Angst vor Treppen überwinden

Die Angst davor, Treppen herunter zu gehen oder zu stürzen

Eine steile Treppe hinaufzusteigen, bereitet den wenigsten Menschen Probleme. Das Hinuntersteigen hingegen verursacht bei einigen Unbehagen. Oft ist dieses Gefühl auch ganz natürlich, vor allem bei sehr steilen Treppen. Es gibt allerdings Menschen, die eine starke Angst haben, Treppen herunter zu gehen, auch wenn keine echte Gefahr besteht.

Wie es zu dieser Angst kommt, wie sie sich äußert und was dagegen hilft, erklären wir im Artikel.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Eine konkrete Bezeichnung für die spezifische Phobie, Treppen herunter zu gehen, gibt es nicht. Die Psychologie kennt den Begriff „Bathmophobie“, welcher eine extreme Angst vor Treppen und Hängen beschreibt. Menschen mit Bathmophobie haben dann meist Angst, Treppen herunter zu stürzen und sich schwer zu verletzen.

    Wer unter der Angst leidet, Treppen herunter zu gehen, sollte mit seinem Hausarzt oder einem Psychologen besprechen, welche therapeutische Behandlung möglich ist. Des Weiteren können Entspannungsübungen dazu beitragen, die Symptome abzumildern und besser mit der Angst umzugehen.

    Vor allem mit zunehmendem Alter fällt es Menschen schwerer, Treppen herunter zu gehen. Der Verlust von Muskelkraft und Flexibilität und mögliche Sehprobleme erschweren das Treppensteigen generell. Daraus kann vor allem eine Angst, Treppen herunter zu gehen, resultieren.

    Alles in Kürze

    Das wichtigste in Kürze erklärt

    Die Bathmophobie, eine extreme Angst vor Treppen und Hängen, kann ein erhebliches Unbehagen und Beeinträchtigungen im Alltag verursachen.

    Sie entsteht oft aus der Angst vor Stürzen und den damit verbundenen Verletzungen oder gar dem Tod, und kann durch negative Erfahrungen mit Treppen, wie frühere Stürze, oder die Beobachtung solcher Erfahrungen bei anderen, intensiviert werden.

    Symptome dieser Angststörung umfassen erhöhten Puls und Herzschlag, Kurzatmigkeit, Zittern und Panikattacken, die dazu führen können, dass Betroffene Treppen wann immer möglich vermeiden.

    Zur Überwindung dieser Angst stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung, darunter Gespräche mit dem Hausarzt oder einem Psychologen, therapeutische Behandlungen wie kognitive Verhaltenstherapie oder Expositionstherapie, und Entspannungsübungen zur Milderung der Symptome.

    Unsere Selbsthilfe-Anleitung kann bei Phobien und Ängsten wie der Bathmophobie hilfreich sein. Sie bietet auf knapp 40 Seiten wertvolle Tipps und Strategien zur Selbsthilfe, um Ängste und Phobien zu überwinden.

    Besonders bei dieser spezifischen Angststörung kann die Anleitung nützlich sein, da sie Ratschläge und Techniken zur Entspannung und zum Umgang mit der Angst im Alltag bietet.

    Dies kann besonders für diejenigen vorteilhaft sein, die sich scheuen, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen oder eine formelle Therapie nicht als notwendig erachten.

    Wenn der Alltag durch die Bathmophobie beeinträchtigt wird und man den inneren Antrieb spürt, etwas ändern zu wollen, ist unsere praktische Selbsthilfe-Anleitung ein erster Schritt, um die Situation zu verbessern und die Angst selbst zu überwinden.

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    Bedenken und Lösungen

    Bedenken Lösungen
    Angst vor Stürzen Verwendung von Handläufen und stabilen Schuhen
    Fürchten des Unbekannten Aufklärung über die tatsächlichen Risiken und Statistiken
    Panikattacken Erlernen von Entspannungs- und Atemtechniken
    Soziale Isolation Suche nach Unterstützung in Selbsthilfegruppen
    Vermeidungsverhalten Expositionstherapie oder schrittweise Konfrontation mit der Angst

    Die besten Tipps

    Übung macht den Meister:

    Regelmäßiges Üben von Situationen, die Angst auslösen, kann dabei helfen, die Furcht abzubauen. In diesem Fall bedeutet das, so oft wie möglich Treppen hinunter zu gehen. Jeder erfolgreiche Versuch kann das Vertrauen stärken und die Angst verringern.

    Entspannungstechniken:

    Verschiedene Entspannungstechniken, wie Atemübungen und Meditation, können helfen, die allgemeine Angst zu reduzieren. Durch das Erlernen dieser Techniken kann man lernen, den Körper und Geist zu beruhigen, wenn die Angst hochkommt.

    Unsere Anleitung zur Selbsthilfe:

    Unser speziell entwickeltes eBook enthält viele nützliche Informationen und Tipps, um mit verschiedenen Arten von Ängsten und Phobien umzugehen. Es enthält auch zahlreiche Praxisbeispiele, die bei der Bewältigung der Angst vor dem Treppensteigen hilfreich sein können.

