Angst vor Alkohol

Methyphobie - Angst vor Alkohol oder Betrunken zu sein

Wenn der freiwillige Verzicht auf Alkohol mit einer regelrechten Angst davor verknüpft ist, handelt es sich dabei um eine Methyphobie (auch bekannt unter Potophobie). Betroffene können dabei Angst vor den Auswirkungen von Alkohol haben oder möchten den Konsum aufgrund der Kalorien und der möglichen gesundheitlichen Schäden verzichten. Auch die Angst vor einem möglichen Kater spielt dabei eine Rolle.

Wir befassen uns mit der Methyphobie, welche Vorteile der Verzicht von Alkohol hat und wie ein gesunder Umgang zum „Nein“ sagen angeeignet werden kann. 

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Bei einer Methyphobie leiden die Betroffenen unter einer übersteigerten Angst vor Methylalkohol. Methylalkohol gilt heutzutage als Genussmittel und ist Bestandteil vieler alkoholischer Getränke wie Wein, Bier oder auch Champagner.

    Entsprechende Personen haben dabei nicht nur Angst vor alkoholischen Getränken selbst, sondern auch von den kurz- und langfristigen Folgen, die der Genuss entsprechender Getränke und Lebensmittel mit sich führen kann.

    Häufig kommt die Angst hinzu, unbemerkt Alkohol zu sich zu nehmen.

    Wie auch bei Angststörungen anderer Art, äußern sich die Symptome Ängsten gegenüber Alkohol schnell.

    Neben Herzrasen und einem erhöhten Puls können auch Übelkeit und Magenschmerzen als Folge auftreten.

    Begleitet die Angst vor Methylalkohol die betroffenen Personen langfristig oder schränkt diese sogar in ihrem Leben ein, kann sich dies auch in Depressionen, Schlafstörungen und wiederkehrenden Panikattacken äußern. 

    Eine solche Angst lässt sich in der Regel nicht medikamentös behandeln. Eine Verhaltenstherapie liefert dafür gute Ergebnisse.

    Als besonders erfolgreich hat sich in dieser Hinsicht außerdem auch die Hypnotherapie – eine Mischung aus Hypnose und Verhaltenstherapie.

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    Was ist eine Methyphobie?

    Definition einer ausgeprägten Angst vor Alkohol

    Auch wenn es sich bei Alkohol streng genommen um ein Nervengift handelt, ist der Konsum alkoholischer Getränke gesellschaftlich gesehen reine Normalität. Wer an einer Methyphobie leidet, der meidet aus Angst allerdings Alkohol jeglicher Art.

    Die Ängste in Bezug auf Alkohol beziehen sich dabei jedoch weniger auf alkoholische Getränke selbst, sondern eher auf die Folgen von Alkohol.

    Wer Alkohol trinkt, der spürt schon nach kurzer Zeit die Wirkung, die dieser mit sich bringt. Ein warmes Gefühl im Körper, Redseligkeit bis hin zum Kontrollverlust

    Schon kleine Mengen an Alkohol reichen häufig aus, um einen Menschen so zu verändern, dass er sich anders verhält, als er es sonst tun würde.

    Genau diesem Kontrollverlust wollen Menschen mit einer Alkohol-Angst jedoch entgegenwirken. Aus diesem Grund sind entsprechende Personen häufig auch besonders vorsichtig, wenn es darum geht, ihr Glas aus den Augen zu lassen. Orte, an denen Alkohol ausgeschenkt wird, werden daher oft vermieden.

    Langzeitfolgen von Alkohol

    Angst vor den Langzeitfolgen von Alkohol

    Da es sich bei Alkohol um ein Nervengift handelt, werden langfristige Folgen besonders bei häufigem Konsum immer wahrscheinlicher.

    Neben einer ausgeprägten Alkoholsucht, die sich entwickeln kann, sind auch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Herz- und Kreislauferkrankungen, Nervenschäden, Lebererkrankungen und viele weitere Erkrankungen und Leiden nicht unwahrscheinlich. Genau hiervor wollen sich Betroffene einer Alkohol-Angst schützen.

    Alkohol ablehnen

    Lernen "Nein" zu sagen wenn es um Alkohol geht

    Nicht nur Menschen, die unter einer ausgeprägten Angst vor Methylalkohol leiden, kommen regelmäßig in Situationen, in denen sie lieber keinen Alkohol zu sich nehmen wollen.

    Wer Auto fährt, konzentriert bleiben will, Alkohol geschmacklich nichts abgewinnen kann oder schlicht und einfach keine Lust darauf hat, Alkohol zu trinken, greift lieber zu Wasser und anderen nicht-alkoholischen Getränken.

