Angst vor Haien

Selachophobie überwinden

Wer kennt ihn nicht: Den Film „Der weiße Hai“, der zu einem der weltweit erfolgreichsten Filme gehört und der die Angst vor diesem gefährlichen Tier bei vielen schürte. Meistens beschränkt sich diese Furcht auf eine Spielfilmlänge, es gibt aber auch Menschen, die ständig von großen Ängsten vor einem eventuellen Haiangriff begleitet werden. Diese krankhafte Angst vor Haien wird auch als Selachophobie bezeichnet.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Der Begriff Selachophobie bezeichnet eine irrationale Angst vor Haien bzw. einem Haiangriff. Die Betroffenen meiden daher Plätze, an denen sich eventuell ein Hai aufhalten könnte, sie haben aber auch große Angst, wenn sie das Tier in einem Aquarium oder in einem Film sehen.

    Zu den möglichen Symptomen einer Selachophobie zählen Herzrasen, Atemnot, Übelkeit, übermäßiges Schwitzen oder Zittern, wobei diese Beschwerden meist dann auftreten, wenn die Betroffenen sich in einer Situation befinden, die ihnen große Angst macht.

    Die Möglichkeiten zur Behandlung einer Selachophobie sind unterschiedlich und reichen von der Einnahme von Medikamenten bis hin zu einer Therapie oder auch einer Kombination verschiedener Behandlungsmethoden.

    Selachophobie

    Merkmale der Angst vor Haien

    Haie erfüllen in unseren Meeren wichtige Aufgaben, denn sie regulieren die Populationen. Der Hai frisst hauptsächlich kranke bzw. schwache Meerestiere und kann auf diese Weise für ein natürliches Gleichgewicht sorgen.

    Menschen sind für die Tiere aber grundsätzlich nicht interessant, da sie über zu wenig Fett bzw. über zu viele Knochen verfügen. Trotzdem entwickeln viele Menschen eine krankhafte Angst vor Haien bzw. sie fürchten sich davor, dass sie von einem Hai angefallen werden könnten. Diese Angststörung wird auch als Selachophobie bezeichnet.

    Die Betroffenen meiden dann Orte bzw. Plätze, an denen sich ein Hai tummeln könnte, sie meiden aber oftmals auch Gewässer, in denen die Wahrscheinlichkeit, auf einen Hai zu treffen, gleich null ist.

    Betroffene einer Haiangst haben manchmal nicht nur Angst vor dem Tier selbst, das vor allem in Hollywood-Filmen wie eine Art Killermaschine dargestellt wird, sondern auch davor, auf welche Art und Weise sie ein Hai töten könnte.

     

    risiko-hai-angriff

    Risiko eines Haiangriffs

    Sind Haie wirklich so gefährlich?

    Es entstehen ca. 1.500 Haiangriffe mit 170 Toten in 20 Jahren. Diese Zahl zeigt eindeutig, wie unwahrscheinlich ein Haiangriff ist. Die häufigsten Angriffe enstehen in den USA (insbesondere Florida). 

    Anzahl der Toten & Verletzten zusammengeführt nach Ländern:
    Australien:
    233
    Südafrika:
    85
    USA:
    822
    Brasilien
    46

    Angaben basieren auf den letzten 20 Jahren. Stand 30.08.2019. (Quelle)

    Europa ist dagegen durch Haiangriffe kaum betroffen. In den letzten 20 Jahren gab es nur 12 Fälle in Europa, in denen Menschen von Haien verletzt worden sind. Neun dieser Fälle ereigneten sich in Spanien. Die restliche Fälle sind vor allem in England, Italien und Kroatien gemeldet worden. 

    Eine übertriebene Angst ist somit eigentlich unbegründet. Dies zeigen auch statistische Daten, denn pro Jahr sterben weltweit maximal zehn Menschen durch einen Haiangriff, aber ca 50 Personen bei Selfieaufnahmen.

    Ursachen und Auslöser

    Wieso hat man Angst vor Haien?

    An der Universität von Kalifornien/San Diego wurde eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Dokumentationen über Haie mit einer schaurigen Hintergrundmusik die Angst gegenüber einem Hai fördern können.

    Aber auch eine übertriebene Berichterstattung, wie man sie oft in Zeitungen oder Magazinen sieht, kann die Ängste noch weiter schüren. 

    Weitere Ursachen:

    Die übermäßige Angst vor Haien kann also seine Wurzeln in einem extremen Kindheitserlebnis haben, aber auch durch ein Elternteil, das ebenfalls an diesen Ängsten leidet, übertragen werden.

