Triskaidekaphobie

Angst vor der Zahl 13 - Aberglaube?

Menschen mit Triskaidekaphobie haben Angst vor der 13. Noch spezifischer ist die Angst vor Freitag, dem Dreizehnten, die auch Paraskavedekatriaphobie heißt. Bei diesen Phobien handelt es sich um abergläubische Ängste, die sich auf Zahlen beziehen.

Wir klären über die historischen Ursprünge, Merkmale und Symptome auf. Zudem erwähnt der Artikel mögliche psychotherapeutische Ansätze zur Überwindung der Angststörung.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Bei der Triskaidekaphobie handelt es sich um eine zahlenspezifische Angststörung: die Furcht vor der 13. Wer unter dieser Phobie leidet, weicht der Begegnung mit der vermeintlichen Unglückszahl aus.

    Die Angst vor der Zahl 13 führt dazu, dass die Betroffenen an einem 13. des Monats zuhause bleiben und keine Termine vereinbaren. Auch die Zimmernummer 13 wird vermieden.

    Die 13 gilt für viele Menschen als Unglückszahl. An einem 13. fühlen sie sich von Missgeschick bedroht. Oft verbergen sich andere Ängste oder ein Aberglaube hinter der Triskaidekaphobie. Die Geschichte der 13 als Unglückszahl nehmen die Betroffenen dann als eine Art Beleg für ihre unerklärbare Furcht. Sie fühlen sich dadurch verstanden.

    Wer an einem 13. oder im Zimmer Nummer 13 etwas Schlimmes erlebt, fühlt sich in dieser Angst bestätigt. Aber bei einem genauen Blick zeigt sich, dass auch an anderen Tagen und in anderen Hotelzimmern negative Dinge geschehen. Die Ursache für die Angststörung dahinter kann in schlechten Kindheitserlebnissen liegen – oder in gruseligen Geschichten, die andere erzählen. Möglicherweise verstärken auch Horrorfilme diese Angst.

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    Geschichte der Unglückszahl 13

    Oft sind es abergläubische Menschen, die die 13 für ein schlechtes Omen halten. Die Wurzeln liegen im frühen Christentum: Beim letzten Abendmahl waren es 13 Personen zusammen – und Judas als dreizehnter verriet Jesus.

    Die unglückselige Bedeutung der 13 verstärkte sich im 19. Jahrhundert. In jener Zeit der Verschwörungstheorien wurden vielen Zahlen eine ominöse Bedeutung zugeordnet. Daraus entwickelte sich allmählich die Angst vor der 13.

    Bis heute reagieren die Betroffenen mit starker Vermeidung auf die 13. In einigen Filmen verdichtet sich die Angst vor Freitag,dem 13. zu einer Art Kult. Diese Vermeidungshaltung zeigt sich auch darin, dass viele Hotels, Kliniken und andere große Gebäude kein Zimmer mit der Nummer 13 vergeben.

    Bekanntheit

    Zu den prominenten Phobikern in der Geschichte gehören der US-Präsident Franklin Roosevelt und der Komponist Arnold Schönberg.

    Ursachen und Auslöser

    Für die Angst vor der 13 gibt es keinen vernünftigen, rationalen Grund.

    Katastrophen und Unfälle geschehen nicht nur an einem 13. Dennoch ziehen ängstliche Menschen in kein Haus mit der Nummer 13, und am 13. des Monats bleiben sie am liebsten in ihrem sicheren Zuhause.

    Die Angst basiert oft nicht nur auf einen Aberglauben, der kultiviert wurde. Oft verbirgt sich eine Angststörung dahinter. Schwerwiegende Angstzustände und negative Gefühle fokussieren sich auf die 13, ohne dass es eine rationale Begründung dafür gibt.

    Oft spielt der Wunsch nach mehr Kontrolle über die Geschehnisse eine Rolle. Die Betroffenen haben beispielsweise große Angst vor Unfällen. Um sich nicht dauerhaft dieser Angst auszusetzen, greifen sie nach einem Aberglauben: Nur wenn eine 13 erscheint, fühlen sie sich wirklich in Gefahr.

    Krankhafter Aberglaube

    Wer die 13 als magische, unheilbringende Zahl ansieht, leidet möglicherweise unter einer psychischen Erkrankung. Diese löst starke Stresssymptome aus.

    Therapiebedarf

    Basiert die Angst vor der 13 auf dem Wunsch nach mehr Sicherheit, lässt sie sich mit Vernunftargumenten lindern. Wenn es sich jedoch um eine Zwangsneurose handelt, ist eine professionelle Psychotherapie empfehlenswert.

    Ein starker Aberglaube kann zum Teil einer neurotischen Störung werden. Dies wirkt sich auf die alltäglichen Gewohnheiten der Betroffenen aus.

    Mit der Zeit kommt es beispielsweise zu:

    Wer eine 13 sieht, klopft dreimal auf Holz oder führt eine andere Handlung aus, die Unglück abhalten soll. Einige Menschen mit Angststörung glauben nicht wirklich an ihre Rituale. Andere sind überzeugt davon, dass ohne ihre Ausführung das Unglück vorherbestimmt ist.

    Vor allem Personen, die alleine leben, neigen dazu, sich in eine Angstneurose hineinzusteigern. Eine erfolgreiche Psychotherapie braucht Zeit – denn auch die Angst selbst hat sich meistens über einen langen Zeitraum eingeschlichen und verstärkt.

    Anzeichen für eine Triskaidekaphobie

    Wer stark abergläubisch ist, der sieht die 13 als eine Erklärung für viele Unglücksfälle an.

