Angst vor Blackout

Angst vor einem Stromausfall - Tipps und Hilfe gegen Ängste und zur Vorbeugung

Immer mehr Menschen fürchten einen Blackout. Doch kann die Stromversorgung wirklich komplett zusammenbrechen? Durch Krisen scheint das Risiko laut Medien zu steigen. Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf die vermeintliche Bedrohung. Einige sprechen von Panikmache, andere werden zu Preppern und sorgen vor.

Eine panische Angst vor einem Blackout kann die Lebensqualität einschränken und die Gedanken ständig an eine Notfallsituation kreisen lassen. Dieser Zustand kann zu Depressionen oder sozialer Ausgrenzung führen.

Wir klären auf, welche Maßnahmen sinnvoll sind und was gegen übertriebener Angst unternommen werden kann.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Die Angst, dass der Strom für längere Zeit ausfällt, erscheint vielen Menschen unbegründet. Stromausfälle gibt es immer mal wieder, doch der Strom kommt bestimmt wieder, sagen die Optimisten. Doch ängstliche Personen fühlen sich bedroht und fürchten sich vor dem großen Blackout. Eine gewisse Existenzangst verstärkt die Unsicherheit: Wird das Leben, wie wir es kennen, vorbei sein? 

    Die Ängste vor einem Stromausfall werden durch Nachrichten und Erzählungen im Bekanntenkreis verstärkt. Durch immer mehr Nachrichten aus dieser Richtung, wird die Angst stärker. Trotz Vorsichtsmaßnahmen ist die Angst meist äußerst stark. 

    Die Angst vor Blackout macht viele Menschen zu Preppern: Sie legen Vorräte für mehrere Wochen an. Einige suchen zusätzlich nach einem Schutzraum. Inzwischen gibt es auch immer mehr Unternehmen, die sich mit einem Notfallplan auf mögliche Stromausfälle einstellen. 

    Bei einem Blackout können diese Vorsichtsmaßnahmen helfen. Bei einem sehr langfristigen Stromausfall könnte es zum Bürgerkrieg kommen, wodurch diese Schutzmaßnahmen hilfreich sein könnten. 

    Bei einem Blackout handelt es sich um einen länger andauernden, großräumigen Ausfall von Stromversorgung und Infrastruktur. Regionale Ausfälle dauern meistens nur wenige Stunden, doch ein überregionaler Blackout kann sich über mehrere Tage lang hinziehen. Es könnten Bürgerkriege entstehen und das Leben auf dem Planeten für immer verändern. 

    Wer die vermeintliche Bedrohung hinterfragt, kann die Situation besser einschätzen. Mit genauen Fakten lassen sich übertriebene Ängste bewältigen. Je nach Situation kann es sinnvoll sein, vorbereitende Maßnahmen zu treffen und zumindest einen kleinen Vorrat anzulegen, um die Zeit ohne Strom zu überbrücken. Noch wichtiger ist es, der negativen Einstellung mit Optimismus zu begegnen: So bleiben die Menschen entspannt und angstfrei.

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    Blackout Angst durch Medien

    Mediale und politische Einflüsse

    In schwierigen Zeiten sind Katastrophenmeldungen an der Tagesordnung. Dann reagieren die Menschen besonders empfindlich auf negative Prognosen.

    Ein drohender Lieferengpass oder sogar ein Blackout, dann auch noch im Winter – solche Titelzeilen verunsichern die Bürger und schüren die Angst.

    Ohne Strom läuft nichts mehr – sei es im eigenen Haushalt, im Betrieb oder in den Städten. Entsprechend groß ist die Angst vor feindlicher Sabotage oder vor einer Überlastung des Stromnetzes. Hackerangriffe oder zu viele Heizlüfter, die gleichzeitig eingeschaltet werden – solche Szenarien erscheinen nicht gänzlich unrealistisch. Doch die Gefahr ist nicht höher als sonst auch.

    In manchen Städten und Regionen wo Stromausfälle häufiger auftreten, erscheint die Angst vor einem Blackout besonders groß zu sein.

