Bakterielle Vaginose

Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine brennende oder juckende Scheide und ein ungewöhnlicher Ausfluss sind Symptome, die auf eine bakterielle Vaginose hindeuten. Diese entsteht, weil das natürliche Scheidenmilieu gestört wurde und dadurch Keime und Bakterien leichter in die Scheide eindringen können, wo sie eine Entzündung verursachen.

Infektionen der Geschlechtsorgane sind für viele Menschen sehr schambehaftet. Allerdings lässt sich eine Vaginose sehr gut behandeln. Mithilfe von Antibiotika und Präparaten zum Wiederaufbau der Scheidenflora klingen sämtliche Beschwerden schnell wieder ab. Wir klären über die Ursachen, Symptome und der Behandlung einer bakteriellen Vaginose auf. Außerdem geben wir Tipps wie sich die Ansteckung verhindern lässt und wie sich die Geschlechtskrankheit möglichst anonym behandeln lässt.

Übersicht:
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    Häufige Fragen:

    Bei der bakteriellen Vaginose handelt es sich um eine Infektion, die durch Keime hervorgerufen wurde, die aufgrund eines gestörten Scheidenmilieus eindringen konnten. Sie zählt daher zu den Geschlechtskrankheiten.

    Typische Symptome sind ein vaginaler Ausfluss, welcher von der Konsistenz, Farbe und dem Geruch her ungewöhnlich ist sowie ein juckendes oder brennendes Gefühl in der Scheide. 

    Antibiotika oder Medikamente zum Wiederaufbau der Scheidenflora bekämpfen die Keime und stellen das natürliche saure Milieu der Scheide wieder her, welches das Eindringen von Bakterien verhindert. 

    Bei einer bakteriellen Vaginose ist ein Arztbesuch ratsam. Die Bakterien werden meist mit einem wirksamen Antibiotikum behandelt. Wer den persönlichen Arztbesuch nicht wahrnehmen kann, hat die Möglichkeit Online Arztpraxen zu besuchen. Online Ärzte können auch über das Internet Medikamente gegen die bakterielle Vaginose verschreiben. Bekannt ist hierfür der Anbieter Zavamed

    Auslöser & Ursachen

    Wodurch kann man sich mit einer bakteriellen Vaginose anstecken?

    Eine bakterielle Vaginose entsteht, wenn die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gerät. Die Scheide verfügt über ein umfangreiches Abwehrsystem zu ihrem Schutz. Ihr saurer pH-Wert, welcher bei einer gesunden Frau zwischen 3,8 und 4,4 liegt, sorgt für eine gute Grundabwehr. 

    In der Scheide sind verschiedene Bakterien angesiedelt, beispielsweise Milchsäurebakterien, die saures Lactat absondern und die Vermehrung von Keimen verhindern. Zudem sorgt die Produktion des Zervixschleims dafür, dass die Scheide vor Infektionen geschützt ist. Wenn das saure Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht gerät, unter anderem durch Medikamenteneinnahme, Verhütungsmittel oder hormonelle Schwankungen, werden die Abwehrmechanismen der Scheide außer Kraft gesetzt,Bakterien und andere Keime können leichter eindringen und Krankheiten verursachen. 

    Die häufigsten sind beispielsweise für Störungen:

    Sowohl in der Menopause als auch während einer Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt einer Frau. Durch hormonelle Schwankungen wird mehr oder weniger Östrogen als üblich produziert, was das Scheidenmilieu verändert.

    Zudem kann ein geschwächtes Immunsystem infolge von Stress oder weiteren Erkrankungen dazu führen, dass eine bakterielle Vaginose auftritt. 

    Symptome & Anzeichen

    Wie bemerkt man eine bakterielle Vaginose?

    Eine bakterielle Vaginose ist meist durch das Austreten von ungewöhnlichem Scheidensekret gekennzeichnet, welches gräulich-weiß ist und durch einen fischartigen Geruch auffällt. Grund dafür ist ein veränderter pH-Wert der Scheide.

    Des Weiteren treten besonders im äußeren vaginalen Bereich Juckreiz oder Brennen auf, was sehr unangenehm sein kann und die Lebensqualität und auch das Sexualleben stark einschränkt.

    In Ausnahmefällen können auch die Leistenlymphknoten geschwollen sein. 

    Diagnose & Untersuchung

    Wie wird eine bakterielle Vaginose festgestellt?

    Ein Frauenarzt kann durch einen Test den pH-Wert der Scheide untersuchen, um festzustellen, ob der Normwert durch das Eindringen von Keimen verändert wurde.

    Des Weiteren lassen sich die Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind, durch einen Abstrich nachweisen. 

    Die Untersuchung erfolgt in den meisten Fällen schnell und ist weder schmerzhaft noch kompliziert. Wer erstmalig unter derartigen Symptomen leidet, sollte unbedingt einen Gynäkologen aufzusuchen, um die Ursache zu finden und eine Infektion mit gesundheitsgefährdenden Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien oder HIV auszuschließen.

    Vor allem während der Schwangerschaft ist es wichtig, Beschwerden frühzeitig abzuklären und Infektionen zu verhindern, damit keine Gefährdung des Kindes durch verfrühte Wehen oder eine Fehlgeburt eintritt.

