipps und Hilfe gegen panische Angst vor der Inflation und finanziellen Sorgen

Viele Menschen haben Angst vor der Armut durch die Inflation. Die Geldsorgen wachsen und die Angst kein Geld mehr zu haben umso mehr. Im Jahr 2022 ist der Verbraucherpreisindex in Deutschland auf fast 8 Prozent angestiegen. Bei einem längerfristigen Anstieg dieses Wertes von über 2 % ist von einer Inflation die Rede. Sie führt zur Geldentwertung, vor der sich die Menschen fürchten.

Je länger eine solche Phase anhält, desto bedrohlicher erscheint den Verbrauchern die Situation. Doch die Angst vor der Inflation darf nicht zur alles überschattenden Belastung werden.

Wir geben im Artikel hilfreiche Tipps und klären auf wie man übersteigerte Geldsorgen loswerden kann. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Im August 2022 lag die Inflationsrate in Deutschland bei 7,9 % und in der EU sogar bei 9,1 %. Diese Zahlen lösen bei den Verbrauchern Ängste aus. Die Preissteigerungen führen dazu, dass sich die Kaufkraft verringert. Dazu kommen die Medienberichte, die die Furcht der Verbraucher noch verstärken.

    Gewisse Angstgefühle durch die hohe Inflationsrate sind normal. Doch bei einigen Menschen wandelt sich das Unwohlsein in eine echte Existenzangst. Doch diese Angst ist nicht immer verhältnismäßig. Durch extreme Sparsamkeit und Angstgefühle kommt es bei übertrieben vorsichtigen Personen zum sozialen Rückzug. Auch Depressionen und Panikattacken sind möglich.

    Mit einer nüchternen Kalkulation der Lebenshaltungskosten lässt sich feststellen, wie schlimm die Geldsorgen wirklich sind.

    Wer über ausreichend Finanzmittel verfügt, sollte gegen seine Angstattacken angehen. Selbstmitleidige Reaktionen helfen nicht, darum ist es sinnvoller, das Leben trotz gewisser Einschränkungen zu genießen.

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    Geldsorgen oder Panik?

    Die Abgrenzung zwischen leichter Zukunftsangst und großer Panik

    Eine gewisse Angst ist normal, gerade beim Blick auf die schwierigen Verhältnisse, zu denen die Corona-Politik und der Krieg in der Ukraine geführt haben.

    Im Zusammenhang mit der hohen Inflationsrate sind Angstgefühle also begründet. Aus dieser Angst heraus entstehen neue Energien, mit denen die Menschen zielstrebig handeln.

    Wer Angst verspürt, flieht oder kämpft, das ist ein Naturgesetz. Schutzmaßnahmen kommen zum Einsatz und Herausforderungen werden angenommen.

     Doch wenn die ängstlichen Gefühle nicht mehr unter Kontrolle sind, kann sich eine krankhafte Angststörung daraus entwickeln. Die unbehandelten Ängste können zu Panikattacken führen sowie zu körperlichen und psychischen Symptomen.

    Wie sich Inflationsangst entwickelt

    Wer ständig die neusten Nachrichten über Inflation und erhöhte Preise verfolgt, steigert sich in das Thema hinein. Nicht nur Benzin wird teurer, auch Butter, Milch, Brot und andere Grundnahrungsmittel kosten immer mehr. Doch stimmt das wirklich?

    Eine ängstliche und negative Stimmung führt dazu, dass einem jede neue Preissteigerung ins Auge fällt. Das kann sogar zu Verschwörungstheorien führen. Auch die Meinung von anderen Menschen wirkt sich auf die eigene Einstellung aus. Das Problem ist: Wer einmal überzeugt davon ist, dass alles immer schlimmer wird, dem fällt es schwer, sich davon zu befreien.

    Doch diese pessimistische Neigung, nur das Schlechteste zu erwarten, senkt die Lebensqualität, schwächt die Resilienz und führt zu passivem Verhalten.

    Einige Menschen schieben ihre Pläne auf – sie glauben, dass Urlaub oder große Anschaffungen wegen der drohenden Inflation momentan nicht möglich sind.

    Doch solche Ausweichmanöver funktionieren auf Dauer nicht. Ein übervorsichtiges Verhalten ist laut Meinung der Ängstlichen richtig, doch es führt zu Frust und steigert die Angst vor der Inflation und vor der Angst selbst.

    Die Betroffenen fühlen sich machtlos und unzufrieden. Das kann bis zu einer Depression führen.

    Ursachen für Preiserhöhungen

    Typische Ursachen für die Angst vor Preiserhöhungen

    Der eigentliche Auslöser für die Inflationsangst sind die steigenden Preise. Je länger die Phase der Preissteigerungen dauert, desto mehr Menschen fühlen sich davon bedroht. Das ist eine logische Folge.