    Symptome und Anzeichen

    Wie bemerkt man die Angst vor Haiangriffen?

    Die Symptome können unterschiedlich ausfallen und auch zu unterschiedlichen Situationen auftreten. 

    Häufige Symptome sind:

    Diese Symptome treten beispielsweise auf, wenn sich die Betroffenen an Bord eines Bootes oder am Strand befinden, sie fürchten sich aber auch davor, einen Zoo zu besuchen, obwohl sie wissen, dass sich die Tiere hinter einer Glasscheibe befinden und das Aquarium nicht verlassen können.

    Tipps gegen die Angst vor Haien

    Was kann man gegen eine Angst vor Haiangriffen tun?

    Es gibt durchaus Möglichkeiten, seine Angst vor Haien zu bekämpfen. So können sich die Betroffenen zum Beispiel darüber informieren, in welchen Gebieten es tatsächlich Haie gibt oder von welchen Haiarten Menschen bislang angegriffen wurden.

    Zudem können auch statistische Daten, die zeigen, dass die Möglichkeit eines Haiangriffs äußerst unwahrscheinlich ist, dabei helfen, seine Ängste zu reduzieren.

    Zudem kann es hilfreich sein, sich mit seinen Ängsten langsam zu konfrontieren. Fangen Sie beispielsweise damit an, ein Bild von einem Hai zu betrachten oder sich eine Dokumentation anzusehen. Das kann zunächst nur für einen kurzen Augenblick sein und im Laufe der Zeit gesteigert werden.

    Es ist kein Geheimnis, dass große Mengen an Koffein Angstgefühle steigern können. Wenn wir sehr viel Kaffee trinken, so schlägt unser Herz schneller und wird sind angespannter. Konsumiert man hingegen wenig bis gar kein Koffein, so können sich Ängste signifikant verringern. Verzichten Sie daher auf Kaffee und Tee bzw. auch auf Energy Drinks.

    Aber auch regelmäßiger Sport kann dazu beitragen, Ängste zu minimieren. Bewegung unterstützt Sie dabei, zu lernen, mit stressigen Situationen besser umzugehen bzw. die Symptome einer Selachophobie zu verringern.

    Menschen, die an einer Selachophobie leiden, können zudem auch von Yoga profitieren. Yoga ist wie eine Art Meditation in Bewegung und kann dabei helfen, Ängste zu reduzieren.

    MBSR ist ein Programm, das insgesamt acht Wochen dauert. Es handelt sich dabei um ein intensives Achtsamkeitstraining, das besonders auch für Menschen geeignet ist, die an Angst, Stress oder Depressionen leiden.

    Behandlung einer Selachophobie

    Zur Behandlung einer Selachophobie stehen unterschiedliche Methoden zur Auswahl. Eine Möglichkeit stellt die Gesprächstherapie dar, die oftmals auch mehrere Monate dauern kann. Der Therapeut versucht dabei gemeinsam mit dem Patienten herauszufinden, was die Gründe für die irrationale Angst vor Haien sind. Darüber hinaus erlernt der Betroffene auch verschiedenste Strategien, um sein Verhalten verbessern bzw. verändern zu können.

    Eine weitere Methode ist die sogenannte Expositionstherapie, bei der die Exposition gegenüber der Angstquelle langsam erhöht wird. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für jene Personen, die an einer sehr schweren Form der Selachophobie leiden. Im Rahmen einer Expositionstherapie betrachten die Patienten beispielsweise Bilder von Haien oder sehen sich ein Video an bzw. werden dazu aufgefordert, an einen Hai zu denken.

    Im Rahmen einer Verhaltenstherapie werden Gedankenmuster verändert, wobei man diese Form der Therapie auch mit anderen Ansätzen oder auch mit Medikamenten kombinieren kann.

    In manchen Fällen werden bei Angststörungen auch Medikamente wie Antidepressiva eingesetzt, vor allem dann, wenn die Betroffenen auch an Panikattacken leiden. Allerdings muss hier beachten werden, dass eine Medikament alleine eine Phobie nicht heilen kann und daher immer nur in Kombination mit einer Therapie zum Einsatz kommen sollte.

    Psychologen finden:

    Um die Therapie mit einem Therapeuten zu beginnen, kann die Arztsuche auf Jameda genutzt werden. Dort lassen sich Ärzte und Therapeuten in näherer Umgebung anzeigen und Bewertungen abgeben. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Belastungs-EKG – Wie funktioniert es? | Praxis KardioMUC
      2. Belastungs-EKG: Was es sagt und was nicht | Kardiologie.org

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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