Genitalwarzen

Aufklärung, Behandlung und Tipps

Genitalwarzen, auch Feigwarzen genannt,  entstehen durch sexuell übertragbare Viren und stellen gutartige Hautwucherungen im Intimbereich dar. 

Die Warzen sind zwar in fast allen Fällen harmlos, schränken allerdings die Lebensqualität und das Sexualleben der Betroffenen aufgrund des Ansteckungsrisikos stark ein. Mit einer raschen Behandlung können alle Beschwerden gelindert werden. Wir klären über die Warzen im Genitalbereich auf und geben Tipps wie diese verhindert werden können.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Genitalwarzen, auch oft Feigwarzen oder Kondylome genannt, sind gutartige Wucherungen der Haut. Sie entstehen durch humane Papillomviren (HPV), die sexuell übertragbar sind. Durch den Kontakt der Haut oder der Schleimhäute werden die Viren von Mensch zu Mensch weitergegeben – dies kann sowohl bei vaginalem als auch analem Geschlechtsverkehr passieren.

    Feigwarzen treten vor allem im Genitalbereich auf. In einem frühen Stadium äußern sie sich als weiche, in etwa stecknadelkopfgroße Warzen. Meist treten sie zunächst einzeln auf und wuchern dann beetartig weiter. 

    Verschiedene Cremes und Lotionen helfen dabei, die Wucherungen zurückzubilden, die Beschwerden zu lindern und das Ansteckungsrisiko zu verringern. Auch die operative Entfernung der Warze ist eine Option. Betroffene, die das Gespräch mit einem lokalen Arzt scheuen, können eine Video-Sprechstunde in Anspruch nehmen. 

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    Wie entstehen Genitalwarzen?

    Warum bekommt man Genitalwarzen?

    Genitalwarzen werden durch sogenannte humane Papillomviren ausgelöst, kurz HPV. Die Viren sind vor allem sexuell übertragbar und können verschiedene Arten von Erkrankungen auslösen, darunter Scheiden- und Peniskrebs. Man unterscheidet dabei zwischen Hochrisiko-HPV-Typen und Niedrigrisiko-HPV-Typen. Gegen erstere, welche für die Entstehung von gefährlichen Krankheiten wie Krebs verantwortlich sind, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. 

    Im Gegensatz dazu sind die Niedrigrisiko-HPV-Typen die Auslöser von Genitalwarzen. Zu 90 % sorgen die harmloseren HPV-Typen 6 und 11 für das Ausbrechen der Warzen. 

    Risikofaktoren für die Ansteckung mit HVP sind unter anderem:

    Gefahren von Feigwarzen

    Meist sind Genitalwarzen (Feigwarzen) unbedenklich, da es sich bei ihnen um gutartige Hautwucherungen handelt. In seltenen Fällen kommt es aber vor, dass Genitalwarzen zu Hautkrebs entarten. Dies geschieht, wenn sich Riesenkondylome bilden, sogenannte Condylomata gigantea.

    Die Chancen sind zwar äußerst gering, aber dennoch empfiehlt es sich deshalb, das Auftreten von Genitalwarzen durch einen Experten untersuchen zu lassen, damit Karzinome ausgeschlossen oder im Ernstfall direkt behandelt werden können. 

    Wie können HPV noch übertragen werden?

    Grundsätzlich ist eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände möglich, eine sogenannte Schmierinfektion. Diese ist aber unwahrscheinlich. Gleiches gilt für Geburten – prinzipiell kann eine Mutter ihre Infektion mit HPV an ihr Neugeborenes weitergeben, was ebenfalls selten ist.

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    Anzeichen von Genitalwarzen

    Wie bemerkt man Feigwarzen?

    In den meisten Fällen gehen Genitalwarzen ohne weitere Begleitbeschwerden ein. Gerade weil sie keine weiteren Symptome auslösen, bleiben Feigwarzen oft länger unentdeckt.

    Bekannte Symptome: 
    Wo treten Genitalwarzen auf?