    Hoher Medienkonsum:

    Doch weitere Faktoren schüren die Angst noch. Da ist zum einen die Berichterstattung. Die Medien scheinen sich mit den Katastrophenmeldungen übertrumpfen zu wollen. Zusätzlich zu den Nachrichten schätzen echte und vermeintliche Experten die Lage ein. Es fällt schwer, diesen mehr oder weniger glaubwürdigen Berichten zu entkommen.

    Gerade bei einem hohen Medienkonsum lassen sich die Sorgen wegen der Inflation kaum abschalten. Das Gleiche ist auch bei anderen Problemen zu beobachten, beispielsweise wenn sich die Warnungen vor einem Gasmangel oder Lieferengpässen häufen.

    Erziehung:

    Auch die Erziehung wirkt sich auf die persönliche Reaktion auf negative Berichte und Einschätzungen aus. Dazu kommt die individuelle Einstellung. Einige Personen haben ein entspanntes Verhältnis zu Geld: Das sind meistens diejenigen, die keine Sorgen haben. Pessimisten leiden hingegen schnell unter Existenzangst.

    Letztendlich hat der Normalbürger keine Möglichkeit, etwas an der Finanzlage der Nation zu ändern. Darum bringt es nichts, über die Inflation zu klagen und jede Preiserhöhung zu kommentieren. Diese Äußerungen sind Zeichen der Inflationsangst und lassen lediglich ein wenig Dampf ab. Dabei ist es sinnvoller, die Dinge zu akzeptieren und sich damit zu arrangieren.

    Besserer Umgang mit Geld

    Hilfreiche Tipps für den persönlichen Umgang mit Geld

    Abhängig von dem eigenen finanziellen Status leiden die Betroffenen unter alltäglichen Geldsorgen oder denken über eine geeignete Anlagestrategie nach. In beiden Fällen lohnt es sich, über das persönliche Verhältnis zum Geld nachzudenken.

    Die Verbraucher können Informationen sammeln, wie sich die Phase der steigenden Preise gut bewältigen lässt, und den eigenen Umgang mit Geld überdenken.

    Finanzberater

    Einige erforschen die Hintergründe, denn wer die Zusammenhänge begreift, kann besser agieren. Investoren sprechen beispielsweise mit einem Finanzberater, um vorzusorgen.

    Haushaltsbuch

    Wer wenig Finanzmittel zur Verfügung hat, dem hilft vielleicht ein Haushaltsbuch. Mit praktischen Spartipps behalten die Verbraucher ihre Ausgaben besser im Blick.

    Folgen von zu großen Geldsorgen

    Was haben Geldsorgen für Auswirkungen?

    Die Angst vor der Inflation ist gleichzeitig die Angst vor Geldsorgen. In Extremfällen können solche Existenzängste Depressionen auslösen.

    Ständige Kritik an den Politikern und Meckern über jede Preissteigerung – so ein Verhalten bringt jedoch niemanden weiter. Besser ist es, die negativen Glaubenssätze genauer zu betrachten und zu überlegen, was man ändern kann und was akzeptiert werden muss.

    Die Ängstlichen und die wirklich Betroffenen

    Wer an der Armutsgrenze lebt, verspürt bei kontinuierlichen Preisanstiegen eine berechtigte Angst aus. Hier geht es tatsächlich um die Existenz: Sind Miete, Strom- und Gaskosten noch bezahlbar? Ein Großteil der Deutschen hat auch in Zeiten der Inflation ein ausreichendes Einkommen. Dennoch befürchten viele eine langfristige Inflation und fühlen sich entsprechend verunsichert. Leider verstärkt die Panikmache vieler Medien diesen Effekt noch.

    Anzeichen der Inflationsangst

    Was sind typische Anzeichen für zu große Geldsorgen und einer panischen Angst?

    Die übersteigerte und panische Angst vor der Inflation zeigt sich nicht nur in einer übervorsichtigen Finanzplanung und in dem Verzicht auf Anschaffungen. Je nachdem, wie stark die Angst ist, können auch psychische und körperliche Angstsymptome auftreten.

    Bekannte psychische Symptome:
    Die generalisierte Angst

    Die Angst vor Inflation entsteht ebenso wie viele andere Ängste allmählich. Zu Beginn ist es ein ungutes Gefühl bei den Nachrichten. Die innere Anspannung verstärkt die Nervosität und hinterlässt ein Gefühl von Machtlosigkeit. In belastenden Phasen sind solche angsterfüllten Momente im gewissen Maße normal. Doch wenn die Angst über längere Zeit bleibt und an Intensität zunimmt, handelt es sich um eine generalisierte Angst.

    Tipps bei großen Geldsorgen

    Hilfreiche Tipps zur Überwindung von Geldsorgen und Angst vor der Inflation

    Wer Angst vor Inflation hat, fürchtet sich vor allem davor, zu wenig Geld zu haben. Hilfreich sind dagegen im besten Fall sogar schon Tipps um die übersteigerten Geldsorgen reduzieren zu können. 

