Starke Regelschmerzen

Angst vor starken Regelschmerzen (Dysmenorrhoe)

Als Dysmenorrhoe (Regelschmerzen) bezeichnen Ärzte jene Schmerzen, unter denen viele Frauen kurz vor oder zu Beginn ihrer Regelblutung leiden. Die Beschwerden sind dabei von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt.

Manche Betroffene werden im Alltag davon nur minimal eingeschränkt, andere kommen deshalb kaum aus dem Bett. Es existieren unterschiedliche Arten von Dysmenorrhoe, wobei die sekundäre Dysmenorrhoe eine ärztliche Abklärung unbedingt nötig macht.

Neben Entspannungsübungen, Wärmebehandlungen und viel Ruhe kann auch die Anti-Babypille dabei helfen, starke Regelschmerzen zu lindern. Ein guter Allgemeinzustand dank einer gesunden Ernährung und viel Bewegung ist ebenfalls förderlich. Die Angst vor einer Dysmenorrhoe kann das Schmerzempfinden hingegen negativ beeinflussen.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Bei Dysmenorrhoe handelt es sich um nichts anderes als starke Schmerzen im Zusammenhang mit der Regelblutung.

    Bei Dysmenorrhoe handelt es sich um die klassischen Regelschmerzen, die bei viele Frauen und Mädchen kurz vor bzw. zu Beginn der Regelblutung auftreten.

    Von einer Hypermenorrhoe ist bei einer sehr starken Regelblutung die Rede. Konkret geht es um mehr als 80 ml Blutverlust pro Tag.

    Von einer Polymenorrhoe ist dann die Rede, wenn die Regelblutung zu häufig aufritt, der Abstand zwischen zwei Blutungen also kürzer als 25 Tage ist.

    Sind die monatlichen Regelschmerzen erträglich und helfen bewährte Hausmittel bei der Linderung der Beschwerden, ist alles im grünen Bereich.

    Sollten die Schmerzen allerdings so stark sein, dass sie den Alltag und die eigene Leistungsfähigkeit stark beeinflussen, ist die eine Terminvereinbarung beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin ratsam.

    Dysmenorrhoe-schmerzen-periode-menstruationsbeschwerden

    Was ist eine Dysmenorrhoe?

    Starke Regelschmerzen erklärt:

    Unter einer Dysmenorrhoe versteht der Mediziner jene Schmerzen, die mit der Monatsblutung von Frauen und Mädchen einhergehen. Weitere Begriffe sind: Regelschmerzen oder Menstruationsbeschwerden.

    Die Beschwerden treten dabei kurz vor oder zu Beginn der Menstruation auf, erreichen rund 24 Stunden nach Blutungsbeginn ihr Maximum und halten meist 2-3 Tage lang an.

    Weitere durch eine Dysmenorrhoe verursachte Beschwerden können sein:

    Arten von Dysmenorrhoe

    Gibt es unterschiedliche Arten von Dysmenorrhoe?

    Wenn von unterschiedlichen Dysmenorrhoe-Arten die Rede ist, dann geht es nicht um diverse Beschwerden. Gemeint sind vielmehr verschiedene Ausformungen der Regelschmerzen. Und da gibt es tatsächlich zwei Kategorien: Nämlich primäre und sekundäre Dysmenorrhoe.

    Primäre Dysmenorrhoe:

    Die „normale“ Variante

    Der primären Dysmenorrhoe liegt spezifische keine Erkrankung zugrunde. Sie betrifft besonders Mädchen und junge Frauen bis zu einem Alter von etwa 25 Jahren.

    Verantwortlich für die Schmerzen sind vermutlich bestimmte Botenstoffe (Prostaglandine). Die werden von der Gebärmutterschleimhaut gebildet und sind unter anderem dafür nötig, dass diese sich während der Regelblutung mehrmals zusammenziehen und sich so ablösen kann. Bildet die Gebärmutter zu viele diese Prostaglandine, sind starke Regelschmerzen die Folge.