    Wie der Name schon sagt, treten Genitalwarzen im Genitalbereich auf, in der Region der äußeren Genitalien und des Afters

    Feigwarzen bei Frauen:

    Bei Frauen sind vor allem die Scheide sowie die großen und kleinen Schamlippen betroffen. Ein innerer Befall ist ebenfalls möglich, beispielsweise der Harnröhre oder des Analkanals. 

    Feigwarzen bei Männern:

    Bei Männern treten Genitalwarzen vor allem an der Vorhaut, dem Vorhautbändchen oder dem Hodensack auf, in seltenen Fällen im Mund (z. B. durch orale Übertragung). Genitalwarzen präsentieren sich je nach Stadium in Form von kleinen stecknadelgroßen Warzen oder aber großflächigen Wucherungen, welche ineinander verlaufen. Das Gewebe ist dabei weich und kann dunkelbraune, rötliche oder weißliche Verfärbungen annehmen.


    Wer kann Feigwarzen bekommen?

    Grundsätzlich können alle Menschen, die sexuell aktiv sind, an Genitalwarzen erkranken. Das Alter, indem die Beschwerden meist auftreten, liegt durchschnittlich zwischen 15 und 49 Jahren. Das Risiko, im Laufe des Lebens Genitalwarzen zu bekommen, beträgt 5 bis 10 Prozent.

    Ängste überwinden

    Genitalwarzen sind kein Grund für Scham oder Sorge

    Grundsätzlich sind sämtliche Themen, die mit der Sexualität und Geschlechtskrankheiten in Zusammenhang stehen, für die meisten Menschen sehr schambehaftet.

    Viele Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Geschlechtskrankheit. Während manche davon eine ernst zu nehmende gesundheitliche Gefährdung mit sich bringen (z.B. HIV), ist dies bei Feigwarzen aber in den allermeisten Fällen nicht so. Die harmlosen Wucherungen sind deshalb nichts, wovor man sich grundsätzlich fürchten muss.

    Natürlich sind Warzen, vor allem im Genitalbereich, etwas, was niemand gerne haben möchte. Allein aus ästhetischen, aber auch aus praktischen Gründen können die Warzen sehr störend sein. Es gibt verschiedene Therapien, die bei Genitalwarzen helfen. 

    Diese sind aus zwei Gründen sehr empfehlenswert:
    Übertragungsrisiko

    Einerseits ist das große Übertragungsrisiko ein wichtiger Faktor, der die Notwendigkeit einer Behandlung unterstreicht – wer seinen Partner schützen möchte und sein Sexualleben nicht einschränken will, sollte eine Therapie beginnen. 

    Lebensqualität

    Gleichzeitig können Feigwarzen die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Oftmals führen die Warzen zu Scham, Angst vor Ablehnung oder einer schlimmen Diagnose oder zu depressiven Gefühlen, wodurch das Selbstbild getrübt wird. 

    Eine erfolgreiche Behandlung sorgt für die Rückbildung der Warzen, ein Abklingen der Symptome und stellt die Lebensqualität der Betroffenen wieder her. 

    Behandlung von Genitalwarzen

    Wie werden Feigwarzen behandelt?

    Wirkstoffe wie Podophyllotoxin, Imiquimod oder Trichloressigsäure bringen Linderung. Welche Mittel für die eigenen Symptome und die betroffene Stelle am sinnvollsten sind, sollte mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. 

    Behandlung schützt

    Da die Feigwarzen hervorrufenden humanen Papillomviren ohne Behandlung weiterhin an Geschlechtspartner übertragen werden, ist eine Behandlung zu empfehlen. Bei einer aktiven Infektion reicht die Nutzung eines Kondoms während des Geschlechtsverkehrs nicht aus, um eine Übertragung auszuschließen, da diese über die Schleimhäute oder durch Oralsex übertragen werden kann. Wer seinen Partner schützen möchte, sollte deshalb eine Behandlung beginnen. 

