Cynophobie

Angst vor Hunden

Menschen, die unter einer Cynophobie leiden, fürchten sich vor Hunden. Dabei können unterschiedliche Ansätze helfen, das Problem langfristig zu lindern. Wir erklären, was sich hinter der Angst vor Hunden verbirgt und mit welchen Tipps sich die Ängste reduzieren lassen. Falls die Tipps nicht helfen, beschreiben wir mögliche Behandlungsmethoden.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Menschen mit einer Cynophobie fürchten sich vor Hunden. Es reichen oft schon das Gebell, der Anblick oder die Nähe zu einem Hund, um die Angst auszulösen. Dabei muss der Vierbeiner nicht zwingend lebendig vor Betroffenen stehen. Oft genügt der Anblick der Tiere in Filmen oder auf Fotos. Ebenso kann das Geräusch der Tiere ausreichen, um Ängste zu verstärken. In akuten Fällen kann sich eine solche Furcht bis zur Panikattacke steigern.

    In leichten Fällen genügen oft Tipps wie z.B. eine Konfrontationstherapie oder neue Erfahrungen zu sammeln. Wer jedoch massiv unter Symptomen leidet, profitiert eher von einem verhaltenstherapeutischen Ansatz unter professioneller Anleitung. Die Angst vor Hunden tritt genauso wie die Furcht vor Insekten oder Schlangen auf. Sie beschränkt sich auf das jeweilige Tier und ist daher in engen Grenzen ausgeprägt.  

    Betroffene suchen oft nach einfachen Wegen, um ihre Furcht in den Griff zu bekommen. Eine medikamentöse Lösung scheint hierbei naheliegend. Allerdings ist das nicht die Regel. Medikamente, die dazu beitragen, Ängste zu lösen und die Entspannung zu fördern, sollten grundsätzlich unter medizinischer Anleitung genutzt werden. In schweren Fällen der Angststörung kann ein solches Mittel die therapeutischen Bemühungen gegen die Angst unterstützen.

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    Ursachen & Auslöser

    Auslöser der Angst vor Hunden (Cynophobie)

    Die Gründe für eine Angst gegen Hunde können vielfältiger Natur sein. Die Angststörung entwickelt sich bspw., wenn eine betroffene Person in der eigenen Lebensgeschichte schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat. Dazu zählen Bissverletzungen ebenso wie z. B. übermütige, allzu lebhafte Hunde, mit denen Betroffene nicht umzugehen wissen.

    Ein weiterer Auslöser ergibt sich durch die Beobachtung von Negativerfahrungen. Wenn bspw. jemand zusieht, wie eine andere Person von einem Hund angegriffen wird, kann dies unter gewissen Umständen Ängste schüren. Eine solche Erfahrung kann sich praktisch in das Gedächtnis „einbrennen“ und so einen anhaltenden Eindruck hinterlassen.

    Vielfältige Ursachen:

    Genetische Veranlagungen zu Angststörungen kommen ebenso infrage wie ganz konkrete, negative Erfahrungen mit dem jeweiligen Tier. Es können ebenfalls Personen mit mentalen Störungen betroffen sein.

    Häufige Gründe:
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    Anzeichen & Symptome

    Wie macht sich Angst vor Hunden bemerkbar?

    Für eine Hundephobie (Cynophobie) existiert eine breite Palette an möglichen Symptomen, die nicht zwingend alle bei einer Person auftreten müssen. Nicht alle Betroffenen reagieren im gleichen Ausmaß auf die Tiere. Die nachfolgende Liste zeigt die Beschwerden, welche besonders oft beobachtet werden können.

    Häufige Beschwerden:

    Zusätzlich zu diesen Symptomen können sich weitere Beschwerden ergeben, die sich im konkreten Verhalten zeigen. Die Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt.

    Weitere Beschwerden:

    Auswirkungen der Hundenagst

    Folgen einer starken Angst vor Hunden

    Hunde sind seit Jahrhunderten wichtige Begleiter der Menschen. Sie sind dementsprechend oft im Alltag und auf den Straßen anzutreffen. Das kann die Problematik verschärfen. jede Begegnung kann bei vorbelasteten Personen mit Angstsymptomen einhergehen.

    Eine gängige Situation im Alltag ist der Hund, der am Fenster vorübergeht und plötzlich bellt. Das kann im Tagesgeschehen von Betroffenen zu Schwierigkeiten führen und eine vorhandene Angststörung verstärken. Die direkte Begegnung auf der Straße kann ebenfalls zu Schweißausbrüchen oder in schlimmen Fällen zu Panikattacken führen.

