Spektrophobie

Angst vor Spiegeln

Der morgendliche Blick in den Spiegel ist eigentlich nichts Ungewöhnliches und für viele von uns ein tägliches Ritual. Es gibt aber auch Menschen, die extreme Ängste vor Spiegeln bzw. ihrem eigenen Spiegelbild entwickeln. Diese Angst wird auch als Spektrophobie bezeichnet.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Als Spektrophobie wird die Angst vor Spiegeln bezeichnet, die oftmals auch Ängste vor dem eigenen Spiegelbild umfasst. Zudem werden unter diesem Terminus auch Angstgefühle vor Geistern bzw. Gespenstern verstanden.

    Neben starken Ängsten leiden die Betroffenen sehr häufig auch an Herzrasen, Zittern, Atemnot oder Schwindel, wenn sie sich in einer entsprechenden Situation befinden.

    Wenn das Alltagsleben der Betroffenen sehr stark beeinträchtigt ist, kann eine Therapie wie zum Beispiel eine Expositionstherapie oder eine Kognitive Verhaltenstherapie hilfreich sein.

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    Angst vor Spiegeln

    Merkmale der Angst vor Spiegeln

    Menschen, die an einer Angst vor Spiegeln leiden, meiden Räume, in denen sich ein Spiegel befinden könnte. Grund dafür kann sein, da für sie ein Blick in einen Spiegel wie eine Demütigung erscheint und meist auch mit tiefen seelischen Schmerzen in Verbindung steht.

    Zudem kann eine Spektrophobie auch eine Angst vor Geistern umfassen. In diesem Fall fürchten sich die Betroffenen davor, im Spiegel ein Gespenst oder einen Geist zu sehen. Die Phobiker meiden dann auch Plätze, an denen sie einen Geist oder ein Gespenst vermuten, darunter beispielsweise Wälder oder Plätze mit sehr viel Schatten und wenig Licht.

    So fürchten sie sich beispielsweise davor, einen Spiegel zu zerbrechen, da das Unglück bedeuten würde. Andere wiederum haben generell Angst vor Spiegelungen aller Art, auch wenn es sich dabei nicht um einen Spiegel, sondern ein anderes Material handelt.

    Ursachen & Auslöser

    Was führt zur Angst vor Spiegeln?

    Die Gründe für das Entstehen einer Spektrophobie sind individuell verschieden, der Beginn liegt aber sehr häufig bereits in der Kindheit.

    Wenn jemand als Kind beispielsweise an einer Hautkrankheit litt und dafür verlacht wurde, so fürchtet man sich auch selbst davor, in den Spiegel zu blicken.

    Auch lange nach dem Abklingen der Erkrankung können die Betroffenen dann noch an den Folgen leiden. Aber auch Kinder, die auffallende körperliche Merkmale oder mit Übergewicht zu kämpfen haben, können eine Spektrophobie entwickeln.

    Zudem kann eine Spektrophobie auch genetische Ursachen haben. Gibt es in der Familie bereits Fälle einer Phobie, so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass auch ein Kind eine solche entwickelt.

    Spiegel werden schon sehr lange mit religiösen Ritualen, Bräuchen bzw. Aberglauben verbunden. Manche sind auch der Ansicht, dass ein Spiegel die Seele einer Person reflektiert. Diese Verbindung zwischen der Seele und dem Spiegel hat eine Reihe von Legenden hervorgebracht, die bei manchen Personen auch Ängste auslösen.

    Symptome & Anzeichen

    Wie macht sich die Angst vor Spiegeln bemerkbar?

    Wer an einer Spektrophobie leidet, entwickelt starke Ängste, wenn sich ein Spiegel im Raum befindet.

    So gleicht auch das morgendliche Betreten des Badezimmers einem Spießrutenlauf und viele Phobiker verlassen panisch den Raum, wenn sie auch nur einen sehr kurzen Blick in den Spiegel geworfen haben.

    Neben den starken Angstgefühlen treten bei den Betroffenen auch körperliche Symptome auf.

