Schluckaufphobie

Angst vor Schluckauf

Menschen die unter der Angst vor Schluckauf haben, leiden möglicherweise unter einer Schluckaufphobie. Durch störenden und schmerzhaften Schluckauf geraten Betroffene teilweise sogar in Panik, wenn der Schluckauf (auch Singultus genannt) nicht verschwindet.

Wir geben Tipps gegen Schluckauf und erklären wieso der „Singultus“  unterschiedlich intensiv wahrgenommen wird. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Wenn sich das Zwerchfell anspannt kann ein Unterdruck entstehen, wodurch in weiterer Folge Luft in die Lunge gelangt und einen Schluckauf auslöst. Normalerweise ist das unkontrollierte Hicksen ungefährlich, es gibt aber auch Menschen, welche den Schluckauf als schmerzhaft und störend empfinden. 

    Meistens treten bei einer Angst vor Schluckauf Symptome wie starke Gereiztheit, Aggressionen und Konzentrationsschwierigkeiten auf. In extremen Fällen kann es auch zu Schwitzen, Kurzatmigkeit, Herzrasen oder  zu einer Panikattacke kommen. Inbesondere wenn der Schluckauf nicht verschwindet, leiden Betroffene immer stärker unter diesen Symptonen. 

    Manche Menschen haben in der Vergangenheit schlechte und schmerzhafte Erfahrungen mit Schluckauf gemacht und fürchten sich daher vor einem erneuten Auftreten. Für viele Betroffene ist allerdings meist nur ein nerviges Symptom welches den Alltag beeinträchtigt. Es besteht daher nur selten eine tatsächliche Phobie, sondern viel mehr der Wunsch nach schnellen Lösungen gegen Schluckauf

    Vielen Betroffenen hilft es, sich bei Auftreten eines Schluckaufs auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren, um sich so vom Hicksen abzulenken. Dabei können Schluckauf Tipps wie 8 Schlücke Wasser trinken hilfreich sein.

    In schweren Fällen kann auch eine Verhaltenstherapie oder eine Gesprächstherapie hilfreich sein.

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    Auslöser einer Schluckaufphobie

    Die Auslöser für eine Angst vor Schluckauf können sehr vielfältig und individuell sein.

    In Fällen bei denen der Schluckauf mit Schmerzen im Brustraum verbunden ist, fürchten sich Personen aufgrund der Schmerzen vor dem Schluckauf. Auch die Angst davor nicht zu wissen wie lange Schluckauf anhält kann die Aufregung und Gereiztheit vor dem unkontrollierten Hicksen verstärken. 

    Häufige Gründe für die Angst vor Schluckauf:
    Angst vor nicht mehr aufhörenden Schluckauf?

    In wenigen Fällen kommt es zu einen chronischen Schluckauf welcher dann über 2 Tage andauern kann. Die Angst vor solch einen langen Schluckauf ist dann deutlich größer. Der nicht mehr aufhörende Schluckauf kann zu Depressionen und Schlafstörungen führen. 

    Kann der Schluckauf über mehrere Tage nicht mehr beendet werden, ist es empfehlenswert einen Arzt zu konsultieren. In diesem seltenen Fall können sogar Medikamente gegen Schluckauf verschrieben werden.

    Schluckaufphobie bereits im Kindheitsalter?

    Bei vielen Betroffenen entwickelt sich die Angst vor einem Schluckauf bereits im Kindes- oder Jugendalter. Schlechte Erfahrungen durch einen Schluckauf der nicht mehr aufhören wollte, können die Ängste bis ins späte Alter begleiten.

    Krankheiten die zu Schluckauf führen

    Können Krankheiten einen Schluckauf auslösen?

    Erkrankungen des Verdauungssystems, Speiseröhre, Magen und Dünndarm können einen Schluckauf, insbesondere einen lang anhaltenden Schluckauf begünstigen.

    Bei diesen Erkrankungen können Entzündungen, Schwellungen oder Wucherungen die Nerv und Zwerchfell reizen. Durch das gereizte Zwerchfell wird möglicherweise die Luftpassage beeinträchtigt und die Entstehung von Schluckauf begünstigt.

    In manchen Fällen können auch Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen einen Schluckauf begünstigen. Auch Nervenstörungen & Nervenschäden im Gehirn sind möglich. 

    Häufige Krankheiten die einen Schluckauf begünstigen:
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    Anzeichen einer Schluckaufphobie

    Während im englisch sprachigen Raum die Schluckaufphobie bekannt ist, haben viele im deutschsprachigen Raum noch nie davon gehört. Im englischen wird die Phobie als „Singultophobia“ (Fear of Hiccups – Myoclunusdiagphragmaphobia) bezeichnet. 

    Bei Personen, die an einer Schluckaufphobie leiden, treten wenige psychische-, sondern vorwiegend körperlicher Symptome auf. 

    Panikattacke durch Schluckauf?

    In sehr schweren Fällen kann es auch zu einer Panikattacke kommen, die durch die Angst oder auch den bereits aktiven Schluckauf ausgelöst wird. Betroffene haben dann die Angst die Kontrolle zu verlieren oder ohnmächtig zu werden.

    Gereiztheit wenn andere Menschen Schluckauf haben?

