Xenophobie

Angst vor Fremden/Ausländern

Die Angst vor Fremden/Ausländern ist erstmal normal und liegt in der Evolution begründet. Sie dient dem eigenen Selbstschutz und soll vor etwaigen Gefahren bewahren. Diese Angst richtet sich nicht implizit gegen Ausländer, sondern vielmehr ist damit die Angst vor dem Unbekannten/Fremden gemeint.

Wird diese Angst jedoch übermächtig und lässt die Betroffenen schon bei der bloßen Vorstellung an Fremde erzittern, spricht man von Xenophobie. Häufig wird dies fälschlicherweise mit Rassismus gleich gesetzt. Auch wenn häufiger eine Kombination aus Xenophobie und Rassismus vorkommt, gibt es deutliche Unterschiede, die jedoch für den Laien nicht direkt ersichtlich sind.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Xenophobie beschreibt die übertriebene Angst allem Fremden gegenüber. Die Vorstellung jemand Unbekanntem zu begegnen, wird mit großer Gefahr für die persönliche Unversehrtheit assoziiert. Das Resultat ist die Ablehnung gegen alles und jeden, der anders ist und wird im Alltag Fremdenfeindlichkeit genannt. Dass ihre Phobie irrational ist, ist den meisten Betroffenen durchaus bewusst, nur ändern können sie daran nichts.

    Mögliche Gründe für eine Xenophobie ist ein persönliches negatives Erlebnis mit Fremden bzw. Ausländern. Auch Erzählungen oder Beobachtungen, in denen Fremde jemandem geschadet haben, tragen dazu bei eine Angst vor Fremden zu entwickeln. Filme, Bücher und andere Medien, in denen Ausländer die Bösewichte darstellen, können ebenso eine Xenophobie begünstigen.

    Zwar gibt es ein paar Tipps mit denen sich Ängste lindern lassen, eine richtige Xenophobie muss allerdings meist ärztlich behandelt werden. Da sich keine Angst ausschließlich mit Medikamenten behandeln lässt, ist eine Therapie die beste Möglichkeit, die Angst zu überwinden. Welche Therapieform den größten Erfolg verspricht, muss in jedem einzelnen Fall individuell ermittelt werden. Leichte Fälle können schon durch Gesprächsrunden ihre Ängste hinter sich lassen. Bei ausgeprägten Symptomen können eine Verhaltens- und/oder Konfrontationstherapie zielführend sein.

    Definition von Xenophobie

    Xenophobie hat ihre Wurzeln in der Angst – im wahrsten Sinne des Wortes. Phobie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Angst“. 

    Angesichts der Tatsache, dass es die fragliche Angst vor Fremden ist, macht es Sinn, dass Xeno vom griechischen Wort für „Fremder, Ausländer“ stammt. 

    Im Fall von Fremdenfeindlichkeit ist die Angst irrational. Jemand, der Fremden gegenüber feindlich gesinnt ist, misstraut vielleicht einem Nachbarn, den er nie getroffen hat, oder einem Scheich, der auf der anderen Seite der Welt lebt.

    Fremdenfeindlichkeit erklärt:

    Fremdenfeindlichkeit ist wie Rassismus, aber anstatt Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe zu fürchten oder ihnen zu misstrauen, fürchtet oder misstraut man ihnen wegen ihrer Nationalität, oder weil sie einem schlichtweg fremd sind.

    Auslöser für die Angst vor Fremden

    Fremdenfeindliche Rhetorik und Verhalten lassen sich durch die ganze Menschheitsgeschichte zurück verfolgen. In einigen Fällen könnte die Angst vor Außenstehenden ein Schutzmechanismus gegen Invasion oder Krankheit gewesen sein.

    Zum Beispiel könnte das Misstrauen gegenüber einer Person aus einem anderen Stamm, selbst wenn es unangebracht ist, seine Wurzeln in dem Wunsch haben, die eigene Heimat vor einer fremden Bedrohung zu schützen.

    Ebenso sind persönliche negative Erfahrungen mit Ausländern häufig ursächlich für eine Xenophobie. Dazu zählen auch Erzählungen, Beobachtungen oder Darstellungen in den Medien, die Fremdenfeindlichkeit schüren können.

    Anzeichen einer Xenophobie

    Fremdenfeindliche Überzeugungen und Verhaltensweisen tauchen in zahlreichen Kontexten des täglichen Lebens auf.