    Körperliche Symptome:

    Für jemanden, der von dieser Phobie betroffen ist, kann sich das Leben sehr schwierig gestalten. Sicherlich kann man zu Hause seine Spiegel verstecken oder reflektierende Oberflächen meiden.

    Außer Haus ist das aber beinahe unmöglich, sodass sich bei vielen Betroffenen auch ein Vermeidungs- oder Fluchtverhalten entwickelt und sie verschiedensten Situationen aus dem Weg gehen.

    Tipps gegen die Angst vor Spiegeln

    Was kann man gegen die Angst vor Spiegeln tun?

    Eine Spektrophobie kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Aus diesem Grund kann es zunächst sehr hilfreich sein, sich einem Familienmitglied, einem Freund oder einer anderen nahestehenden Person anzuvertrauen, um mit ihr über seine Ängste zu sprechen.

    Ein Journal führen

    Versuchen Sie auch, ein Journal oder eine Art Tagebuch zu führen, in dem Sie Ihre Erfahrungen mit Ihren Ängsten aber auch ihre Fortschritte notieren.

    Gründe für die Phobie finden

    Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist es auch, die wahren Gründe für die Angst vor Spiegeln zu finden. Sind Sie sehr spirituell veranlagt und können die Ursachen für die Angstgefühle hier gefunden werden? Welches Bild haben Sie von sich selbst? Wie sehen Sie sich? Wie nehmen Sie sich wahr? Versuchen Sie, diesen Fragen auf den Grund zu gehen, um sich so auch besser kennenzulernen.

    Entspannungstechniken ausprobieren

    Auch verschiedenste Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation können die starken Angstgefühle lindern und Stress abbauen.

    Behandlung einer Spektrophobie

    Professionelle Therapie

    Ist die Angst vor dem eigenen Körperbild sehr groß, so empfiehlt es sich, einen Therapeuten zu konsultieren. Während einer Therapie lässt sich die Angst durch Verhaltenstherapien reduzieren und eine neue Strategie für ein besseres Körpergefühl bzw. Selbstbild zu entwickeln.

    Wer auch Angst vor Gespenstern hat, muss meist sehr tiefsitzende traumatische Ereignisse aufarbeiten, um seine Ängste zu mindern. Dafür stehen den Betroffenen verschiedene Ansätze zur Auswahl:

    Eine Expositionstherapie kann helfen, seine Ängste Schritt für Schritt abzubauen. Im Rahmen der Behandlung beginnen die Klienten damit, sich Bilder von Spiegeln anzusehen und über Spiegel nachzudenken, bis sie dann bereit sind, auch selbst einen Blick in diesen zu werfen.

    Im Zuge einer Kognitiven Verhaltenstherapie versuchen die Betroffenen gemeinsam mit dem Therapeuten die Gründe für ihre Phobie zu finden und die irrationalen Ängste durch rationalere Gedanken zu ersetzen.

    Normalerweise wird eine Spektrophobie nicht medikamentös behandelt. In manchen Situationen können Medikamente aber hilfreich sein, um auftretende körperliche Symptome zu mildern. Grundsätzlich sollte eine Einnahme aber immer mit einem Fachmann abgesprochen werden.

    Hilfe annehmen

    Ängste überwinden und Hilfe annehmen

    Um eine Therapie möglichst zeitnah zu beginnen, lohnt es sich, so schnell wie möglich einen professionellen Therapeuten zu konsultieren.  Über die Arztsuche auf Jameda lassen sich auch Therapeuten in der Nähe anzeigen und nach Bewertungen sortieren. 

    Online Therapie:

    Alternativ können die Therapeuten auch nach einer Online Beratung gefragt werden. Viele Therapeuten bieten heutzutage auch eine diskrete Online Beratung an. 

    Online Psychologen:

    Aktuell können wir leider keine Online-Therapie empfehlen. Wir bemühen uns in Zukunft passende Angebote für eine therapeutische Online-Behandlung zur Verfügung zu stellen.

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      Quellen:

      1. Eisoptrophobia (Fear of Mirrors) – my.clevelandclinic.org
      2. Spectrophobia: How to Overcome the Fear of Mirrors – verywellmind.com

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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