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    Auslöser der Angst

    Woher kommt die Angst, Treppen herunter zu gehen?

    Wie andere spezifische Phobien hat auch die Angst, Treppen herunter zu gehen, verschiedene Ursachen. Nicht selten gehen mit der Angst auch weitere Phobien wie Höhenangst, Angst vor Unfällen oder eine Angst vor Schwindel einher. 

    Häufige Gründe:

    Frühere negative Erfahrungen mit Treppen, die Beobachtung negativer Erfahrungen anderer Personen oder auch eine in der Familie bestehende Angst davor, Treppen herunterzugehen, begünstigt die Entstehung der Angststörung. Besonders wenn man in der Kindheit beim Treppensteigen gestürzt ist, kann die Angst einen ein Leben lang begleiten. 

    Anzeichen der Treppenangst

    Wie äußert sich die Angst davor, Treppen runterzugehen?

    Die Angst, Treppen herunter zu gehen, führt bei Betroffenen zu unterschiedlichen Anzeichen

    Folgende Symptome sind typisch:

    Außerdem neigen sie zu Vermeidungsverhalten. Wann immer es möglich ist, werden Sie  darauf verzichten, eine Treppe zu benutzen. Mitunter nehmen sie dafür auch einen längeren Arbeitsweg in Kauf, um möglichst wenige Treppen herunter gehen zu müssen.

    Anonyme Umfrage:
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    0 = gar nicht | 10 = extrem

    Alltags-Beispiele

    Wie sich die Angst vor den Treppensteigen bemerkbar macht

    Die Angst davor, Treppen herunterzugehen, kann sich auf verschiedene Weise im Leben bemerkbar machen. Im folgenden Listen wir ein paar Beispiele für diese Situationen auf.

    Vermeidung von Treppen:

    Betroffene Personen suchen nach alternativen Wegen, um Etagen zu wechseln, zum Beispiel durch den Einsatz von Aufzügen oder Rampen.

    Zögern und Unsicherheit:

    Sie zögern und fühlen sich unsicher, wenn sie vor einer Treppe stehen, die sie hinuntergehen müssen. Sie können sich möglicherweise am Geländer festhalten oder langsam und vorsichtig Schritt für Schritt hinuntergehen.

    Einschränkung der Mobilität:

    Die Angst kann dazu führen, dass Betroffene bestimmte Orte oder Veranstaltungen meiden, bei denen sie Treppen hinuntergehen müssen, wie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufszentren oder Theater.

    Beeinträchtigung des sozialen Lebens:

    Die Angst kann das soziale Leben beeinträchtigen, indem Betroffene Einladungen oder Aktivitäten ablehnen, bei denen sie Treppen bewältigen müssen. Beispielsweise kann der Besuch eines Freundes in einem mehrstöckigen Gebäude eine Herausforderung darstellen.

    Tipps gegen Treppenangst

    Was kann man gegen die Angst gegen Treppensteigen tun?

    Die Angst, Treppen herunterzugehen, kann den Alltag Betroffener deutlich einschränken. Schließlich gibt es kaum ein Haus ohne Treppen. Ist die Angst nur mild ausgeprägt, helfen die folgenden Bewältigungsstrategien dabei, besser mit ihr umzugehen.

    Erlernen Sie Entspannungstechniken

    Stress begünstigt Angst. Erlernen Sie deshalb Entspannungstechniken und senken Sie Ihr Stresslevel. Atmen Sie tief durch oder üben Sie Achtsamkeit, um die Angst, Treppen herunter zu gehen, zu reduzieren.

    Ruhig angehen

    Machen Sie sich bewusst, dass Sie Ihre Angst nicht an einem Tag bekämpfen können. Gehen Sie Schritt für Schritt vor. Beginnen Sie zunächst nur mit einer kleinen Treppe mit wenigen Stufen. Arbeiten Sie sich dann zu größeren Treppen vor. Mit der Zeit werden Sie so Ihre Angst vielleicht auch vor steileren Treppen überwinden.

    Unterstützung

    Mit der Unterstützung einer vertrauten Person fällt es vielen Betroffenen leichter, ihre Ängste zu überwinden. Fragen Sie einen nahestehenden Verwandten oder Freund, ob er Ihnen bei der Bewältigung der Angst, Treppen herunter zu gehen, hilft.

    Festhalten

    Gerade ältere Menschen haben aufgrund körperlicher Beschwerden oft Probleme, Treppen herunter zu gehen. Sie fürchten sich vor Stürzen. Ist keine Person zum Festhalten da, halten Sie sich am Geländer fest. Fehlt auch das, können Sie sich auch an der Wand abstützen.

    Austausch mit Gleichgesinnten

    Suchen Sie eine Selbsthilfegruppe auf, in der Sie sich mit Gleichgesinnten über Ihre Angst, Treppen herunter zu gehen, austauschen können. Oft ist es hilfreich zu erfahren, welche Bewältigungsstrategien andere nutzen.