    Darum befassen sich Krisenexperten mit Tipps zur Vorsorge. Dazu kommen Forschungsstudien, die sich mit den Ängsten der Bürger befassen. Laut Meinungsumfragen sorgen sich viele Deutsche wegen der Energiekrise um die Stromversorgung. Besonders groß ist die Angst in der Altersgruppe bis 29.

    Tipps von der Regierung:

    Die Politik gibt Tipps zur gezielten Eigenvorsorge, um die Bürger auf ein solches Szenario vorzubereiten. Das gibt einigen Menschen ein sicheres Gefühl, doch andere werden noch nervöser. Vermeintliche Katastrophen erscheinen durch die Angst wie realistischer Horror.

    Reaktion von ängstlichen Menschen:

    Leider dramatisieren die Medien gerne, sodass ein eventuell möglicher Blackout zur übermäßigen Bedrohung wird. Zu wenig Fakten, zu viel Fokus auf die Schlagzeilen – auch die Regierung ist vor Übertreibungen nicht gefeit. Davon fühlen sich die Bürger noch stärker verunsichert und die Angst wächst weiter.

    Blackout Panik durch Nachrichten

    Auswirkungen von personalisierten Nachrichtenmeldungen

    Wer häufig in Google nach „Stromausfall“ sucht, entsprechende Nachrichten-Artikel öffnet oder auch oft über die Thematik spricht, bekommt durch Google Discover relevante Themen vorgeschlagen. 

    Dies bedeutet: Wer sich über Stromausfall informiert, wird auch in Zukunft mehr Artikel über dieses Thema vorgeschlagen bekommen. Die Werbung für solche Schlagzeilen taucht dann bei anderen Artikeln auf, befindet sich im Instagram / Facebook Feed oder wird im Google Discover (Nachrichten-Bereich) angezeigt. Denn Google merkt es sich, wofür sich der Benutzer interessiert. Passend dazu werden solche Artikel häufiger angezeigt. Desto häufiger man darauf reagiert, desto mehr Artikel werden es.

    Dieses Phänomen sorgt dafür, dass sich die Ängste verstärken, da unbewusst suggeriert wird, das sich alles nur um dieses Thema dreht. Die Wahrnehmung verändert sich und die Angstgefühle werden mehr. 

    Während in Wirklichkeit ganz andere Dinge passieren oder die Thematik aktuell gar nicht so schlimm ist, wie befürchtet. Durch die personalisierte Nachrichten können Ängste somit geschürt werden. 

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    Blackout Vorsorge

    Vorsorge treffen – praktische Tipps

    Welche Folgen löst der Blackout aus? Nicht nur die Elektrogeräte fallen aus. Nach einer Weile gibt es auch kein Wasser und Benzin mehr.

    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt Hinweise zur privaten Vorsorge. Mit einem Notvorrat, Gaslampe und Gaskocher sind die wichtigsten Dinge bereits erledigt. Dazu kommt ein Vorrat an Lebensmitteln, um sich selbst für zwei Wochen versorgen zu können. 

    Weitere Tipps:

    Das wichtigste dürfte in erster Linie Wasser sein. Der menschliche Körper kann 14-30 Tage ohne fester Nahrung auskommen. Ohne Wasser, wäre allerdings bereits nach 3 bis 5 Tagen Schluss. 

    Ein großer Vorrat an Wasser ist daher überlebensnotwendig. Dinge wie Klopapier sind dagegen äußerst unbedeutend und dienen nur dem persönlichen Luxus. Schließlich würde bei einem Blackout auch die Toilettenspülung nach einigen Tagen nicht mehr funktionieren

    Die wohl wichtigsten Beschaffungen für einen langfristigen Blackout sind:

    • Wasser
    • Lebensmittel
    • Feuerzeuge
    • Kerzen
    • Gaskocher
    • Decken / Schlafsack
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    Anzeichen der Blackout-Angst

    Typische Anzeichen für die übermäßige Angst vor einem Blackout

    Wer den Blackout fürchtet, zeigt eine pessimistische Grundeinstellung. Diese beeinträchtigt die Lebensfreude und führt zu körperlichen Symptomen. Unruhe und depressive Stimmungen führen die Betroffenen in einen Sog der Angst. Die ständigen Sorgen verstärken die negativen Erwartungen.

