Angst vorm Zelten

Angst davor alleine draußen zu übernachten, campen oder zu zelten.

Camping ist keine alltägliche Situation. Wer zum ersten Mal alleine zeltet, fürchtet sich möglicherweise vor dem Ungewohnten und der Dunkelheit. Abseits der Zivilisation, im Dunkeln, sind gewisse Ängste verständlich.

Wir klären auf woher die „Angst vor dem erste mal alleine draußen zu schlafen“ kommt und welche Tipps dabei helfen können diese Ängste zu reduzieren

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Die Angst vorm Campen entsteht oft durch Sorgen, die sich auf nicht einschätzbare Risiken beziehen. Das reicht von der Angst vor gefährlichen Tieren bis zur Furcht, auf sich allein gestellt zu sein. Auch die Angst vor dem Unbekannten verursacht oft ein leichtes Zittern.

    Mit einer gründlichen Vorbereitung fühlen sich Erwachsene und Kinder sicherer. Wer alle wichtigen Hilfsmittel bei sich hat, ängstigt sich weniger vor der Dunkelheit und der ungewohnten Umgebung.

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    Auslöser der Camping-Angst

    Warum hat man das erste mal alleine draußen Angst?

    Ein typischer Grund für die Angst vor dem Zelten ist die Finsternis, die einen umgibt. Doch wer abends und nachts in der Stadt unterwegs ist, setzt sich im Allgemeinen größeren Gefahren aus.

    Schlechtes Wetter erscheint den Campern im Zelt gleich viel bedrohlicher. Wer sich vor Gewitter fürchtet, sollte genau auf die Vorhersage achten.

    Dazu kommen die unbekannten Geräusche, die gruselige Vorstellungen auslösen können. Der Ruf einer Eule, das Rascheln von Nachttieren – in der Natur gibt es viel Unentdecktes, das Angst machen kann. Einige Horrorfilme schüren diese Furcht noch.

    Angst oder Unlust?

    Nicht jeder, der vor dem Campen zurückscheut, verspürt Angst. Oft ist es auch eine gewisse Unlust, verbunden mit einem Bedürfnis nach Komfort und Sicherheit. Der Aufbau des Zelts kann eine Weile dauern und die schlechte Laune steigern. Wer mit Kindern zeltet, sollte sich dieser Probleme bewusst sein.

    Anzeichen der Angst

    Typische Anzeichen für Angst vorm Zelten

    Wenn sich der Nachwuchs gegen den Camping-Ausflug mit der Schule oder mit Freunden wehrt, ist das eventuell ein Hinweis auf die Angst vorm Zelten. Auch Jugendliche fürchten sich manchmal vor dem, was auf der anderen Seite der dünnen Zeltwand lauern könnte.

    Die Angst vor dem Ausgeliefertsein führt zu Ausreden und Ausweichmanövern. Anstatt die mehr oder weniger bewussten Angstgefühle zuzugeben, behaupten die Kinder: „Camping ist mir zu unbequem“.

    Erwachsene, die sich vor dem Zelten fürchten, reagieren erschrocken auf die Berichte von anderen Campern: „Habt ihr keine Angst, dass euch etwas Schlimmes passiert?“

    Wer sich trotz seiner Ängste zum Camping überreden lässt, hat Schwierigkeiten, die Natur zu genießen. Stattdessen zeigen die ängstlichen Camper ein hohes Maß an Wachsamkeit und Fluchtbereitschaft.

    Schon bevor sie losfahren, bereiten sie sich übertrieben gründlich vor. Neben der Reiseapotheke nehmen sie alle möglichen Hilfsmittel mit, um sich beim Zelten sicherer zu fühlen. Ein Gaskocher kann beispielsweise eine einfache Lösung für warme Gerichte sein.

    Lesetipp: Selbsthilfe wenn der Gaskocher nicht funktioniert.

    Keine Technik im Wald

    Angst davor kein Handynetz zu haben

    Die größte Angst, die moderne Menschen haben, ist die Tatsache, dass sie beim Camping die gewohnte Technologie abschalten müssen; die Smartphones, das Fernsehen, soziale Medien. Viele Menschen nutzen beim Camping dennoch ihr Handy, stellen dann aber fest das kein Handynetz verfügbar ist. 

    Diese Panik gilt es mit Übung zu reduzieren. Gewöhne dich daran immer wieder bei Wanderungen dein Smartphone vielleicht noch dabei zu haben, aber im Flugmodus zu bleiben. 
     