    Sekundäre Dysmenorrhoe:

    Meist bei Frauen über 25 Jahren

    Betroffene klagen dabei über Beschwerden, die sie während ihren bisherigen Regelblutungen nicht bemerkt hatten. Ein Grund dafür kann eine Erkrankung sein, weshalb unbedingt ein Termin bei der Frauenärztin/beim Frauenarzt festgelegt werden soll, um eine mögliche Ursache abzuklären. 

    Eine sekundäre Dysmenorrhoe kann unter anderem ausgelöst werden durch:

    Dysmenorrhoe Diagnose

    Wie wird eine Dysmenorrhoe diagnostiziert?

    Je öfter eine Frau einen Menstruationszyklus absolviert hat, desto besser kennt sie die Reaktion ihres Körpers darauf. Sie kann also sehr gut abschätzen, ob sich die Beschwerden in einem normalen Rahmen bewegen oder ob da möglicherweise doch etwas falsch ist. 

    Den Beginn macht dabei ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch, die sogenannte Anamnese. In deren Rahmen werden wichtige Merkmale der Menstruation (Stärke, Dauer) festgehalten und die Regelmäßigkeit des Zyklus überprüft. Außerdem werden Gewohnheiten und Lebensumstände abgefragt (Sport, Bewegung, Ernährung, Rauchen, Alkohol etc.).

    Im zweiten Abschnitt folgt dann eine gynäkologische Untersuchung, in deren Rahmen Scheide, Gebärmutter und Eierstöcke abgetastet werden. So lassen sich unter Umständen bereits vorliegenden Erkrankungen ermitteln.

    Manchmal wird anschließend noch eine transvaginale Ultraschalluntersuchung durchgeführt. In ganz seltenen Fällen zusätzlich noch eine Laparoskopie (Bauchspiegelung).

    Angst vor Regelschmerzen

    Verstärkt die Angst vor der Dysmenorrhoe die Beschwerden?

    Tatsächlich kann die Angst und Panik ein Schmerzempfinden verstärken. Das klassische Angstgefühl hat ohne Zweifel Einfluss auf die Abläufe in unserem Körper. Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet, das Herz schlägt schneller und pumpt mehr Blut in unsere Muskeln.

    Was die Angst ebenfalls verursacht: Eine sogenannte Katastrophisierung der Situation. Betroffene hören dabei noch genauer in ihren Körper hinein und neigen dazu, jedes noch so kleine Symptom über zu interpretieren. Es entsteht eine angstvolle Aufmerksamkeit, die wiederum das Schmerzempfinden verstärkt.

    Also kurz gesagt:

    Ja, die Angst vor einer Dysmenorrhoe kann ohne Weiteres die Beschwerden verstärken.

    Hat eine Betroffene bereits einmal verhältnismäßig starke Regelschmerzen durchlitten, geht sie mit der Erwartung derselben Intensität in Ihre nächste Monatsblutung. Sie empfindet die Schmerzen erneut als besonders stark. Eine selbsterfüllende Prophezeiung.

    Damit soll auf gar keinen Fall behauptet werden, Dysmenorrhoe wäre lediglich eine Kopfsache und mit der richtigen Einstellung ließen sich auch Regelschmerzen besser aushalten. Trotzdem kann der Kopf eine entscheidende Roll bei der Wahrnehmung von Schmerzen spielen. 

    Tipps gegen die Angst vor Regelschmerzen

    Hiflreiche Tipps gegen die Angst vor Dysmenorrhoe

    Eines der wirksamsten Mittel gegen Angst ist in allen Lebenslagen Information. Sich eingehender mit einem Thema auseinanderzusetzen, alle relevanten Fakten darüber zu lernen und das Gespräch mit Experten zu suchen, schwächt viele Bedenken oftmals deutlich ab.

    Wer also Angst vor eine Dysmenorrhoe hat, der kann zunächst seinen Frauenarzt/seine Frauenärztin um ein Beratungsgespräch bitten.