    Alltagssituationen

    All diese Alltagssituationen können ein Vermeidungsverhalten nach sich ziehen. Das fördert in besonders ausgeprägten, schwerwiegenden Fällen den sozialen Rückzug und die Isolation.

    Der soziale Rückzug und die Belastung durch die Angst kann das Risiko steigern, an Depressionen zu erkranken. Substanzmissbrauch stellt ein weiteres, mögliches Problem in diesem Zusammenhang dar. Viele Betroffene haben Schwierigkeiten, mit der Angst zurechtzukommen.

    Die ängstlichen Denkmuster führen in einigen Fällen zu einer gesteigerten Einnahme von Beruhigungsmitteln. Eine Alkoholabhängigkeit oder der Griff zu anderen Drogen kann ebenso einen Versuch der Bewältigung darstellen.

    Kein Ausweg in Sicht?

    In besonders schweren und äußerst seltenen Fällen der Cynophobie leiden Betroffene zusätzlich unter Selbstmordgedanken. Das Risiko, diese Gedanken in die Tat umzusetzen, kann sich durch die gesteigerte Angst vor den Tieren erhöhen. Leidtragende erkennen dabei keinen alternativen Ausweg und empfinden die Furcht dadurch als eine nicht länger ertragbare Belastung.

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    Tipps gegen Angst vor Hunden

    Hilfreiche Tipps gegen Hundeangst

    Wer unter einer Angst vor Hunden leidet, kann es mit hilfreichen Tipps für den Alltag probieren. Tipps und Empfehlungen können helfen, den Umgang mit Hunden leichter zu bewältigen. Dabei spielt das eigene Verhalten ebenso eine wichtige Rolle wie das des jeweiligen Tieres.

    Hunde sind soziale Wesen:

    Hunde sind normalerweise soziale und freundliche Wesen. Dennoch kann ein fremder oder ein schlecht erzogener Hund unerwartet oder untypisch reagieren. In solchen Fällen ist eine gesunde Vorsicht durchaus angemessen. Das gleiche gilt für Tiere, die selbst negative Lebenserfahrungen machen mussten und dadurch anders als üblich reagieren können.

    Eine eher mild verlaufende Hundephobie kann mit einigen Selbsthilfe-Tipps für den Ernstfall einer Begegnung oft gut bewältigt und ggf. gelindert werden. Die folgenden Tipps können die Furcht in diesen Fällen besser ertragbar machen.

    Tipps bei Angst vor Hunden in einer Alltagsbegegnung:
    Verhalten der Tiere nachvollziehen:

    Zusätzlich können Ratgeber zur Selbsthilfe bei vorliegenden Ängsten hilfreich sein. Daneben können sich leichte Ängste mildern, wenn ein Verständnis für das natürliche Tierverhalten hergestellt wird. Indem sich Betroffene über typische Verhaltensmuster bei Hunden informieren, können sie das Verhalten der Tiere eher nachvollziehen.

    Es kann z. B. helfen, herauszufinden, warum Hunde mit dem Schwanz wedeln, hecheln, knurren und bellen. Es kann ebenfalls unterstützen, wenn bekannt ist, wie sich Menschen gegenüber den Tieren im Idealfall verhalten.

    Das stärkt das gegenseitige Verstehen der Körpersprache. Das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen lässt sich dadurch ggf. verbessern. Das kann zu einer Linderung der bestehenden Angst beitragen, weil Betroffene eher wissen, auf welche Verhaltensmuster sie sich in welchen Situationen einstellen können.

    Das gilt allerdings selten für schwer ausgeprägte Hundephobien. Hier kann der Expertenrat durch eine therapeutische Begleitung eher nützlich sein.

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    Behandlung & Hilfe

    Behandlungsmöglichkeiten einer starken Angst vor Hunden

    Wer seine starke Angst vor Hunden überwinden will, kann Hundeschulen kontaktieren um sich der Angst zu stellen um diese zu überwinden. Die Kosten hierfür sind meist überschaubar.   

    Auch ein klärendes Arztgespräch kann dazu beitragen, die Angst richtig einzuordnen. Das passiert, wenn sich Betroffene stark im Alltag eingeschränkt fühlen oder wenn die Angst stark ausgeprägt ist, sodass bereits kleine Anzeichen von Hunden in der Umgebung zu belastenden Symptomen führen.

    Neben den gängigen verhaltenstherapeutischen Ansätzen, die sich den vorliegenden Denkmustern und Verhaltensweisen im Umgang mit Hunden widmen, können weitere Behandlungsoptionen geeignet sein. Darunter sticht immer wieder die Hypnose und die Konfrontationstherapie hervor.