    In der Regel verläuft eine bakterielle Vaginose aber ohne Komplikationen und kann innerhalb weniger Tage mithilfe von Antibiotika oder Salben behandelt werden. 

    Häufigkeit

    Kein Grund zur Scham: Die Häufigkeit von bakteriellen Vaginosen

    Geschlechtskrankheiten sind für viele Menschen ein sehr schambehaftetes Thema. Betroffene trauen sich deshalb oftmals nicht, einen Arzt aufzusuchen. Symptome und Beschwerden verschlimmern sich allerdings in den meisten Fällen, wenn sie unbehandelt bleiben.

    Ein Großteil aller Personen erkrankt irgendwann einmal an einer Geschlechtskrankheit. Meist hat dies nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, sondern viele verschiedene Gründe können vorliegen, für die sich niemand zu schämen braucht. 

    Wie hoch ist das Risiko, an bakterieller Vaginose zu erkranken?

    Frauen zwischen 15 und 44 haben ein erhöhtes Risiko, an bakterieller Vaginose zu erkranken. Schätzungsweise jede fünfte Frau leidet im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an bakterieller Vaginose. Es gbit also keinen Grund für Schamgefühle.

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    Tipps zur Selbsthilfe

    Tipps bei einer bakteriellen Vaginose

    Verschiedene Dinge können beachtet werden, um das Risiko einer Scheideninfektion gering zu halten oder im Fall einer bereits vorhandenen Entzündung weitere Reizungen der betroffenen Zone zu vermeiden. Im Folgenden werden ein paar Aspekte genannt, auf die Frauen künftig achten sollten. 

    Verschiedene Verhaltensweisen können das Scheidenmilieu stören. Dazu gehört zu seltenes, aber auch zu häufiges Waschen, ebenso wie die Verwendung von parfümhaltigen Duschgels. Auch zu heißes Wasser oder ein falsches Abputzen von hinten nach vorne kann für Entzündungen sorgen. Es ist daher wichtig, die Vagina einmal täglich mit lauwarmem Wasser zu säubern und auf irritierende Pflege wie parfümiertes Toilettenpapier, Seifen und Ähnliches zu verzichten. 

    Wer enge und synthetische Kleidung trägt, unter der sich die Hitze staut, verhindert, dass die Haut atmen kann. Dadurch entsteht ein zu warmes und feuchtes Klima in der Scheidengegend, in welchem sich Keime leichter ausbreiten können. Es empfiehlt sich daher besonders im Sommer, aber auch beim Sport Baumwolle oder ähnliche Naturfasern zu tragen. Gleiches gilt für nasse Kleidung. Diese erhöht nicht nur das Risiko einer Blaseninfektion, sondern ermöglicht ebenfalls das Eindringen von Keimen in die Scheide. Ein nasser Bikini sollte deshalb schnellstmöglich gegen einen trockenen ausgetauscht werden. 

    Tampons können die Geschlechtsorgane ebenfalls reizen. Einerseits die Reibung, aber auch der Kontakt mit altem Blut direkt auf der Schleimhaut können zu Infektionen und gereizter Haut führen. Besonders bei einer trockenen oder entzündeten Vagina kann das Einführen von Tampons deshalb sehr schmerzhaft werden. Von daher ist es besser, Binden zu verwenden. 

    Behandlung & Hilfe

    Was kann man gegen eine bakterielle Vaginose tun?

    Meist wird eine bakterielle Vaginose mit einem Antibiotikum behandelt, welches sämtliche Bakterien abtötet. Wirkstoffe, die gute Resultate erzielen, sind beispielsweise Metronidazol oder Clindamycin.

    Allerdings stört diese Art der Behandlung oftmals auch die in der Vagina lebenden und für die Schutzfunktionen wichtigen Milchsäurebakterien, weshalb eine parallele Wiederaufbaukur dieser notwendig ist, um künftige Beschwerden auszuschließen.

    Auch Präparate aus der Apotheke ermöglichen es, die Scheidenflora durch die Ansiedlung neuer Bakterien wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu bringen. 

    Tipps zur Behandlung

    Überwindung zur Hilfe

    Eine bakterielle Vaginose lässt sich unkompliziert und schnell behandeln. Damit Beschwerden gelindert und Komplikationen verhindert werden, ist es wichtig, seine Scham zu überwinden und sich Hilfe zu holen.

    Betroffene, die sich nicht in der Lage sehen, einen lokalen Arzt oder Apotheker aufzusuchen und sich ihm anzuvertrauen, können auch eine Online-Sprechstunde in Betracht ziehen. Dabei können Bilder von betroffenen Stellen gemacht und dem Experten gezeigt werden, was eine potenziell unangenehme oder schmerzhafte Behandlung ersetzt.

    Im Anschluss kann dem Patienten schnell und einfach ein Rezept zugesendet werden, welches in der nächsten Apotheke eingelöst wird. 

    Hilfe finden

    Möglichkeiten Hilfe in Anspruch zu nehmen:
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      Quellen:

      1. Bacterial Vaginosis | my.clevelandclinic.org

      Inhalt wurde verfasst von: Julia Dernbach – Medizinisch überprüft von: Thomas Hofmann

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