    Angst vor Unwetter beim Zelten

    Was passiert wenn mich beim Zelten ein Unwetter erwischt?

    Manche Menschen werden das Zelten im Freien fürchten, da sie davon ausgehen, dass ein Unwetter und z.B. Hochwasser das Zelt zerstören könnte.  Diese Befürchtung ist zwar zu einem gewissen Grad gerechtfertigt, erfordert aber im Gegenzug aber einfach etwas Planung. Vor allem die ersten Erfahrungen sollte im Idealfall nicht bei schlechten Wetter gesammelt werden. 

    Ein spontanes Gewitter kann immer eintreffen, extrem starker Wind wird aber in der Regel innerhalb von 24 Stunden angekündigt. Bei starken Wind ist es tatsächlich nicht zu empfehlen im Wald zu übernachten. Im schlimmsten Fall sollte man sich vorher über nahe liegenden Schutzhütten informieren. 

    Angst vor Langeweile in der Natur

    Was kann ich gegen die Langweile in der Naur machen?

    Die Isolation in der Natur mag für viele eine Freude, für andere wiederum eine Herausforderung sein. Was noch vor einigen Generationen ganz üblich war, ist heutzutage sehr selten geworden. 

    Heutzutage eist kaum noch jemand tatsächlich isoliert. Selbst alleine zu Hause, haben wir den ständigen Einfluss von Umgebungsgeräuschen wie z.B. Nachbarn, Autos, Flugzeugen oder irgendeinem elektronischen Gerät. Wir können uns mit dem Handy, dem Fernseher oder sonstigen technischen Dingen ablenken

    In der Natur sind wir dagegen komplett isoliert. Wenn wir uns dafür entscheiden das Handy ausgeschaltet zu lassen, haben wir auch davon keinerlei Ablenkung. Dies ist wahrhaftig eine schwere Herausforderung. Wer es sich leichter machen möchte, kann allerdings weiterhin  sein Smartphone nutzen, ein Buch mitnehmen, Fotos machen, Musik hören, Kochen und viele weitere Beschäftigungen nachgehen. 

    Tipps bei Angst vorm Zelten

    So kannst du die Angst vor dem Wildzelten überwinden

    Wer die Angst vor dem Campen überwindet, nimmt die Natur auf eine ursprüngliche Art wahr. Darum lohnt es sich, den Ausflug mit dem Zelt gut vorzubereiten. Im nachfolgenden geben wir wertvolle Tipps wie sich die Angst vor dem erste mal alleine im freien überwinden lässt. 

    Garten oder Balkon als Übung

    In einem Garten lässt sich das Campen gefahrlos üben. Daran haben schon kleinere Kinder Spaß. Falls sie sich unwohl fühlen, gehen sie einfach wieder ins Haus. Solange die Angst nicht zu schlimm wird, bleiben sie jedoch im Zelt. Alternativ ist dies auch auf dem Balkon möglich. Sollte keines der beiden Möglichkeiten bestehen, lässt es sich fürs erste mal auf einem offiziellen Camping Platz üben. 

    Ortswahl

    Für die erste Nacht alleine im Freien lohnt es sich eine vertraute Umgebung zu wählen. Möglichst nah am Wohnort, somit sind einem die Wege und mögliche Gefahren bekannt. Alternativ kann auch hierfür ein Camping Platz in der Umgebung gewählt werden. Manche Personen übernachten auch zu erst im Auto, anschließend im Schlafsack möglichst nah am Auto. Somit ist immer ein sicherer Rückzugsort, auch bei Unwetter möglich.

    An die Dunkelheit gewöhnen

    Gegen die Angst im Dunkeln helfen Nachtwanderungen mit Begleitung oder ebenfalls eine Übung im Garten und auf dem Balkon. Manche Kinder möchten sofort nach Hause, sobald die Sonne untergegangen ist. Wenn die Eltern zu kleinen Abenteuern in der Dämmerung motivieren, lässt die Angst allmählich nach. In der Finsternis sind Rotlicht oder Grünlicht eine gute Möglichkeit, um den Weg zu finden. Oft stellen die Nachtwanderer auch fest, dass sich ihre Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnen und erstaunlich gut sehen können. Nächte mit einem Vollmond sind logischerweise ebenfalls heller und eignen sich somit für Anfänger noch besser.