    Haushaltsbuch oder Finanz-App's

    In einem Haushaltsbuch oder mit einer Finanz-App behalten die Verbraucher den Überblick über ihre verfügbaren Mittel und die Ausgaben.

    Spar-Tipps im Alltag

    Spar-Tipps zeigen interessante Möglichkeiten auf, im Alltag weniger Geld auszugeben, sei es beim Einkaufen, beim Heizen oder beim Reisen.

    Finanzberater

    Je nach Situation kann es sich lohnen, Informationen über eventuelle Unterstützung einzuholen.

    Ablenkung

    Sparen ist eine Option, Ablenkung eine andere

    Durch Gespräche mit anderen – der Familie, Freunden und Bekannten – fallen nicht nur die negativen Punkte auf. Viele Menschen jammern auf einem hohen Niveau, das wird ihnen allerdings nur selten bewusst.

    Der Wohlstand in Deutschland ist nicht so gefährdet, wie es gewisse Medien behaupten. Es gibt eine breite Auswahl von Produkten des täglichen Bedarfs und unzählige Möglichkeiten, sich zu unterhalten. Es muss nicht der Pay-TV-Sender sein oder das teure E-Bike: Auch günstigere Lösungen kommen infrage.

    Spaß haben, sich für Dinge begeistern, ein Hobby ausüben, in Europa haben es die Menschen richtig gut. Die Inflation macht es den ärmeren Familien natürlich schwer. Doch wer ausreichend Geld hat, erkennt das Übermaß des Angebots und weiß die Vielfalt zu schätzen.

    Gegen die Angst angehen

    Tipps um die Angst vor Geldsorgen zu überwinden

    Gegen die Angst vor Inflation hilft es, die negativen Gedanken beiseitezuschieben und durch positive Glaubenssätze zu ersetzen. So lässt sich der Sog der Angst durchbrechen und die Betroffenen können sich von den bisherigen Gewohnheiten im Denken und Handeln befreien.

    Gerade in einer Krise fällt es schwer, positiv zu denken. Doch wer die Kontrolle über seine eigenen Gedanken gewinnt, erkennt die Fallstricke.

    Video: Law of Attraction

    Wie du dein Unterbewusstsein umprogrammierst

    In dem nachfolgenden Video von Patrick Neukirch ist eine einfach erklärte Anleitung zur Umprogrammierung der Gedankengänge enthalten. 

    Die Grundidee lässt sich folgendermaßen auf die Inflationsangst anwenden:

    Der Gedanke: „Butter, Brot, Kaffee und Fleisch wird teurer“ scheint zu dem Ergebnis zu führen: „Alles wird teurer.“ Doch wer einen Schritt zurücktritt und die Schlagzeilen und den ersten Eindruck hinterfragt, denkt vielleicht: „Es kann durchaus auch gut sein, dass der Kaffeepreis steigt, denn damit ist fairer Handel möglich.“ Außerdem zeigt sich beim genaueren Hinsehen, dass manche Produkte günstiger werden und es weiterhin Angebote gibt.

    Die Dinge, die der Mensch beachtet, beeinflussen seine Gefühle und Gedanken, doch jeder interpretiert sie auf seine Weise. Darum sind unsichere Personen oft anfällig für Verschwörungstheorien.

    Doch von einem neutralen Standpunkt aus ist es möglich, die Preisentwicklung nüchtern zu sehen und auch positive Aspekte zu erkennen. Die Gedankenqualität verbessert sich und schützt vor negativen Glaubenssätzen.

    Die lähmende Existenzangst bewältigen

    Unabhängig davon, wie berechtigt die Angst vor Inflation ist: Unsichere Menschen fühlen sich förmlich gelähmt davon. Wer noch stark genug ist, versucht, diese Angstgefühle zu bewältigen.

    Doch bei einer dauerhaften Belastung ist professionelle Hilfe nötig. Manchmal brauchen die Betroffenen eine Therapie, um wieder handlungsfähig zu werden.

    Psychotherapie:

    Eine Psychotherapie bietet sich an, wenn die Angstpatienten keinen Ausweg sehen und unter einer Depression leiden. Oft handelt es sich dabei um eine Verhaltenstherapie. In den therapeutischen Sitzungen geht es darum, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. So finden die Betroffenen den Weg zu neuen Glaubenssätzen und einer positiven Einstellung.

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

    Coachings:

    Auch Coachings können dabei helfen, Verlustängste, Existenzängste, Depressionen und Phobien zu überwinden. Ein Coaching ist meist günstiger als eine Psychotherapie und kann bei weniger intensiven Ängsten bereits große Erfolge bewirken. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Belastungs-EKG – Wie funktioniert es? | Praxis KardioMUC
      2. Belastungs-EKG: Was es sagt und was nicht | Kardiologie.org

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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