Electrophobie

(Angst vor Elektrizität und Strom

Menschen mit Electrophobie haben eine übertriebene Angst, mit Elektrizität in Kontakt zu kommen. Aus dieser Angst heraus meiden sie so gut es nur geht elektrische Geräte und Stromquellen.

Im Alltag ist es jedoch kaum möglich, auf Elektrizität zu verzichten. Daher bringt die Angst die Betroffene, in große Schwierigkeiten, ein normales Leben zu führen. Wir klären über die möglichen Ursachen dieser Angststörung auf und geben wertvolle Tipps gegen Electrophobie. Falls diese Tipps nicht helfen, klären über Behandlungsmethoden auf.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Wer unter Electrophie leidet, gerät schnell in Panik, wenn ein Elektrogerät in der Nähe ist. Die äußerlichen Symptome zeigen sich in starker Nervosität und in ausweichenden Bewegungen. Die Personen versuchen, möglichst viel Abstand zur Stromquelle zu halten. Oft beeinträchtigt die krankhafte Angst die Lebensqualität und führt zur starken Zurückgezogenheit.

    Die Ursache kann vielfältig sein. Vor allem eine schlechte Erfahrungen mit Elektrizität kann die Electrophobie auslösen. Möglicherweise haben Betroffenen beim Kontakt mit Strom einen Stromschlag bekommen. Auch Geschichten über Verletzungen oder sogar Tod durch Elektrizität können eine Ursache für die Angststörung sein. Manchmal verstärken übervorsichtige Eltern die Angst vor Elektrizität.

    Die überhöhte Angst vor Elektrizität lässt sich durch verschiedene Tipps und Maßnahmen lindern. Vor allem die Hypnotherapie hat sich in vielen Fällen bewährt. Diese eignet sich auch als Ergänzung zu einer Verhaltenstherapie. Indem die Betroffenen bestimmte Entspannungstechnologien erlernen, können sie selbst besser mit ihrer Angst umgehen.

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    Auslöser einer Angst vor Strom

    Eine verstärkte Angst vor Strom kann durch unterschiedliche Faktoren entstehen.

    Angstauslöser in der Kindheit?

    Die Electrophobie kann in der Kindheit begründet sein, aber auch erst später entstehen. Wie viele andere Phobien sind die Ursachen nicht immer eindeutig zu erkennen. Oft kommt es durch die Übernahme der elterlichen Fürsorge zu Electrophobie. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Angststörung genetisch vererbt wird. In diesem Fall sind die Neurotransmitter im Körper für die Electrophobie verantwortlich.

    Electrophobie durch Trauma?

    In einigen Fällen sind eigene Erfahrungen die Ursache für die verstärkte Angst vor Elektrizität. Wer als Kind einen Stromschlag erhält, empfindet dieses Erlebnis möglicherweise als ein Trauma. Darauf folgt die übertriebene Angst, die als eigenes inneres Warnschild funktioniert.

    Verstärkte Angst vor Strom durch Erzählungen?

    Geschichten von Verletzungen und Todesfällen durch Elektrizität führen bei sensiblen Menschen zu einer wachsenden Angst. Tatsächlich ist die Angst vor Strom nicht irrational, denn Elektrizität birgt eine gewisse Gefahr. Das macht es so schwierig, die Angst der Betroffenen zu verringern.

    Symptome der Electrophobie

    Personen mit Electrophobie leiden sowohl unter psychischen als auch unter körperlichen Symptomen.

    Bekannte Symptome:
    Steigerung bis hin zur Panik:

    Oft steigern sich Betroffene in eine gefährliche Situation hinein. Es beginnt mit einem Unwohlsein bei der Nähe zu sichtbaren Steckdosen und lauten elektronischen Geräten.

    Es folgt ein Zusammenzucken, wenn die Stromanschlüsse ungeschützt gesichtet werden. Verstärkt wird dies wenn die Steckdose sogar geöffnet ist. Es werden sich schlimme Ergebnisse im Kopf ausgemalt. Der Puls steigt aus Furcht vor einem Stromschlag.

    Bei einigen Menschen ist die Angst so schlimm, dass sie versuchen, Strom komplett zu meiden. 

    Habe ich eine Electrophobie?

    Wie problematisch ist die Angst vor Elektrizität? Ab wann lässt sie sich als psychische Störung definieren?

    Mit ein paar Fragen finden die vermeintlichen Phobiker heraus, ob es sich um eine Angst im Rahmen des Normalen handelt, oder um eine Angststörung.

    In welchen Situationen zeigt sich die Electrophobie?
    Adrenalinschub

    Der Adrenalinschub der Angst lässt die Betroffenen in den Flucht- oder Kampfmodus schalten. Entweder entfliehen sie der Situation, oder sie bekämpfen ihre Angst, indem sie Gegenmaßnahmen einleiten.

    Auswirkungen einer Electrophobie

    Die Angststörung zeigt sich im Alltag darin, dass die Betroffenen großen Abstand zu Elektrogeräten und Stromquellen halten. Darauf angesprochen, erklären sie, dass sie einen Stromschlag vermeiden wollen – oder dass sie durch die Elektrizität einen geistigen Schaden befürchten.