    Gute Platzwahl

    Besonders wichtig ist die Suche nach einem guten Platz für das Nachtlager. Es darf nicht zu unsicher und uneben sein. Um sich heimischer zu fühlen, können ängstliche Personen die Umgebung erkunden, bevor sie ihr Zelt aufbauen. Damit man sich mit der unmittelbaren Umgebung vertraut und kann auch eventuelle Geräusche besser zuordnen.

    Geräusche als positiv empfinden

    Beim Zelten wirkt jedes Geräusch noch intensiver. Doch das Knistern im Unterholz oder ein weit entferntes Poltern haben oft eine ganz natürliche Ursache: Der Wind weht durchs Laub, ein Ast fliegt gegen die Zeltwand, in der Ferne plätschert ein Bach und eine Maus huscht über den Weg. Selbst Wildschweine stellen im Normalfall keine Gefahr dar, denn sie meiden die Nähe zum Menschen. Anstatt jedes Geräusch zu hinterfragen, sollte man die Geräusche der Natur akzeptieren und "mit" anstatt "gegen" diese Geräusche leben.

    Nicht zu früh schlafen legen

    Ebenfalls hilfreich ist es, sich vor dem Schlafengehen zu verausgaben. Wer den ganzen Tag gewandert ist, freut sich darauf, erschöpft schlafen zu können. Wer sich zu früh schlafen geht, bricht dabei auch seinen gewohnten Rhythmus und darf sich nicht wundern, warum es in ungewohnter und leicht beängstigender Umgebung schwieriger fällt einzuschlafen.

    Kopf ausschalten

    Genieße die Natur! Es ist leichter gesagt als getan, aber der wohl wertvollste Tipp ist es die Natur ohne große Gedanken an Risiken und Gefahren wahr zu nehmen. Denke nicht an irgendwelche Horrorgeschichten sondern genieße die Welt wie sie ist. Unser größtes Hindernis sind unsere Gedanken, denn darin stellen wir uns selbst unsere Hürden auf und erzeugen unrealistische Ängste die gar nicht existieren.

    Wer sich sicherer fühlen möchte, legt sich ein paar nützliche Dinge in Griffweite:
    Zu vermeiden gilt es:

    Gut zu wissen:

    Bellen können doch nur Hunde oder? Falsch. Auch Rehböcke können bellen, meist in der Morgendämmerung. Mit dem Bellen möchten Rehe ihre Artgenossen vor Gefahren warnen. 

    Mäuse können teilweise so laut im Gebüsch rascheln, dass du vermuten könntest es wäre ein Fuchs oder Wildschwein. Mäuse suchen nach Futter und können daher sogar teilweise deinen Rucksack durchwühlen. Da Mäuse Allesfresser sind, können Sie sich auch mit Nüssen, Würmern oder den kleinsten Insekten zufrieden geben. Verfalle nicht in Panik, bis auf dass dir die Maus etwas Nahrung stiehlt, kann dir in der Regel nichts weiteres passieren.

    Ausnahme: Wenn sich die Maus in deinem Rucksack befindet, solltest du sie nicht aggressiv verscheuchen oder sogar den Rucksack verschließen, die Maus könnte in Panik verfallen und dich dann eventuell beissen. Dies gilt im übrigen für fasst alle Tiere in der Wildnis. 

    Die nachtaktiven Wildschweine suchen Nachts häufig Nahrung. Eine Gefahr ist in der Regel nicht zu erwarten, nur dann wenn sie sich erschrecken oder ihre Kinder beschützen wollen. Wenn Wildschweine den Menschen hören oder riechen, vermeiden Sie eigentlich den Kontakt.

    Der beste Tipp ist es wohl einfach ruhig zu bleiben und abzuwarten. Dabei kannst du es genießen wie neben dir noch anderes Leben existiert und die Natur wertschätzen. Wenn du eine Gefahr ahnst, kannst du laut rufen, klatschen oder pfeifen um die Wildschweine zu verjagen

    Um deine Lebensmittel oder Essensreste zu verstauen, solltest du diese in die Luft hängen (z.B. an einem Ast vom einem Baum). Somit haben Tiere wie Mäuse oder Wildschweine es deutlich schwieriger diese zu erreichen. Dafür kannst du auch ein Seil verwenden. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. 17 Common camping fears and how to overcome them – campingtroop.com

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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