    Doch was tun, wenn abfällige Kommentare und Unverständnis anderer die Folge sind?

    Nicht selten lassen sich Menschen dazu überreden, „nur einen Drink“ oder vielleicht auch mehr zu trinken. Zu groß ist die Angst vor den Reaktionen anderer.

    Betroffene sehen sich häufig dem Gruppenzwang unterlegen. Wer keinen Alkohol trinken will, sollte sich jedoch nicht darauf einlassen, Kompromisse einzugehen oder Diskussionen zu führen – immerhin sollte ein „Nein“ auch als solches akzeptiert werden.

    Wer stark bleibt und bei seinem „Nein“ bleibt, wird dabei eher ernst genommen als Menschen, die sich in ihrer eigenen Aussage unsicher fühlen oder dazu neigen, nachzugeben. 

    Je häufiger dabei „Nein“ gesagt wird, desto einfacher und selbstverständlicher wird das in Zukunft sein. Wer eine Erklärung liefern will, sollte dabei im besten Falle ehrlich und direkt sein und keine Ausreden verwenden. Aussagen wie „Ich will am nächsten Tag fit sein“, „Alkohol schmeckt mir nicht“ oder „Mir ist heute nicht danach“, sind genauso in Ordnung, wie zu sagen, aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol trinken zu wollen. Je ruhiger und souveräner die Aussagen getätigt werden, desto besser die Wirkung. 

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    Angst vor einem Kater

    Angst vor dem Kater von zu viel Alkohol

    Wer gerne einmal zu tief ins Glas schaut, wird sich den Folgen seines Konsums spätestens am nächsten Tag bewusst – dann nämlich, wenn dieser mit Kopfschmerzen, Übelkeit, einem flauen Gefühl im Bauch und Müdigkeit sowie Abgeschlagenheit bestraft wird. Meist fühlen sich Menschen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch schlecht. 

    Ein klassischer Kater (Hangover) tritt dann auf, wenn sich Acetaldehyd im Körper anreichert – einem Abbauprodukt von Alkohol. Wer ganz auf Alkohol verzichtet, muss sich hingegen nicht mit den Schwierigkeiten eines Katers auseinandersetzen. 

    Die mit dem Kater einhergehende gehemmte Fettverbrennung ist gerade für fitnessbegeisterte Menschen ein Grund Alkohol immer weiter aus ihrem Ernährungsplan zu streichen. Manche Personen entwickeln dann auch Ängste vor Alkohol.

    Da Alkohol sich als direkte Folge negativ auf den Trainingserfolg auswirken kann und es sich verkatert nicht gut trainieren lässt, hat Alkohol bei Sportlern häufig nichts verloren. 

    Die Angst vor einem Kater (Hangover) wird auch Hangxiety genannt. Diese Angst trifft jedoch nicht nur ehrgeizige Sportler oder streng religiöse Menschen. Auch in anderen Bereichen besonders ehrgeizige Menschen können von entsprechenden Ängsten betroffen sein. Menschen die Angst vor Übelkeit & Erbrechen haben betrifft diese Angst ebenfalls. 

    Anzeichen der Alkohol Angst

    Wie bemerkt man eine Angst vor Alkohol?

    Die Symptome, die mit der Alkohol-Angst einhergehen, sind vielfältig.

    Zu den körperlichen Symptomen zählen:

    Neben körperlichen Symptomen haben Methyphobie-Betroffene jedoch auch mit Beschwerden psychischer Art zu kämpfen, wenn sie mit ihrer Angst konfrontiert werden.

    Zu den psychischen Symptomen zählen:
    Methyphobie-behandeln

    Tipps gegen die Angst vor Alkohol

    Was kann man gegen übersteigerte Angst vor Alkohol tun?

    Wer unter Ängsten leidet, die mit dem Konsum von Alkohol in Zusammenhang stehen, muss sich nicht zwangsläufig einer Behandlung unterziehen.

    Besonders dann, wenn die Ängste gut allein bewältigt werden können, ohne einschneidende traumatische Erfahrungen nach sich zu ziehen, ist eine Vermeidung des Angst machenden Objekts und Amit zusammenhängenden Situationen oft ausreichend.

    Hilfreiche Tipps in schweren Situationen:
    Hinter der Ablehnung stehen können

    Ablehnung von Alkohol ist keine krankhafte Störung. Ein einigen Ländern ist es vollkommen normal auf Alkohol zu verzichten. Nur weil es vielen westlichen Gesellschaften zum guten Ton gehört, Alkohol zu trinken, ist dies kein Grund gegen den eigenen Willen zu handeln. Halten Sie daher an Ihrer Entscheidung fest, keinen Alkohol trinken zu wollen. Niemand kann sie dazu zwingen und es ist ihr gutes Recht den Alkohol abzulehnen.