    Häufigstes Symptom von Xenophobie:

    Zudem werden große Anstrengungen unternommen, um bestimmte Bereiche zu meiden, in denen man auf Fremde/Ausländer treffen könnte.

    Des Weiteren weigern sich Xenophobiker mit Menschen befreundet zu sein, nur aufgrund ihrer Hautfarbe, Kleidung oder anderer äußerer Faktoren.

    Schwierigkeiten, einen Vorgesetzten ernst zu nehmen oder sich mit einem Kollegen zu arrangieren, der nicht derselben rassischen, kulturellen oder religiösen Gruppe angehört, sind ebenfalls häufige Merkmale.

    Physische Symptome:

    Während es eine echte Angst darstellen kann, haben die meisten fremdenfeindlich gesinnten Menschen keine echte Phobie.

    Stattdessen wird der Begriff am häufigsten verwendet, um Menschen zu beschreiben, die Ausländer und Einwanderer diskriminieren.

    Hass und Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit kennzeichnen können, sind jedoch in der Regel nicht gerechtfertigt, und ein fremdenfeindliches Verhalten kann zu einer ungerechten Behandlung von Ausländern oder Einwanderern führen.

    Therapie von Xenophobie

    Da Xenophobie psychischer Natur ist, lässt sie sich klassischerweise mithilfe einer Therapie behandeln. Zu den häufigsten Therapieformen gehören Selbsthilfegruppen/Gesprächsrunden, die Verhaltens- und/oder Konfrontationstherapie.

    Welche Form gewählt wird, hängt nicht nur von der Intensität der Störung ab, sondern insbesondere auch von der Persönlichkeitsstruktur der jeweiligen Person.

    In leichteren Fällen können bereits Gesprächsrunden zum gewünschten Erfolg führen und die Ängste überwunden werden.

    Sind die Ängste massiver, setzt man häufig auf eine Verhaltenstherapie, in der der Betroffene sein Verhalten reflektieren soll und im besten Falle erkennt, dass seine Ängste absolut unbegründet sind und keiner Logik folgen.

    Konfrontationstherapie

    Ebenfalls erfolgsversprechend ist die Konfrontationstherapie. Dabei werden Die Betroffenen in Situationen gebracht, in denen sie auf Fremde/Ausländer treffen. Indem sie sich mit diesen Menschen konfrontiert sehen, müssen sie sich zwangsläufig mit dem „Fremden“ auseinander setzen, um nach einer gewissen Zeit zu bemerken, dass ihre Ängste übertrieben sind und sie keineswegs mit der Realität übereinstimmen.

    Tipps gegen Angst vor Ausländern

    Der wichtigste Aspekt ist, sich zu seiner Phobie zu bekennen. Falsche Scham ist nämlich nicht angebracht, wenn man sich von seiner Phobie befreien will.

    Gespräche mit der Familie, Freunden, Bekannten und mitunter Arbeitskollegen können helfen, die eigene Komfortzone zu verlassen und seine Ängste aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

    Viele Menschen, die Fremdenfeindlichkeit zeigen, sind meist relativ behütet aufgewachsen und hatten wenig Kontakt mit Personen oder Dingen, die anders sind als sie.

    Deshalb kann es durchaus helfen, in verschiedene Teile der Welt zu reisen oder sogar Zeit in einer fremden Stadt oder sogar in einem benachbarten Land zu verbringen und sich seinen Ängsten zu stellen.

    Erfahrungen sammeln

    Da die Angst vor dem Unbekannten eine der stärksten Ängste überhaupt darstellt, ist es unabdingbar diese zu bekämpfen. Wenn man noch nie oder nur selten mit anderen Rassen, Kulturen und Religionen in Kontakt gekommen ist, kann es extrem hilfreich sein, mehr Erfahrungen dahingehend zu sammeln, um seine Fremdenfeindlichkeit erfolgreich zu überwinden.

    Sollten alle diese Maßnahmen nicht erfolgreich sein, ist es ratsam und auch unerlässlich, sich professionelle Hilfe bei Therapeuten zu suchen.

    Hilfe finden

    Hilfe kann sowohl bei einem örtlichen Psychologen, als auch über das Internet in Anspruch genommen werden. Bei einer psychologischen Beratung über das Internet profitieren Betroffene von einer kurzen Wartezeit und der Anonymität

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      Quellen:

      1. Xenophobia: Definition, Symptoms, Traits, Causes, Treatment – verywellmind.com

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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