    Manche Personen haben nicht nur Angst vor dem eigenen Schluckauf sondern fühlen sich sehr Unwohl wenn andere Menschen einen Schluckauf haben. Dies liegt vor allem an der Angst, sich vom Schluckauf anstecken zu lassen und ebenfalls einen Schluckauf zu bekommen. Sich mit Schluckauf anzustecken ist jedoch nicht möglich.

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    Tipps gegen Schluckauf

    Wahrscheinlich hat jeder von uns schon zumindest einmal in seinem Leben einen Schluckauf gehabt und weiß, dass das lästige Hicksen früher oder später wieder verschwindet. Menschen mit einer Schluckaufphobie möchten es aber darauf nicht ankommen lassen und sind immer wieder auf der Suche nach Tipps, um das Auftreten eines Schluckaufs zu verhindern.

    Schluckauf vorbeugen:

    In vielen Fällen kann ein Schluckauf verhindert werden, wenn man seine Lebensgewohnheiten zum Teil verändert. Wenn Sie bemerken, dass bestimmte Verhaltensweisen zu einem Schluckauf führen, so könnten die nachfolgenden Tipps zur Vorbeugung von Schluckauf helfen.

    Häufige Krankheiten die einen Schluckauf begünstigen:

    Psychische Stabilität

    Zusätzlich dazu kann die psychische Stabilität durch eine entspannte und ausgewogene Lebensweise noch gefördert werden, sodass ein Schluckauf dann auch seltener auftritt. Psychische Faktoren spielen nämlich als möglicher Verursacher eine nicht unwesentliche Rolle, sodass Sie plötzliche Aufregung, heftiges Erschrecken oder auch Stress möglichst vermeiden sollten.

    Schluckauf loswerden

    Sollte ein Schluckauf unerwartet auftreten, so gibt es auch dafür zahlreiche Tipps, um ihn so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

    Eines der effektivsten Hilfsmethoden gegen Schluckauf ist Konzentration. Konzentrieren Sie sich beim Auftreten eines Schluckaufs voll und ganz auf eine Sache. Das kann zum Beispiel das Trinken von Wasser sein, das dann ganz bewusst hinuntergeschluckt wird.

    Durch das Trinken werden auch die Rezeptoren, die sich im Nasenrachenraum befinden, stimuliert, was auch einen positiven Effekt auf das Zwerchfell hat.

    Tipps und Hausmittel gegen Schluckauf

    Mittlerweile findet man unzählige Tipps und Hausmittel, mit denen der Schluckauf schnell verschwinden soll. Die einen probieren einen Kopfstand aus, andere wiederum versuchen, die Luft anzuhalten. Nicht jeder Ratschlag ist natürlich gleichermaßen hilfreich, nachfolgend finden Sie aber Tipps, die auf jeden Fall einen Versuch wert sind.

    Etwas unangenehm aber hilfreich:

    Die Atmung kann über die Zunge beeinflusst werden wodurch Schluckauf besiegt werde nkann. Dafür wird die Zunge mit den Fingerspitzen langsam herausgezogen, wodurch man in den Bauch atmet. Diese Position sollten Sie eine Minute lang halten. 

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    Professionelle Therapie

    Wer seine Angst vor einem Schluckauf dennoch nicht selbst bewältigen kann, hat auch die Möglichkeit, sich an einen Therapeuten zu wenden.

    Als effektiv hat sich hier eine Gesprächstherapie erwiesen, bei der man mit einer ausgebildeten Fachkraft über sein Verhalten, seine Gefühle und Gedanken sprechen kann.

    Durch die Therapie können Verhaltensmuster erkannt und verändert werden und man lernt auf diese Weise, sich selbst besser zu verstehen.

    Kognitive Verhaltenstherapie

    Eine weitere Möglichkeit der Behandlung stellt eine kognitive Verhaltenstherapie dar. Diese Therapie zielt darauf ab herauszufinden, ob die jeweilige Angst auch begründet ist oder ob sie nicht der Realität entspricht. In weiterer Folge werden Strategien entwickelt, um die Angst vor einem Schluckauf überwinden zu können.

    Medikamente gegen Schluckauf?

    Medikamente sollten erst nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Dabei werden Medikamente nur bei chronischen Schluckauf (also anhaltenden) verschrieben.

    Bei Ursachen im Magentrakt wird meist Omeprazol verschrieben. Das Medikament ermöglicht eine Verringerung der Magensäureproduktion und die Erleichterung der Magenentleerung. Dadurch wird der Reiz von der Peripherie zum "Schluckaufzentrum" unterdrückt.

    Bei zentralnervöser Ursachen wird zentrale Muskelrelaxans Baclofen oder das Antiepileptikum Gabapentin verschrieben. Diese Medikamente können die Erregbarkeit verringern und somti auch die die Auslösbarkeit des Schluckaufreflexes verhindern.

    Medikamente gegen Angststörungen?

    Im Allgemeinen werden Arzneimittel zur Behandlung von Phobien nicht empfohlen, sie können aber unter Umständen keine kurzzeitige Lösung sein, um die Symptome, die im Rahmen der Phobie auftreten, zu bekämpfen. Verschrieben werden dann entweder Antidepressiva, Beruhigungsmittel oder Beta-Blocker. Dies ist allerdings nur in äußersten Notfällen der Fall.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Singultophobia – phobia.fandom.com

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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