    Gegen die Angst vor einer Dysmenorrhoe hilft zum Beispiel:

    Sanfte Sportarten wie Yoga, Gymnastik oder auch Joggen belasten den Körper nicht zu stark, verbessern aber das allgemeine Wohlbefinden. Wer generell besser in Schuss ist, kommt einfacher mit Schmerzen zurecht.

    Gesunde Ernährung. Nahrung welche keine Magenprobleme verursacht. Im Zweifel sogar Nahrungsergänzungsmittel für Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Zink, Vitamin B1 oder ausreichend Vitamin E. Diese Spurenelemente halten den Körper gesund und sorgen für ein gutes Allgemeinbefinden.

    Mit Atemübungen, Tai-Chi oder Yoga lassen sich viele Abläufe im Körper beeinflussen bzw. regulieren. Darunter fällt auch bis zu einem gewissen Teil die Schmerzempfindlichkeit. Wer sich die entsprechenden Techniken aneignet, kann sie anwenden, denn die Dysmenorrhoe den Alltag stark beeinträchtigt.

    Gegen Schmerzen helfen immer auch klassische Schmerzmittel. Viele davon sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Den Medizinschrank immer gut mit entsprechenden Analgetika gefüllt zu haben, sorgt im Unterbewusstsein eventuell für ein gewisses Sicherheitsgefühl, wodurch man auftretenden Schmerzen gegenüber etwas entspannter ist und die Angst vor Dysmenorrhoe etwas abmildert.

    Tipps gegen Regelschmerzen

    Wie lässt sich Dysmenorrhoe lindern?
    Egal wie gut sich Frauen und Mädchen auf eine Periode bzw. eine mögliche Dysmenorrhoe vorbereiten, manchmal ist die beste Ausgangslage nicht ausreichend. Und manchmal sind die Regelschmerzen einfach so stark, dass eine Linderung dringend nötig ist.
    Medikamente gegen Regelschmerzen

    Manche Mädchen und Frauen profitieren während einer Dysmenorrhoe von der Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel wie etwa Ibuprofen, Parkemed, Naproxen oder Diclofenac. Diese Medikamente zählen zur Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) und hemmen die Produktion von Prostaglandinen. Wer bei jeder Menstruation auf derartige Schmerzmittel angewiesen ist, sollte das unbedingt ärztlich abklären lassen.

    Wärme bei Regelschmerzen

    Wärme wirkt bei starken Regelschmerzen entspannend und krampflösend. Die klassische Wärmflasche ist hier ebenso eine gute Option, wie es etwa Wärmepflaster zum Aufkleben sind. Ein warmes Vollbad oder ein Saunagang kann auch Wunder wirken.


    Ruhe gegen Stress

    Das klingt zunächst natürlich banal, kann in manchen Fällen aber tatsächlich helfen. Ist der Körper bereits Stress von innen heraus ausgesetzt, kann es hilfreich sein, eine Reizüberflutung von außen zu unterbinden und so das Stresslevel etwas zu reduzieren.

    Alternativmedizin

    Die Auswirkungen sind zwar nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht, in manchen Fällen wirken allerdings nicht medikamentöse Therapien wie beispielsweise Akupunktur, Akupressur oder eine Chirotherapie sehr gut gegen Regelschmerzen. Zudem laufen gerade Studien bezüglich Hypnose als einer möglichen Behandlungsoption.

    Antibabypille gegen Regelschmerzen

    Mit der Anti-Babypille Dysmenorrhoe lindern: Wie funktioniert das?

    Eine im März 2012 veröffentliche Studie der Sahlgrenska Akademie in Göteborg belegt, dass die Einnahme von oralen Kontrazeptiva (Anti-Babypille) eine Linderung der Regelschmerzen bringt. (Quelle)

    Bei der Anti-Babypille handelt es sich um ein sogenanntes kombiniertes Kontrazeptivum. Das heißt, sie enthält eine Kombination zweier unterschiedlicher weiblicher Sexualhormone (Gestagen und Östrogen). Die Einnahme hat also Einfluss auf den Hormonhaushalt und kann somit helfen, heftige Regelschmerzen zu lindern. Grund für eine Dysmenorrhoe ist nämlich häufig eine Fehl- oder Überregulation von Geschlechtshormonen.

