Angst vor Fahrstunden

Tipps gegen starke Angst und Panik vor Fahrstunden in der Fahrschule

Bremsen, Kuppeln, Gas geben: Sind diese Tätigkeiten noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen, macht sich Angst und Nervosität in der Fahrstunde bemerkbar. Ein bisschen davon ist durchaus normal. Eine große und belastende Angst vor Fahrstunden kann allerdings lähmend wirken. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich.

Wir klären über die Auslöser der Angst auf und geben Tipps wie die Angst vor Fahrstunden überwunden werden kann.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Die erste Fahrstunde läuft in allen Fahrschulen in der Regel ähnlich ab. Ihnen werden auf einem Parkplatz oder einer unbefahrenen Straße alle wichtigen Dinge zum Fahrzeug erklärt und dann üben Sie das Anfahren sowie Bremsen. Sobald Sie darin ein wenig sicher sind, werden Sie am Straßenverkehr teilnehmen.

    Die Ursachen für eine Angst vor Fahrstunden sind sehr unterschiedlich. Viele Menschen haben einfach Angst, sich „doof“ anzustellen. Andere wiederum haben aufgrund schlechter Erfahrungen generell Angst vorm Autofahren oder eine Prüfungsangst. 

    Ja. Es gibt tatsächlich Fahrschulen, die sich auf den Umgang mit ängstlichen Menschen spezialisiert haben und während der gesamten Führerscheinausbildung mit großem Einfühlungsvermögen die Fahrschüler betreuen.

    Warum hat man Angst vor Fahrstunden?

    Auslöser und Gründe für die Angst vor Fahrstunden

    Eine gewisse Aufregung vor der ersten Fahrstunde ist völlig normal. Einige Fahrschüler haben jedoch panische Angst, die sich vor allem vor den praktischen Fahrstunden bemerkbar macht. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig.

    Angst vor Fehlern

    Zunächst ist das Autofahren eine unbekannte Herausforderung und viele Betroffene fürchten sich, Fehler zu machen. Eine mögliche Ursache ist also die Angst vor Fehlern und der Herausforderung. Diese Angst legt sich mit der Zeit und Übung meist von alleine. Von Stunde zu Stunde elenen Sie mehr und mach das Sie die Kontrolle über das Fahrzeug (und nicht das Fahrzeug über Sie) haben. Fehler sind allerdings Menschlich und auch für geübte Fahrer nie komplett ausgeschlossen. Ein starkes Selbstbewusstsein hilft dies zu akzeptieren und sich bewusst zu machen das Sie jederzeit das beste geben die vollste Kontrolle zu behalten.

    Angst vor Unfällen

    Eine weitere mögliche Ursache ist die Angst vor gefährlichen Situationen wie Unfällen. Dabei ist diese Angst ziemlich unbegründet, denn der Fahrlehrer hat volle Kontrolle über Gas & Bremse des Fahrzeugs. Auch ein Eingriff ins Lenkrad ist  für den Fahrlehrer jederzeit möglich. 

    Angst vor der Verantwortung

    Auch die Tatsache, dass mit dem Führen eines Fahrzeugs eine gewisse Verantwortung einhergeht, ruft oft Unbehagen hervor. Durch das führen des Fahrzeugs sind Sie auch (mit)verantwortlich für das Leben andere Menschen.

    Schlechte Erfahrungen

    Gerade Fahrschüler, die schon einmal in einen Unfall (z. B. als Mitfahrer, Radfahrer oder Fußgänger) verwickelt waren, entwickeln eine Angst vor Fahrstunden.

    Angst in gewissen Situationen

    Nicht zuletzt können einengende Situation wie das Fahren durch einen Tunnel, einer Baustelle oder in einem Stau stehen zu bleiben, Ängste bei Betroffenen auslösen. Dies sind Individuelle Ängste und können durch mehr Übung und Erfahrung reduziert werden.

    Anzeichen der Angst

    Wie macht sich die Angst vor Fahrstunden bemerkbar?

    Die Angst vor Fahrstunden ist häufig mit einer Angst vor Prüfungen oder der Angst vorm Autofahren verbunden. Die Anzeichen dafür sind recht ähnlich, meist zeigen sich folgende Symptome:

    Ist die Angst sehr groß, kommen mitunter auch Brustschmerzen, ein beklemmendes Gefühl sowie Übelkeit und Erbrechen hinzu. Einige Betroffene fühlen sich außerdem hilflos, mitunter treten sogar Panikattacken auf. Diese Symptome sollten durch die Fahrstunden geringer werden, falls sie aber auch nach der Fahrschule noch bestehen sollte an eine professionelle Therapie gedacht werden. 

    Tipps gegen Angst in der Fahrschule

    Hilfreiche Tipps gegen die Angst vor Fahrstunden

    Die meisten Fahrschüler sind vor allem vor der ersten Fahrstunde aufgeregt. Das ist völlig normal. Einige Menschen haben allerdings richtige Angst vor den ersten praktischen Fahrversuchen.

    Häufig liegt das an der unbekannten Herausforderung oder auch daran, dass sie sich vor Fehlern fürchten. Grund zur Panik besteht aber nicht. Oft ist es ausreichend, sich gut auf die Fahrstunden vorzubereiten. Das führt zu mehr Sicherheit.