    Die Phobie zeigt sich in typischen Symptomen:

    Einige wagen sich am 13. gar nicht aus ihrem Haus, andere stehen den Tag nur mit Beruhigungstabletten durch.

    Weitere Anzeichen:

    Folgen der Triskaidekaphobie

    Bei einem Blick auf die Statistiken zeigt sich, dass sich am Freitag dem 13. deutlich mehr Arbeitnehmer krankmelden als an anderen Tagen. Allerdings verzeichnen die Versicherungen an diesen Tagen weniger Schadensfälle. Möglicherweise hängt die eine Statistik mit der anderen zusammen: In den eigenen vier Wänden ist die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls äußerst gering.

    Der Mythos der 13 und seine Auswirkungen:

    Einige Menschen kultivieren den Mythos, was unter anderem mit den Horrorfilmen um Freitag den 13. zusammenhängt. Dieser humorvolle Umgang mit dem Thema ist für die Phobiker jedoch kein Argument, dass ihre Angst unbegründet ist. Im Gegenteil, sie fühlen sich davon bedroht.

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    Angst vor der Zahl 13 überwinden

    Wer sich vor der 13 fürchtet, erkennt nicht, dass diese Angst irrational ist. Darum fällt es den Betroffenen schwer, die Angstzustände zu überwinden. Sich selbst beibringen, dass es nicht zu fürchten gibt – dieser Schritt ist der erste zu einem entspannteren Leben.

    Aberglaube bedeutet für viele Menschen einen gewissen Schutz. Es geht nicht darum, den Aberglauben zu bekämpfen, sondern die Angst zu überwinden.

    Zwanghaft erfüllte Prophezeiung

    Negative Erlebnisse an einem 13. oder im Zimmer Nr. 13 geschehen nicht aufgrund dieser Zahl. Wer sich jedoch in seine Angst hineinsteigert, der empfindet schlechte Gefühle. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Bestätigung der vermeintlich begründeten Angst, sondern um eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

    Konfrontation zulassen

    Wer seelisch gefestigt ist und weiß, dass die eigene Angst lediglich auf einem Mythos beruht, dem hilft die gezielte Recherche zum Thema. Dies ist eine Art der Konfrontation. Auch wenn es einige berühmte Personen gibt, die sich vor der 13 fürchten: In den Berichten um die vermeintlich negative Zahl zeigt sich, wie irrational diese Angst ist.

    Tipps gegen die Angst

    Wer sich mit der Geschichte des Themas befasst, erfährt viel über die historischen Fakten und kulturellen Traditionen. Dieses Wissen schützt vor unbegründeter Angst.

    Wenn die 13 mit einem Unglück zu tun hat, fühlen sich die Phobiker bestätigt. In weniger drastischen Fällen können sich die Betroffenen einreden, dass die 13 ab sofort zur Glückszahl wird. Dann fallen ihnen die positiven Dinge auf, die im Zusammenhang mit der Zahl stehen.

    Wenn die 13 auftaucht und die Angst weckt, hilft es, ruhig durchzuatmen. Die Zahl alleine kann nichts Böses tun. Mit Atemübungen und Meditation gelingt es den Betroffenen, der 13 ihre bedrohliche Macht zu nehmen.

    Therapie und Hilfe

    Das Erkennen der übermäßigen Angst vor der 13 bietet oft nicht den nötigen Schutz. Die Vernunft kommt nicht gegen die Panikgefühle an. Vor allem in Stresssituationen fühlen sich die Betroffenen unsicher. Darum ist eine gezielte Therapie sinnvoll.

    Selbsthilfe

    Für die Therapie in Eigenregie eignen sich Atemübungen, die eine Panikattacke vermeiden. Auch Meditation und Yoga haben einen positiven Einfluss auf das körperliche und seelische Befinden. In bestimmten Fällen können sich die Phobiker von Freunden oder Verwandten beruhigen lassen. Gutes Zureden hilft über den ersten Schreck hinweg, wenn das gebuchte Hotel die Zimmernummer 13 hat.

    Psychotherapeutische Hilfe

    Im Rahmen einer Verhaltenstherapie lässt sich die Furcht lindern. Viele Therapeuten setzen auf die Konfrontation mit den Angstzuständen. Wenn die Angst vor der 13 zu Zwangsneurosen führt, ist die professionelle Psychotherapie eine gute Lösung. Alternativ dazu kann eine Selbsthilfegruppe sinnvoll sein. Wichtig ist, dass sich die Phobiker nicht gemeinsam in die Angst hineinsteigern.

    Medikamentöse Hilfe

    Medikamente lösen die Angstzustände und die dadurch entstehenden Verspannungen auf. Sie lindern jedoch nur die Symptome, ohne den Ursprung der Angst zu bekämpfen. Darum empfiehlt es sich, zuerst mit dem behandelnden Therapeuten zu sprechen. Abhängig von dem Schweregrad der Angst und der damit einhergehenden Störungen kommen rezeptpflichtige Arzneimittel zum Einsatz, die die Therapie begleiten

    Geeignete Therapeuten in Ihrer Nähe lassen sich auch über das Internet finden. Auf der Plattform Jameda sind sämtliche Ärzte und Psychotherepueten aufgeführt und können von Patienten bewertet werden. 

    Auch über eine Online Videosprechstunde können Psychologen konsultiert werden. Dieser Service ist auf Plattformen wie Instahelp zu finden. 

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      Quellen:

      1. The Fear of 13 Triskaidekaphobia – Wikipedia
      2. Triskaidekaphobia or Fear of the Number 13 – Verywell Mind

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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