    Hier setzt die Pille an. Sie blockiert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus, wodurch am Ende weniger abgestoßen werden muss. Das hat eine Schmerzlinderung zur Folge. Allerdings muss an dieser Stelle auch angemerkt werden, dass sich nicht bei allen Frauen und Mädchen eine Verbesserung einstellt.

    Im Grunde handelt es sich also um nichts anderes als eine Hormonbehandlung. Auf welchem Weg diese in den Körper gelangen, spielt keine Rolle. Statt der Anti-Babypille können auch Pflaster, Spritzen, Hormonimplantate oder ein Vaginalring zum Einsatz kommen.

    Häufig eingesetzt Pillen gegen Regelschmerzen:

    Behandlung von Dysmenorrhoe

    Was können Ärzte gegen Dysmenorrhoe tun?

    Wenn rezeptfreie Schmerzmittel und Tipps gegen Regelschmerzen nicht mehr ausreichen, kann ein Arzt für Hilfe konsultiert werden. Besonders wenn der Verdacht auf eine sekundäre Dysmenorrhoe besteht, sollte ein Termin beim regulären Frauenarzt gemacht werden.

    Der Arzt kann nach der Diagnose gezielte Therapien vorschlagen und hilfreiche Medikamente oder eventuell auch eine passende Antibabypille gegen Regelschmerzen verordnen. 

    Damit ein passender Frauenarzt gefunden werden kann, empfehlen wir die Ärztesuche auf Jameda. Über dieses Portal lassen sich Ärzte auch nach Entfernung und Bewertung sortieren

    Frauenarzt in der Umgebung finden:

    Online Hilfe gegen Regelschmerzen

    Schnelle Hilfe im Internet bei Dysmenorrhoe

    Grundsätzlich ist es immer besser, bei besonders heiklen Themen den Frauenarzt/die Frauenärztin des Vertrauens aufzusuchen. Er/Sie kennt die Patientin und ihre Krankengeschichte so gut wie kein zweiter. Auch lassen sich vor Ort eventuell notwendige Untersuchungen durchführen.

    Wer allerdings Angst vorm Frauenarzt hat oder aus anderen Gründen vor einem Besuch in der Praxis zurückschreckt, der hat die Möglichkeit Online Ärzte zu konsultieren. 

    Online-Sprechstunde

    Das Angebot an Telemedizin-Dienstleistern ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Die Verlegung des Arztgesprächs in den virtuellen Raum bringt für Patienten dabei einige Vorteile mit. So müssen sie die gewohnte und sichere Umgebung der eigenen vier Wände nicht verlassen. Sie sparen viel Zeit ein und ersparen sich einen möglicherweise längeren Aufenthalt im Wartezimmer.

    Online-Medikamentenversand

    Wer eine Anti-Babypille oder Schmerzmittel gegen akute Dysmenorrhoe, kann dies mittlerweile ebenfalls im virtuellen Raum erledigen. Online-Kliniken bieten eine enorme Auswahl, einen diskreten Versand und eine Express-Lieferung. In den allermeisten Fällen ist das Medikament bereits einen Tag nach der Bestellung im Postkasten.

    Hilfe gegen Menstruationsbeschwerden

    Medikamente gegen Menstruationsbeschwerden bestellen

    Sollten Regelschmerzen oder auch Wechseljahresbeschwerden besonders stark sein, können auch Medikamente mit Progesteron über das Internet verordnet werden. Anbieter wie Dokteronline können hierfür eine Online Diagnose anbieten. Neben diesen Medikamenten können auch Antibabypillen und Schmerzmittel bestellt werden. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. The effect of combined oral contraceptives and age on dysmenorrhoea: An epidemiological study | doi.org
      2. Menstrual Cramp Home Remedies to Manage Pain – Healthline

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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