    Die folgenden Tipps helfen Ihnen, besser mit der Angst vor Fahrstunden umzugehen:

    Vorbereitung für die erste Fahrstunde

    Gerade die erste Fahrstunde ist für Fahrschüler mit vielen neuen Eindrücken verbunden. Umso wichtiger ist es, diese gut gewappnet anzugehen. Tragen Sie bequeme Kleidung und flache Schuhe für ausreichend Bewegungsfreiheit und ein gutes Gefühl für die Pedale. Trinken und essen Sie ausreichend, aber nicht zu viel – Hunger und Durst stören die Konzentration und wenn Sie zu viel gegessen haben, werden Sie müde. Um gedanklich bei der Sache zu sein, sollten Sie außerdem ausgeruht und stressfrei in die erste Fahrstunde gehen. Machen Sie sich außerdem bewusst, dass der Fahrlehrer von Ihnen nichts Unmögliches erwarten wird.

    Guten Fahrlehrer finden

    Der Angst vor Fahrstunden kann schon vor dem eigentlichen Beginn der Fahrschule entgegenwirkt werden. Denn: Ein guter Fahrlehrer ist Gold wert. Suchen Sie einen Fahrlehrer, bei dem Sie sich wohlfühlen und dem Sie vertrauen. Sprechen Sie Ihre Ängste schon im Vorfeld an. Nimmt der Fahrlehrer diese ernst, sind Sie in guten Händen.

    Es gibt mittlerweile sogar Fahrschulen, die auf ängstliche Menschen spezialisiert sind. Die Fahrlehrer sind besonders verständnisvoll und gehen einfühlsam mit den Schülern um. Denn nichts ist für Menschen mit Angst vor Fahrstunden schlimmer als ein Fahrlehrer, der die Angst relativiert oder sogar durch falsches verhalten verstärkt.


    Ruhe und Geduld

    Ruhe und Geduld sind das A & O vor Antritt der ersten Fahrstunde. Sind Sie ohnehin schon nervös, setzen Sie sich nicht zusätzlich unter Erfolgsdruck. Machen Sie sich bewusst, dass Sie noch lernen und nicht perfekt sein können. Fehler machen Sie nicht zum Versager, vielmehr lernen Sie aus diesen. Ein ruhiger und geduldiger Fahrlehrer ist in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig, denn dessen Gelassenheit kann sich auf den Fahrschüler übertragen. Auch hier ist es wichtig, dass der Fahrlehrer von Ihren Ängsten weiß.


    Keine zu hohen Erwartungen

    Die meisten Fahrschulen führen die ersten Fahrstunden nicht im Berufsverkehr durch, sondern in ruhigen Gegenden mit weniger Verkehr. So bekommen Sie ein besseres Fahrgefühl und können das Fahrzeug kennenlernen. Danach folgt eine schrittweise Steigerung der Anforderungen. Verlangen Sie nicht zu viel von sich selbst, Ängste nehmen oft erst mit zunehmender Fahrerfahrung langsam ab.


    Wenig Stress um die Termine

    Stecken Sie bei Fahrtantritt im Alltagsstress, kann sich dies negativ auf die Fahrstunde und ihre Angst auswirken. Fahren Sie deshalb – sofern möglich – an Tageszeiten, in denen Sie Ruhe haben. Atemübungen zur Selbstberuhigung können vor Fahrtantritt helfen.


    Routine bewahren: Übung macht den Meister

    Sie haben trotz Angst vor Fahrstunden die Führerscheinprüfung bestanden? Dann bleiben Sie jetzt am Ball. Häufig reduzieren oder vermeiden Menschen mit Fahrangst das Autofahren und verlieren dadurch Fahrpraxis. Gerade Fahranfänger sollten deshalb auch bei weiter bestehenden Ängsten Autofahren oder an Fahrtrainings teilnehmen.


    Therapie und Hilfe

    Professionelle Hilfe bei zu starker Angst vor Fahrstunden

    Ist die Angst vor Fahrstunden so stark, dass die genannten Tipps nicht ausreichen und Sie schon bei dem Gedanken an den Einstieg ins Auto Panik bekommen, ist eine therapeutische Behandlung ratsam.

    Möglichkeiten:

    Als sinnvoll erweist sich dabei eine kognitive Verhaltenstherapie, in der Betroffene sich Gedanken über die belastenden und angstauslösenden Denkmuster machen und lernen, durch bestimmte Verhaltensweisen negative Gedanken in positive umzuwandeln.

    Auch eine schrittweise Konfrontation im Rahmen einer Expositionstherapie kann hilfreich sein. Hier ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patient notwendig. Der Therapeut muss in diesem Fall sehr einfühlsam vorgehen, da die Konfrontation ansonsten das Gegenteil bewirkt und die Angst unter Umständen verstärkt.

    In manchen Fällen kommen auch Medikamente zum Einsatz, welche die Symptome der Angst unterdrücken sollen. Dies ist allerdings nur mit genauer Absprache mit dem Arzt möglich, da die Medikamente auch das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können. Dies kann im Straßenverkehr gefährlich werden. 

    Hilfe finden

    Um Hilfe zu erhalten, können Sie einen Therapeuten in Ihrer Nähe konsultieren. Auf der Website von Jameda sind Therapeuten in der Nähe aufgelistet und auch nach Bewertungen sortiert. 

    Online Psychologen:

    Sie haben Angst vor Fahrstunden und scheuen sich, einen Therapeuten vor Ort aufzusuchen, weil Sie glauben, Ihre Angst wird nicht ernst genommen? Oder haben Sie einfach keine Zeit für eine Therapie vor Ort? Dann könnte auch eine Online-Sprechstunde die Alternative sein. Über das Intenret haben Sie die Möglichkeit, über Ihre Ängste und Sorgen zu sprechen, ohne sich dafür schämen zu müssen.

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

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      Quellen:

      1. 10 Steps to Reduce Your Driving Lesson Anxiety – eclipsedrivingschool.com.au

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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