Angst vor Impfungen

Auslöser, Anzeichen, Tipps und Hilfe gegen die Angst vor Impfungen

Viele Menschen fürchten sich vor Impfungen und deren möglichen Folgen. Während manche nur eine Abneigung haben, gibt es auch Betroffene mit einer richtigen Angststörung gegenüber einer Impfung. Die Angst kann dabei vielfältige Ursachen haben, beispielsweise die Angst vor Spritzen, vor Arztbesuchen im Allgemeinen oder vor möglichen Nebenwirkungen.

Betroffene einer Vaccinophobie fürchten sich vor der Impfung selbst, den Impfstoffen oder den Folgen

Gerade in der aktuellen Zeit wird allerdings jeder früher oder später mit dem Thema Impfungen konfrontiert. In diesem Artikel versuchen wir, über die Angst vor Impfungen Impfungen aufzuklären.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Ja, die Angst vor Impfungen wird auch Vaccinophobie genannt. Die Vaccinophobie ist eine nach „ICD-10 = F40.2“ Spezifische (isolierte) Phobie. Betroffene Menschen haben nicht nur eine Abneigung sondern eine reale Angststörung vor den Nebenwirkungen und Gefahren einer Impfung. 

    Impfstoffe dienen der Aktivierung des Immunsystems gegen eine übertragbare Krankheit, um die geimpfte Person vor der Infektion zu schützen. Impfungen sind somit Präventionsmaßnahmen und sollen den Schutz der geimpften Person bewirken. Je nach Krankheit funktionieren die Impfstoffe sehr unterschiedlich. Das Ziel der Impfung ist es, das Immunsystem zu befähigen, auf den Erreger schnell zu reagieren und somit das Infektionsrisiko zu minimieren.

    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Lebendimpfstoffen, die funktionsfähige Keime enthalten, die aber die Krankheit nicht auslösen können, und Totimpfstoffen, bei denen nur inaktive Bestandteile enthalten sind.

    Die meisten Impfstoffe erfolgen als Injektion durch eine Spritze, entweder intradermal (in die Haut), subkutan (unter die Haut) oder intramuskulär (in den Muskel). In manchen Fällen wird der Impfstoff aber auch oral als Schluckimpfung oder nasal verabreicht. Bei Kindern ist außerdem eine Impfung in den Oberschenkel zulässig.

    Angst-vor-Corona-Impfung

    Angst vor der Corona Impfung

    Die größte Angst bei Impfungen: Corona Impfstoffe

    In der aktuellen Lage können sich viele Menschen überlegen, sich erstmals oder erneut gegen Covid-19 impfen zu lassen. Aufgrund diverser Gründe haben allerdings auch einige Menschen Angst vor den neuen Wirkstoffen und die Folgen einer Corona Impfung.

    Da es noch keine Langzeitstudien gibt, lässt sich auch nur schwer beurteilen in wie fern Ängste vor einer Covid-19 Impfung nachvollziehbar sind.

    Da sich bei diesem Thema rasant neue Entwicklungen ergeben, maßen wir es uns nicht an ein Urteil darüber zu bilden. Fakt ist, dass in der Politik viel in Richtung Pro-Impfung betrieben wird. 

    Impfpflicht schürt die Ängste

    Eine Berufsabhängig oder generelle Impfpflicht, vor allem in immer kürzeren Abständen (Booster Impfungen), sorgt umso mehr für Angst und Unsicherheit bei einigen Menschen. 

    Unterschiede der bekanntesten Impfstoffe gegen Corona:

    Gründe für die Angst

    Warum haben Menschen Angst vor der Corona Impfung?

    Um Covid-19 und deren Impfstoffe existieren zahlreiche unterschiedliche Gründe, welche die Ängste stärken.

    Eine gesunde Skpesis bei einer Covid-19 Impfung ist nachvollziehbar. Vielen Menschen gefällt nicht der Gedanke sich mit einem genetischen Code impfen zu lassen, welcher auf Langzeitsicht eventuell nicht nur die Immunisierung gegen Covid-19 auslöst. Hierzu gibt es noch zu wenige Langzeitstudien um eventuelle Langzeiteffekte über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg zu testen. 

    Angst vor Booster Impfung

    Ängste die sich erst entwickeln

    Wer bereits Angst vor einer einmaligen Corona Impfung hatte, wird erst recht seine Ängste und Bedenken bezüglich zahlreichen Booster Impfungen haben. Denn aktuell ist noch kein Ende für Auffrischimpfungen gegen Covid-19 in Sicht. Auch Personen die sich nur für die gesellschaftlichen Vorteile haben impfen lassen, müssen damit rechnen immer weitere Booster-Impfungen erhalten zu müssen. 