    Therapie der Treppenangst

    Behandlung der Angst, Treppen herunter zu gehen

    Ist die Angst, Treppen herunter zu gehen, so stark ausgeprägt, dass Sie sich nicht mehr aus Ihrer Wohnung trauen und sozial isolieren, ist eine psychotherapeutische Behandlung ratsam.

    Als Standardverfahren haben sich die kognitive Verhaltenstherapie sowie die Expositionstherapie erwiesen. Eine Hypnotherapie ist ebenfalls eine Möglichkeit zur Behandlung der Angst. Außerdem kann eine Medikamenteneinnahme je nach Schwere der Angst hilfreich sein.

    Im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie lernen Sie Ihre Angst und deren Ursachen zu verstehen und besser damit umzugehen. Ziel ist es, die ängstlichen irrationalen Gedanken durch rationalere Verhaltensweisen zu ersetzen. Sie erlernen in der Therapie Entspannungstechniken, die Ihnen dabei helfen, in einer angstauslösenden Situation ruhig zu bleiben.

    Die Expositionstherapie verfolgt das Ziel, Betroffene Schritt für Schritt mit Ihrer Angst zu konfrontieren. Der Therapeut wird Ihnen dabei vermutlich zunächst Bilder und Videos mit steilen Treppen zeigen. Im Anschluss werden Sie gemeinsam mit dem Therapeuten Treppen hinunter gehen. Dadurch lernen Sie, gegenüber den angstauslösenden Situationen weniger empfindlich zu werden.

    Die Expositionstherapie erfordert ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patienten, da eine zu schnelle und zu starke Konfrontation die Angst unter Umständen auch verstärken kann.

    In Kombination mit kognitiver Verhaltenstherapie oder Expositionstherapie kann auch eine Hypnotherapie angewandt werden. Ein Hypnotherapeut führt den Betroffenen dabei in einem meditativen, tranceähnlichen Zustand und vermittelt ihm hilfreiche Vorschläge zur Angstüberwindung. Ziel ist es, dass diese Vorschläge vom Unterbewusstsein erlernt werden und die Angst dann mit der Zeit zurückgeht.

    Die Expositionstherapie erfordert ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patienten, da eine zu schnelle und zu starke Konfrontation die Angst unter Umständen auch verstärken kann.

    In einigen Fällen sind zusätzlich zur psychotherapeutischen Behandlung Medikamente ratsam. Üblicherweise werden bei Phobien Antidepressiva, Benzodiazepine oder selektive Serotonin- oder Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer verordnet. Deren Aufgabe ist es, Symptome der Angst zu lindern, und so den Erfolg einer Therapie überhaupt erst zu ermöglichen. 

    Da solche Medikamente auch das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können, ist die Absprache mit dem Arzt äußerst wichtig. 

    Nach Abschluss der Therapie sollten Medikamente allerdings nicht mehr erforderlich sein. Eine ausschleichende Dosierung ist daher ratsam.

    Hilfe annehmen

    Nach Ärzten suchen und Hilfe annehmen

    Die Angst, Treppen herunterzugehen, ist kaum bekannt. Betroffene schämen sich mitunter dafür und scheuen sich deshalb, einen Arzt aufzusuchen. Allerdings ist das der falsche Weg und führt oft zu sozialer Isolation. Auf Google lassen sich sind Therapeuten in der Nähe anzeigen und Erfahrungsberichte lesen.

    Für alle, die sich vor einer Therapiesitzung fürchten, haben wir in unserem Selbsthilfe Ratgeber Artikel nützliche Tipps zur Überwindung der Arztphobie zusammengestellt.

    Selbsthilfe anwenden

    Die Ängste selbst überwinden

    Wenn du dich noch nicht bereit fühlst, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen, könnte der erste Schritt zur Bewältigung deiner Angst, das Heruntergehen von Treppen, in der Selbsthilfe liegen. Unsere Selbsthilfe-Anleitung gegen Phobien und Ängste kann ein hilfreicher Begleiter auf diesem Weg sein.

    Mit sofortigem Zugriff nach dem Erwerb kannst du beginnen, dich tiefer mit deinen Ängsten auseinanderzusetzen und Techniken zu erlernen, um sie zu überwinden. Es gibt keine versteckten Kosten, nur eine einmalige Zahlung ist erforderlich.

    Ob digital auf deinem Gerät oder als ausgedruckte Version, unsere Anleitung ist so gestaltet, dass sie leicht verständlich und zugänglich ist. Sie bietet praktische Schritte und erprobte Methoden, um dich auf deinem Weg zur Bewältigung deiner Ängste zu unterstützen.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Bathmophobia (Fear of Stairs): Symptoms, Causes & Treatment – my.clevelandclinic.org

      Autoren, Überprüfung und Gestaltung:

      Autorin: Julia Dernbach

      Medizinische Überprüfung: Thomas Hofmann

      Einarbeitung und Gestaltung: Matthias Wiesmeier

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