    Hypnose

    Eine Hypnose kann eingesetzt werden, um die körpereigene, angstgetriebene Reaktion auf Hunde zu mildern. Hier sollten Spezialisten konsultiert werden.

    Konfrontationstherapie

    Eine Konfrontationstherapie bewährt sich zudem oft bei diesen tierspezifischen Phobien. Der Kontakt zu geschulten bzw. erfahrenen Hundetrainern und Therapeuten kann in solchen Fällen hilfreich sein. Dabei lernen Betroffene im direkten Kontakt zum Tier, Ängste abzubauen und Vertrauen herzustellen, um den Hunden langfristig unbeschwerter begegnen zu können.

    Hilfe aus der Hundeschule

    DOGS Training hilft Menschen bei der Überwindung Ihrer Angst vor Hunden

    Die Hundeschule DOGS Training in Nürnberg wird beim Training gegen die Hundeangst der Hundeschule-Hündin Lady unterstützt. Die Labradorhündin war bereits in Kindergärten, Schulen, Alten- und Seniorenheimen.

    Sie baut mit Ihrer lustigen und lieben Art schnell Vorbehalte und Unsicherheiten der Betroffenen ab. Die Hündin ist äußerst gut ausgebildet, folgt natürlich aufs Wort und ist mit ihrem ruhigen und sanften Wesen niemals aufdringlich.

    Ihr nähern sich Betroffene in kleinen Schritten: Erst von weitem, durch einen Zaun getrennt, bis sie schließlich in der Lage sind, Lady selbstständig an der Leine zu führen.

    Mit diesen kleinen Erfolgserlebnissen wird die Angst nach und nach überdeckt, wie ein schwarzer Fleck, den man mit weißer Farbe übermalt.

    Darüber hinaus beschäftigt sich das Training mit der Frage:

    Wir lernen die Hundesprache zu verstehen. Mit diesem Wissen fällt der Umgang mit Hunden leicht.

    Für Fortgeschrittene geht es gemeinsam mit Lady aus dem geschützten Raum der Hundeschule auch raus in den Alltag und in die Natur, um das erlernte Wissen in realen Situationen auszuprobieren.

    Hierbei gilt jedoch vorrangig: Alles kann, nichts muss. Wer diesen Praxistest besteht, kann seine Freizeitaktivitäten nach und nach in der Natur wieder in vollen Zügen genießen. Angstfreie Menschen leben nicht mehr eingeengt und können sich endlich frei entfalten.

    Mehr auf der Website von DOGS Training:

    Coaching

    Canophpbie Coaching

    Neben den bekannten Tipps und Behandlungsmethoden gibt es auch die Möglichkeit eines Coachings.

    So beinhaltet beispielsweise Der DOG COACH Trainings-Zentrum aus der Schweiz die Begleitung der Betroffenen in Form einer Konfrontations-  bzw. einer Expositionstherapie und ist in dieser Form einzigartig im deutschsprachigen Raum. 

    Therapeutinnen und Therapeuten sind sich weitgehend einig, dass das Expositions-Training bei Betroffenen mit einer Kynophobie die wirkungsvollste Behandlungsform darstellt. Als Expositions-Training versteht man den Prozess, Betroffene wiederholt den für sie persönlich relevanten diskriminativen Hinweisreizen, in diesem Fall mit Hunden, in Kontakt zu bringen bzw. zu exponieren. Entscheidend für den Erfolg ist dabei die systematische Desensibilisierung.

    Der Dog Coach arbeitet mit jedem Menschen individuell. Die Arbeit enthält Bausteine aus dem normalen Hundetraining, der lösungsorientierten Kurzzeitberatung, der angewandten Psychosomatik, Umgang und Wahrnehmung von Emotionen und Angst, dem NLP, der Erwachsenenbildung und aus dem Expositions-Training.

    Wichtig ist den Trainern zudem, dass der Betroffene viel über das Verhalten, Körpersprache, Signale und Bedürfnisse des Hundes lernt. Ebenso wird das eigene menschliche Verhalten wie z.B. Körperspannung, Atmung etc. reflektiert und geübt, so dass auch die non-verbalen Mitteilungen an den Hund richtig eingeordnet und bewusst eingesetzt oder vermieden werden können.

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Hundhund: Angst vor Hunden … – www.hundund.de
      2. Cynophobia: Symptoms, Treatments, & How to Cope | choosingtherapy.com
      3. Cynophobia (Fear of Dogs) | psychtimes.com
      4. Angst vor Hunden? Was dahinter steckt und wie Sie sie loswerden – wamiz.de

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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