    Das die Booster Impfung wahrscheinlich alle 4-6 Monate erfolgen muss, stößt bei zahlreichen Menschen auf Unverständnis, da dies auch die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen und unbekannten Langzeitfolgen erhöht. Besonders junge, kerngesunde und sportlich aktive Menschen sehen hinter dieser anhaltenden Impfungen mehr fragwürdige Politik und weniger gesundheitlichen nutzen. 

    Wir bringen grundsätzlich ein großes Verständnis für Menschen mit Ängsten mit und können daher die Kritik in diesen Bereich gut nachvollziehen. Der Weg der Politik & Medien mit Verboten und Panikmache zur Impfung drängen zu wollen, stößt bei vielen Menschen auf das Gegenteil. 

    Unsere Empfehlung lautet: Rücksprache mit dem Hausarzt halten und gemeinsam abwägen, ob eine Impfung gegen Corona, insbesondere häufige Booster Auffrischung, sinnvoll ist. Eine gesunde Skepsis gegenüber einen solch häufigen Impf-Intervall halten wir für verständlich und sollte nicht Gesellschaftlich belächelt werden. 

    Panik vor Impfungen

    Ist eine gewisse Angst vor Impfungen normal?

    Die Angst vor Impfungen besteht, seit im 18. Jahrhundert der erste Impfstoff entwickelt wurde.5Medizingeschichte: Geschichte der Schutzimpfung | deutsche-apotheker-zeitung.de

    Schon damals fürchteten sich die Menschen vor Mutationen in der DNA und ähnlichen furchterregenden Langzeitfolgen. Die Angst vor etwas Neuem ist immer präsent, besonders bei Menschen, die zu ängstlichem Verhalten neigen. Nichtsdestotrotz wurde Fortschritt in der Menschheitsgeschichte nur dadurch erreicht, dass nicht die Ängste vor dem Unbekannten und potenziell Gefährlichem das Leben bestimmt haben. Somit kann man aus dem Erfahrungsschatz der Vergangenheit lernen, dass Neuerungen immer furchterregend sind, aber dass es ohne derartige Prozesse keinen Fortschritt gäbe, weder in der Medizin noch in anderen Bereichen des Lebens.

    Aufgrund der vielen Impfungen, die heutzutage existieren, treten einige gefährliche Krankheiten wie Diphtherie kaum noch auf und werden von den Menschen nicht mehr gekannt. Experten zufolge leistet deshalb die Skepsis vor der Notwendigkeit der Spritze einen erheblichen Beitrag zu mangelnder Impfbereitschaft.

    Gründe für die Vaccinophobie

    Was sind die Auslöser einer Vaccinophobie?

    Die Impfangst kann durch viele Faktoren bedingt sein. In manchen Fällen mag eine Arztphobie die Ursache sein, bei der sich die Patienten vor dem Besuch und der Behandlung von Ärzten fürchten. Die Angst vor Spritzen (Trypanophobie) kann ebenfalls eine Rolle spielen.

    Einige Menschen leiden auch unter der Angst vor Blut (Hämatophobie), wodurch Impfungen für sie mit großen Problemen und Ängsten behaftet sind. 

    Angst vor Nebenwirkungen

    Ein Faktor, der die Angst vor Impfungen verschlimmert, sind Einzelfallberichte von starken Nebenwirkungen. Oftmals sprechen sich derartige Fälle schnell herum und verstärken bei vielen anderen die Angst und Abneigung einer Impfung gegenüber. Allerdings sind Nebenwirkungen nicht immer auf die Impfung zurückzuführen. Selbst bei Placebos (Behandlungen ohne Wirkstoffe) können negative Empfindungen der Patienten bestimmte Reaktionen hervorrufen – Psyche und Körper spielen eben auf eine sehr eigentümliche Weise zusammen und beeinflussen einander. Zudem werden oft Beschwerden, die schon vorher existierten, anschließend auf die Behandlung geschoben. Dadurch findet oft eine Verknüpfung von vermeintlichen Ursachen und Wirkungen zu einem falschen Ergebnis und verstärkt die Angst vor Impfstoffen oder Behandlungen im Allgemeinen. 