    Die Vermeidung lässt sich in vielen Bereichen nicht durchhalten. Wer nicht einmal den Lichtschalter berühren will, bekommt ernsthafte Probleme. Der Fernseher ist ebenso gefürchtet wie das Telefon.

    Im Beruf sowie im Alltagsleben finden die Electrophobiker kaum eine angstfreie Umgebung. Nur in der freien Natur fühlen sie sich relativ sicher. Aus diesem Grund verursacht die überhöhte Angst vor Elektrizität Verhaltensstörungen und soziale Isolation, bis hin zu Depressionen.

    Tipps gegen Angst vor Strom

    Angst kann bis zu einem gewissen Rahmen auch hilfreich sein. Ein natürlicher Respekt vor Strom und Elektrizität kann hilfreich sein, Unfälle zu vermeiden.

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    Respekt vor Strom ist wichtig

    Hilfreiche Tipps für gesunden Umgang mit Elektrizität:
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    Wasser und Strom immer trennen

    Eigentlich weiß es jedes Kind, trotzdem, kommt es immer wieder zu Unfällen in Verbindung von Elektronikgeräten mit Wasser. Das der Föhn nicht mit in die Badewanne genommen werden sollte, dürfte jedem klar sein. Gleiches gilt allerdings auch für andere Geräte. 

    Wasser und Stromverbindungen meiden:

    Sind diese Maßnahmen getroffen worden, geben Sie der übertriebene Angst vor Elektrizität im Haushalt weniger Chancen. Unfälle sind somit deutlich unwahrscheinlicher.

    Konfrontation mit Strom

    Um die übertriebene, irrationale Angst vor Elektrizität zu lindern, empfiehlt die Psychotherapie – abhängig vom Schweregrad der Phobie – die Konfrontation. Dadurch sollen die Betroffenen erkennen, dass die vermeintliche Gefahr nicht so schlimm ist wie befürchtet.

    Wirksame Methoden sind:
    Gespräche mit Experten

    Kennen Sie Elektrotechniker in Ihren Umkreis? Sprechen Sie mit Experten für Elektronik über die Gefahren eines Stromschlags, im ganz normalen Alltag. Schnell können Sie bemerken wie irrational und unwahrscheinlich die Angst vor Elektrizität und Stromschlägen. ist.

    Atemübungen

    Ein wichtiges Element ist die innere Entspannung. Mit Atemübungen lassen sich Panikattacken vermeiden. Die beruhigende Begleitung von anderen Personen erleichtert einerseits die Entspannung und andererseits die innere positive Einstellung. Im Optimalfall erleben die Betroffenen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn sie selbst den Lichtschalter drücken oder ein Gerät mit der Steckdose verbinden.

    Konfrontation durch Übungen

    In einer Therapie können die Phobiker außerdem bestimmte Techniken erlernen, um gelassener zu werden. Unter anderem hilft Selbsthypnose, die Angst zu verringern. Mit gezielten Übungen lässt sich die ängstliche Spannung auflösen. Wer dies gut trainiert hat, ruft die Entspannungstechniken in kürzester Zeit ab. Die psychoneuronale Entspannung soll den Angstkreislauf unterbrechen und das Wohlbefinden steigern.

    In Verbindung mit der Hypnose- oder Verhaltenstherapie erfahren die ängstlichen Menschen viel über sich selbst. Unter professioneller Anleitung lernen sie, bewusst zu entspannen.

    Electrophobie-therapie

    Angsttherapie gegen Electrophobie

    Es gibt keine spezielle Therapie gegen Electrophobie, doch die klassischen Behandlungen gegen Angststörungen sind sehr hilfreich.

    Als Behandlung der Electrophobie können daher Maßnahmen wie eine strategische Hypnosetherapie helfen. Ein wichtiges Werkzeug ist die Selbsthypnose, dazu kommen Entspannungstechniken.

    Als besonders effektiv hat sich die kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Oft reichen schon wenige Sitzungen aus, damit die Phobiker ihre übertriebene Angst überwinden. Die Konfrontation mit der Electrophobie ist ein wichtiger Schritt, um die Gedankenstrukturen neu zu ordnen.

    ABC-Theorie

    In der Verhaltenstherapie basieren einige Modelle auf der ABC-Theorie von Albert Ellis. Diese basiert auf der Erkenntnis, dass die wahrgenommenen Reize eine unbewusste Bewertung im Gehirn durchlaufen. Diese inneren Bewertungen führen zum individuellen Verhalten – und auch zur Angst – der Menschen.

    Für die Electrophobie lässt sich die ABC-Theorie folgendermaßen erklären:
    Wer seine Angst bekämpfen möchte, geht die weiteren Schritte:

    Solche und ähnliche Therapieansätze können mit einem Psychologen ausgearbeitet werden. Für eine Behandlung können Ärzte und Psychologen sowohl ambulant als auch online konsultiert werden.

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      Quellen:

      1. Electrophobia (Fear of Electricity) – psychtimes.com

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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