    Die übertriebene, ungesunde Angst geht mit Existenzängsten und generalisierten Sorgen einher. Langfristig kann sie sich zu einer generalisierten Angststörung entwickeln. Diese zeigt sich in einer gesteigerten Nervosität und weiteren Symptomen.

    Häufige Symptome einer Angststörung:

    In extremen Fällen kann die Angst vor einem Stromausfall bzw. Blackout auch zu einer paranoiden Persönlichkeitsstörung führen. Personen mit dieser Störung sind mit ständigen Verlust- und Existenzängsten geplagt. Die Angst ein Blackout könnte jederzeit eintreten kann sogar dafür sorgen das die eigenen vier Wänden ungerne verlassen werden, schließlich könnte genau zu diesen Zeitpunkt der Blackout eintreten.

    Auch ein Urlaub ist daher für viele Betroffene nicht mehr mit ruhigen Gewissen möglich. Folglich kann daraus auch auch eine soziale Isolation und Depressionen folgen.

    Tipps gegen Blackout Ängste

    Tipps gegen die Angst selbst

    Wer sich vorbereitet, fühlt sich besser gewappnet und kann seine Sorgen in Griff bekommen. Alles was getan werden kann, ist somit bereits getan. Mehr liegt nicht mehr in unserer Macht. Die Angstgefühle sollten sich also durch entsprechende Vorsorge verringern lassen.

    Mit beruhigenden Gedanken lassen sich die Sorgen allmählich überwinden. Es ist nicht mehr nötig, sich verrückt zu machen: Es ist ja vorgesorgt. Auch bei einem etwas längeren Stromausfall muss niemand in Panik verfallen.

    Doch manche Menschen sind weiterhin ängstlich und schaffen es nicht aus der Angstspirale heraus. Das liegt unter anderem an den Katastrophen, die seit 2020 zu bewältigen sind. Umso wichtiger ist es, die eigene Lebensqualität zu steigern und sich nicht von der Angst kontrollieren zu lassen. 

    Methoden zur Beruhigung und klareren Gedanken:
    Gut zu wissen

    Ein gesundes Körpergefühl wirkt sich unmittelbar auf das psychische Befinden aus und eine nüchterne, realistische Sichtweise hat eine beruhigende Wirkung. Mit ruhigen Gedanken und ohne innere Aufregung fällt es leichter, die irrationalen Ängste zu identifizieren. So lassen sich pessimistische Ahnungen – also negative Gedanken – durch positive Glaubenssätze ersetzen. Genau so funktioniert auch die kognitive Verhaltenstherapie.

    Der therapeutische Ansatz

    Die Angstbewältigung ist eine persönliche Angelegenheit und oft ein langfristiger Prozess. Als besonders effektiv gilt die kognitive Verhaltenstherapie. Diese untersucht die Art der negativen Glaubenssätze und hilft, sie durch positive Gedanken zu ersetzen.

    Faktoren wie Beeinflussbarkeit und gewohnte Ängste sind sehr individuell. Darum ist es wichtig, bei der Therapie geduldig zu bleiben. So lassen sich die wiederkehrenden Sorgen allmählich überwinden und die Betroffenen haben wieder mehr Freude am Leben.

    Hilfe finden und annehmen:

    Um eine Therapie bei zu großer Angst zu beginnen, können wir die Therapeutensuche auf Jameda empfehlen. Wer eine Online Beratung buchen möchte, kann vereinzelte Webseiten der Therapeuten besuchen und nach einem Angebot fragen. 

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

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      Quellen:

      1. Nonamophobia | Phobia Wiki – Fandom

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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