    Partner mitbehandeln

    In Fällen, wo der Partner sich bereits angesteckt hat, ist eine Mitbehandlung erforderlich, damit nicht eine Wiederinfektion der bereits behandelten Person erfolgt. Wenn die Warzen körperliche Beschwerden mit sich bringen oder das Selbstwertgefühl einer Person gestört wird, können Betroffene einen Termin zur Entfernung bei einem Experten vereinbaren.

    Hilfe finden

    Vorbehalte überwinden und Behandlung starten 

    Gerade bei sensiblen Themen wie Geschlechtskrankheiten schämen sich Betroffene oftmals zu sehr, um einen Arzt aufzusuchen. In manchen Fällen ist dies nicht zwingend notwendig, da Cremes und Tinkturen bereits eine Chance auf Linderung bieten.

    Wenn Beschwerden allerdings länger anhalten oder sich durch eine Selbstbehandlung sogar noch verschlimmern, sollte ein Experte zu Hilfe gezogen werden. Vor allem für den seltenen Fall, dass Genitalwucherungen nicht gutartig sind, sondern eine Form von Hautkrebs darstellen, ist es wichtig, dass ein Arzt kontaktiert wird. Über die Arztsuche auf Jameda lassen sich Experten in unmittelbarer Nähe finden.

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    Hilfe ohne persönlichen Arztbesuch?

    Aufgrund von Schamgefühlen ist es manchen Betroffenen nicht möglich, eine Arztpraxis für die Behandlung von Feigwarzen zu besuchen. Weitere Gründe können dies verstärken, beispielsweise eine Arztphobie oder die generelle Angst, sich fremden Personen zu öffnen.

    Natürlich spielt oftmals die Panik vor einer schmerzhaften oder unangenehmen Behandlung sowie vor einer erschreckenden Diagnose eine Rolle.

    Wem das Gespräch mit einem lokalen Arzt zu unangenehm ist, der kann eine Video-Sprechstunde in Anspruch nehmen. Dies hat den Vorteil, dass Kunden sofort ein Rezept zugesendet wird, mit welchem sie ihre Medikamente in der nächsten Apotheke abholen können oder es sich zusenden lassen. Dadurch werden Beschwerden schnell und simpel behandelt. 

    Tipps gegen Genitalwarzen

    Was kann man gegen Feigwarzen tun?

    Um sexuell übertragbare Krankheiten (STI) vorzubeugen, ist es empfehlenswert, sich beim Geschlechtsverkehr mit einem Kondom zu schützen. Während für viele Menschen vorwiegend der Fokus auf der Verhinderung einer Schwangerschaft liegt, ist der Schutz vor Krankheiten oftmals zweitrangig. Dabei bergen verschiedene Krankheiten, beispielsweise HIV und durch Hochrisiko-Papillomviren ausgelöste Krebsarten das Risiko, ernsthafte Erkrankungen und lebenslange Beschwerden zu entwickeln. Die Nutzung eines Kondoms verringert das Risiko einer Übertragung erheblich. 

    Neben Kondomen können regelmäßige Testungen auf Geschlechtskrankheiten helfen, die Verbreitung zu stoppen und Krankheiten früh genug zu diagnostizieren, um eine gute Chance auf Heilung durch eine Behandlung zu haben. Derartige Tests erfolgen beim Gynäkologen oder Urologen sowie in Krankenhäusern oder in Gesundheitsämtern. 

    Viele Cremes und Tinkturen sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Natürlich erscheint es vielen als etwas unangenehm, sich einer fremden Person diesbezüglich zu öffnen und von dem eigentlichen Problem zu berichten, aber Apotheker sind schließlich daran gewöhnt, derlei Präparate an Kunden auszugeben und werden Sie niemanden verurteilen. Alternativ lassen sich auch Online Ärzte über ein Fragebogen oder einer Videosprechstunde konsultieren. 

    Übersicht:
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      Quellen:

      1. Belastungs-EKG – Wie funktioniert es? | Praxis KardioMUC
      2. Belastungs-EKG: Was es sagt und was nicht | Kardiologie.org

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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