    Verstärkte Angst durch Medien

    Ein weiterer Katalysator für die negative Wahrnehmung von Impfstoffen oder Medikamenten im Allgemeinen, sind die Medien. Die Medien steuern durch ihre Berichterstattung maßgeblich die Auffassung zu den Impfstoffen. Wenn dort über Nebenwirkungen berichtet wird, merken sich die Rezipienten dies und nehmen Beschwerden sofort intensiver wahr bzw. halten regelrecht danach Ausschau. Somit beeinflussen die Medien die Wahrnehmung darüber, wie gut oder schlecht Impfstoffe vertragen werden. Problematisch ist, dass die Informationen, die von den Medien – vor allem in Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. – vermittelt werden, oft für wahr gehalten werden und man sie somit nicht hinterfragt, sondern sofort für bare Münze hält. Dies hat einen enormen Einfluss auf das Image von Firmen und deren Impfstoffe.

    Vaccinophobie-ueberwinden

    Tipps gegen Angst vor Impfung

    Was kann man gegen die panische Angst vor Impfungen tun?

    Ängste gehören zum Leben dazu. Wichtig ist aber, sich nicht von seiner Angst dominieren zu lassen, vor allem, da viele Menschen allein durch Ängste oder Erwartungen körperliche Beschwerden bekommen. 

    Wichtig ist, sich Informationen aus verschiedenen und vertrauenswürdigen Quellen zu suchen. Der Zugang zu Wissen ist ein Privileg, das durchaus als solches angesehen und genutzt werden sollte. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie nicht zum Spielball von meinungsbildenden Institutionen werden oder durch Falschmeldungen oder einseitig informierte Gruppen Panik entwickeln.

    Sammeln Sie deshalb unbedingt verlässliche und vielseitige Informationen und bilden sich auf Basis dessen eine eigene Meinung

    Argumente für eine Impfung

    Impfen schützt nicht nur einen selbst?

    Wissenschaftlichen Studien zufolge kann der tiefere Sinn einer Sache die Angst davor verringern. Sobald die Patienten realisieren, dass sie nicht nur eine Verantwortung für sich selbst haben, sondern auch für andere, die sie ungeimpft weiterhin anstecken können, geht eine Veränderung im Bewusstsein vor sich.

    Wenn die Patienten erst mal den Nutzen für das große Ganze anerkennen und feststellen, dass ihr Handeln einem höheren Zweck dient, werden Schmerzen oder Beschwerden plötzlich als weit weniger belastend und intensiv beschrieben.

    Sich vor Augen zu führen, dass man nicht nur sich selbst, sondern viele andere Menschen durch eine Impfung schützt, kann die Angst davor und die nachwirkenden Beschwerden erheblich verringern.

    Therapie gegen Vaccinophobie

    Falls die Angst überhandnimmt und mögliche Heilung verhindert, ist es ratsam, sich Hilfe zu suchen. 

    Betroffene, die unter der Angst vor Blut oder Spritzen leiden, können sich Hilfe bei Experten suchen und lernen, mit der Angststörung besser umzugehen.

    Falls die Angst vor einem Arztbesuch der Grund für die Vaccinophobie ist, können Betroffene sich in unserer Selbsthilfe inspirieren lassen. 

    Für Betroffene, die sich nicht trauen, einen Therapeuten aufzusuchen, gibt es die Möglichkeit, sich über das Internet Hilfe zu suchen und an Online-Coachings oder einer telefonischen Beratung teilzunehmen.

    Den passenden Arzt finden

    Eine weitere Option, die Angst vor Impfungen zu verringern, ist eine persönliche Sprechstunde bei einem Arzt des Vertrauens.

    Viele Menschen lassen sich von ihren Ärzten verunsichern, da diese gesetzlich dazu aufgefordert sind, die Patienten über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären – leider bleiben dabei die Vorteile und positiven Seite der Impfstoffe auf der Strecke und der Patient behält nur die Nachteile im Kopf.

    Suchen Sie sich einen Arzt, der sich auf emphatische Weise Ihrer Fragen annimmt und Sie durch ein aufklärendes Gespräch beruhigen kann. Auf Portalen wie jameda.de können Sie selbstständig Ärzte in Ihrer Umgebung finden und Erfahrungsberichte lesen.  

    Auch über das Internet lassen sich Psychologen finden um über Angsstörungen zu sprechen. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Corona-Impfung: Was tun bei Angst vor Nebenwirkungen? | psychologische-coronahilfe.de
      2. PFIZER-BIONTECH COVID-19 VACCINE (BNT162, PF-07302048) VACCINES AND RELATED BIOLOGICAL PRODUCTS ADVISORY COMMITTEE BRIEFING DOCUMENT | fda.gov
      3. Impfung – Wikipedia
      4. Colette Flight: Smallpox: eradicating the scourge | bbc.co.uk
      5. Medizingeschichte: Geschichte der Schutzimpfung | deutsche-apotheker-zeitung.de

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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