    Vorbereitet sein

    Wer vorbereitet ist fällt weniger in Versuchung. Sind Sie auf einer Party und es wird angestoßen? Dann sorgen Sie dafür das Sie entweder eigene Getränke griffbereit haben oder stets ein alkoholfreies Getränk bestellen können.

    Unterstützung suchen

    Alleine ist man oft das schwächere Glied, sind Sie aber nicht alleine, dann kann es schnell deutlich leichter fallen die Ablehnung von Alkohol deutlich zu machen. Auf mehrere Personen wird selten eingeredet, auf einen alleine finden dagegen häufiger Überredungsversuche statt.

    Spaß ohne Alkohol

    Spaß kann man auch ohne Alkohol haben. Wer sich unsicher fühlt, kann unabhängig von Partys am Selbstvertrauen arbeiten, einen Tanzkurs absolvieren oder üben offen und locker zu sprechen.

    Therapie

    Professionelle Therapie der Angststörung

    Wenn die Ängste vor Alkohol das eigene Leben massiv erschweren und zu immer wiederkehrenden Problemen und Schwierigkeiten führen, ist eine Therapie sinnvoll.

    Immerhin lässt sich durch eine therapeutische Behandlung nicht nur das Selbstbewusstsein Betroffener steigern, indem tief sitzende Ängste überwunden werden, sondern auch das Zusammenleben mit anderen Menschen kann sich auf diese Weise verbessern.

    Während betroffene Personen häufig Orte und Situationen meiden, an denen Alkohol ausgeschenkt wird und sich auf diese Weise nicht selten selbst aus dem gesellschaftlichen Leben ausgrenzen, kann sich dies ändern, sofern ein erfolgreiche Therapie erfolgt ist. 

    Die Angst vor alkoholhaltigen Getränken und Lebensmitteln kann unter anderem mithilfe einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt werden. Hierbei wenden sich Betroffene an professionelle Hilfe – in der Regel einen Psychotherapeuten – der es mithilfe von zielgerichteten Gesprächen schafft, bestimmte Denk- und Handlungsmuster zu durchschauen und zu durchbrechen.

    Eine Gesprächstherapie hilft außerdem dabei, die Ursachen einer solchen Angst zu ergründen, diese an der Wurzel zu packen und letztendlich also auch zu bewältigen.

    Auch wenn es nicht gelingen sollte, Probleme und Ängste wie diese aus der Welt zu schaffen, kann zumindest gelernt werden, mit diesen umzugehen. 

    Angststörungen lassen sich außerdem auch mithilfe einer Hypnotherapie behandeln. Die Effektivität der Behandlung mittels Hypnose ist dabei wissenschaftlich erwiesen.

    Während Patienten sich in einem Zustand der Tiefenentspannung befinden, können Situationen, die Angst verursachen, mittels Trance so verändert werden, dass diese in Zukunft neutral oder sogar positiv wahrgenommen werden.

    Zusätzlich erlangen Patienten die Fähigkeit, besser mit ihren Ängsten umgehen zu können und in Zukunft gelassener auf potenziell bedrohliche Situationen zu reagieren. 

    Hilfe suchen

    Professionelle Hilfe suchen und annehmen

    Wenn es um Alkohol geht, ist es nie falsch, Hilfe zu suchen und auch anzunehmen. Ob Alkoholmissbrauch, mit Alkohol verbundene Ängste oder auch Suchterkrankungen – sich eine Beratungsstelle zu suchen, kann dabei helfen, Problematiken wie diese zu überwinden.

    Wer sich vor Ort an eine professionelle Hilfsperson wendet, kann sich an eine Suchtberatungsstelle wenden. Doch auch Psychotherapeuten bieten als Fachpersonen entsprechende Hilfe an und einen sich daher ebenfalls als Anlaufstelle.

    Nicht immer fällt es betroffenen Personen leicht, offen zu ihren Ängsten zu stehen und sich diese so weit einzugestehen, dass diese sich auch an eine Hilfsperson wenden.

    Einen Arzt zurate zu ziehen, kann jedoch häufig den ersten Schritt bedeuten, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Ein Arzt kann für die Vermittlung weiterer Fachpersonen sorgen oder selbst dabei helfen, Ängste mittels verschiedener Verfahren zu überwinden.

    Die „Jameda“ Ärztesuche liefert dabei eine hilfreiche Übersicht an psychologische Psychotherapeuten.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Medical Definition of Fear of drinking alcohol – RxList
      2. Methyphobia | Phobia Wiki

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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